Heute heißer Tanz in Stuttgart! Kann der DSC den Tabellenführer überraschen?

Dresden - Am Sonntag steht dem DSC das wohl schwerste Spiel der Zwischenrunde in der Volleyball Bundesliga bevor. Auswärts bei Allianz MTV Stuttgart (17 Uhr) will das Team von Trainer Alexander Waibl (55) aber aufsteigende Form beweisen.

Am 18. November 2023 gelang dem DSC im Hinspiel der Hauptrunde ein 3:1-Sieg in Stuttgart. Kann das am Sonntag erneut gelingen?
Am 18. November 2023 gelang dem DSC im Hinspiel der Hauptrunde ein 3:1-Sieg in Stuttgart. Kann das am Sonntag erneut gelingen?  © Imago / Eibner

Brisant ist das Duell allemal. Denn der SSC Palmberg Schwerin verpasste es am Samstag, die Tabellenführung zu übernehmen. Beim SC Potsdam hieß es am Ende 2:3. So können die Schwäbinnen ihre Spitzenposition ausbauen, Potsdam hingegen rückt dem DSC weiter auf die Pelle.

"Wir werden Gas geben und dann mal schauen, was am Ende dabei herauskommt", sagt der Coach. Er wirkt jetzt wesentlich entspannter als noch vor einigen Wochen, als Gesundheits- und Verletzungsprobleme sein Team wie ein Wirbelsturm erfassten.

Zwar mussten zu Beginn der Woche mit Pia Timmer (22) und Grace Frohling (22) erneut zwei Spielerinnen aufgrund eines Infekts pausieren, doch insgesamt sei es eine "Gnade, endlich wieder mit einer im Körper und Geist frischen Mannschaft zu trainieren", meint Waibl.

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DSC Volleyball DSC vor riesigem Umbruch: Insgesamt zehn Spielerinnen weg!

Seit Anfang Dezember rollte eine Corona- und Infektwelle über die Mannschaft, aufgrund der hohen Belastung der Stammspielerinnen in drei Wettbewerben gesellten sich dann weitere körperliche Probleme hinzu, Zeit zum Auskurieren blieb keine.

"Der Dauerbelastung mussten wir Tribut zollen, aber auf ganz breiter Front geht es den Spielerinnen jetzt besser und wir können uns wieder Qualität erarbeiten", freut sich Waibl.

DSC siegte in Stuttgart, der Gegner gewann beide Partien in Dresden

Trainer Alexander Waibl (55) blickt optimistischer in die Zukunft, denn endlich scheinen die Krankheits- und Verletzungssorgen überwunden.
Trainer Alexander Waibl (55) blickt optimistischer in die Zukunft, denn endlich scheinen die Krankheits- und Verletzungssorgen überwunden.  © Lutz Hentschel

Die Stimmung ist gut, das Ziel lautet, bis zu den Play-offs die bestmögliche Form zu erreichen, um dann im K. o.-Modus das Maximum herauszuholen.

"Wir sind dabei, uns Stück für Stück aus dem Formtief herauszuarbeiten. Es sind noch nicht alle bei 100 Prozent, aber der Weg stimmt", macht der gebürtige Stuttgarter klar. Ob es für Sarah Straube und Frohling nach ihrem Comeback gegen Suhl schon für die Startformation reicht, ist noch nicht klar.

Dreimal spielten die Teams in dieser Saison bereits gegeneinander. In Stuttgart siegte der DSC mit 3:1, die beiden Partien in der Liga und dem DVV-Pokal entschied Allianz für sich.

Trainer-Hammer beim DSC: Waibl übernimmt deutsche Nationalmannschaft
DSC Volleyball Trainer-Hammer beim DSC: Waibl übernimmt deutsche Nationalmannschaft

Beim MTV könnte einmal mehr Ausnahmekönnerin Krystal Rivers (29) den Unterschied machen. Ob die Diagonalangreiferin nach dem überraschenden 3:2-Erfolg am Dienstag im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales daheim gegen Fenerbahce Istanbul aber überhaupt beginnt, wird sich zeigen.

Krystal Rivers (29) kann den Unterschied ausmachen, doch wird sie am Sonntag auch spielen?
Krystal Rivers (29) kann den Unterschied ausmachen, doch wird sie am Sonntag auch spielen?  © Lutz Hentschel

Allianz MTV Stuttgart hat die einmalige Chance, ins Halbfinale der Champions League einzuziehen

Am kommenden Donnerstag haben die Schwaben die einmalige Möglichkeit, mit einem erneuten Sieg in Istanbul zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Halbfinale der Champions League einzuziehen. "Ich finde das großartig, ich habe mich sehr gefreut. Für den deutschen Volleyball ist das eine klasse Botschaft", meint Waibl zum Überraschungssieg.

Kurz danach steht für Stuttgart am 3. März aber auch das Pokalfinale in Mannheim gegen den SC Potsdam an. Dass die immer wieder von gesundheitlichen Problemen geplagte Rivers alle drei Spiele so kurz nacheinander über die volle Dauer absolvieren kann, ist unwahrscheinlich. Man darf also gespannt sein, wen Trainer Konstantin Bitter (34) am Sonntag gegen Dresden aufs Feld bringt.

Originalfassung vom 24. Februar, 7.50 Uhr, aktualisiert am 25. Februar um 13 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/ Eibner, Lutz Hentschel

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