Der Zeitplan steht, aber daran hakt der Klopp-Start als Bundestrainer noch

Frankfurt am Main - Auf der Zielgeraden! Mit dem DFB soll sich Jürgen Klopp bereits auf ein Engagement als neuer Bundestrainer geeinigt haben, trotzdem lässt eine offizielle Bekanntgabe auf sich warten. Woran hakt es also noch und wann sehen die deutschen Fans das strahlende Lächeln des 59-Jährigen endlich über einem Adler auf der Brust?

Jürgen Klopp (59, r.) ist derzeit noch bei der WM unterwegs. Anschließend soll er den Posten des Bundestrainers übernehmen.  © Tom Weller/dpa

Wie der "kicker" in seiner neuesten Ausgabe berichtet, soll "Kloppo" bereits in der kommenden Woche nach seiner Rückkehr aus den USA, wo er aktuell noch als WM-Experte unterwegs ist, als neuer Coach der Nationalmannschaft vorgestellt werden.

Demnach müssen zuvor nur noch wenige Details geklärt werden. Der frühere Liverpooler erhalte einen Vierjahresvertrag bis 2030, so viel sei schon klar. Nur bei etwaigen Klauseln herrsche noch Klärungsbedarf.

Etwa wann der Deutsche Fußball-Bund im Falle des Misserfolgs auch ohne dicke Abfindung die Reißleine ziehen könnte.

Beim inzwischen ausgeschiedenen Ex-Trainer Julian Nagelsmann (38) habe eine entsprechende Vereinbarung für das WM-Aus in der Gruppenphase bestanden, für sein Team war dann aber erst unmittelbar danach im Sechzehntelfinale Schluss, was den DFB jetzt Millionen kosten soll.

Daneben hängt der Klopp-Deal mittlerweile vor allem an Red Bull. Die Überlegung, dass der gebürtige Stuttgarter auch als Bundestrainer weiter Werbebotschafter für den Brausekonzern bleibt, hatte bereits für Kritik gesorgt.

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Red Bull im Fokus - Kritik an Klopp-Gehalt

Mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50, l.) müssen die Bedingungen eines Klopp-Exits beim Brausekonzern noch abgesteckt werden.  © Jan Woitas/dpa

Laut "kicker" habe Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50) eine Weiterbeschäftigung in dieser Form jedoch "nie im Sinn" gehabt. Es gehe vielmehr darum, wie und ob Klopp noch in beratender Funktion tätig sein könne.

Zudem müsse noch geklärt werden, was mit den Mitarbeitern geschieht, die der BVB-Meistercoach eigenhändig an Bord des österreichischen Unternehmens geholt hat. Seinen langjährigen Co-Trainer Peter Krawietz (54), der inzwischen als internationaler Scout im RB-Konzern tätig ist, will Klopp mitnehmen.

Derweil gibt es von außen auch Störgeräusche. Das Amateurfußballbündnis "Hartplatzhelden" hat das Handeln bei der Suche nach einem neuen Bundestrainer in einem Statement nun nämlich scharf kritisiert.

Vor allem das vermutlich ziemlich üppige Gehalt des Bundestrainers in spe ist den Vertretern der Fußballbasis ein Dorn im Auge: "Mit Sorge betrachten wir jedoch seit einigen Jahren, dass die Gehälter der Bundestrainer zunehmend denen im kommerziellen Vereinsfußball angeglichen werden", so die Hartplatzhelden. DFB-Vize Hans-Joachim Watzke (67) hatte bereits bestätigt, dass man mit Klopp auch finanziell ins oberste Regal greife.

Die Nationalmannschaft müsse laut "Hartplatzhelden" aber wieder "zurück zu den Wurzeln" kommen, um für einen Neustart die Rückendeckung der breiten Masse zu erhalten. "Und das fängt beim Gehalt an", erklärte Geschäftsführer Steffen Wenzel.

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