Biathlon-Schwestern feuern ihren langjährigen Manager! Der Grund ist kurios

Schweden - Die Saison im Biathlon ist vorbei, die Athleten ruhen sich nach einer anstrengenden und intensiven Phase aus. Gleichzeitig werden bereits die Weichen für den nächsten Olympia-Zyklus gestellt. Dabei fallen auch durchaus kuriose Entscheidungen.

Hanna Öberg (30, l.) und Elvira Öberg (27, r.) haben sich von ihrem Manager getrennt.
Hanna Öberg (30, l.) und Elvira Öberg (27, r.) haben sich von ihrem Manager getrennt.  © Sven Hoppe/dpa

Denn die beiden Schwestern Hanna (30) und Elvira Öberg (27) haben jetzt ihren langjährigen Manager Olle Hakansson gefeuert. Die Nachfolgerin kommt aus den eigenen Familien-Reihen und ist Mama Viktoria.

"Wir glauben sehr daran. Es fühlt sich toll und sehr spannend an, aber es ist auch etwas Neues, mehr Verantwortung selbst zu tragen, also ist es auch ein Lernprozess", erklärte Elvira.

Für ihren neuen Job kündigte die Mama jetzt sogar ihren eigentlichen Beruf als Erzieherin in einem Kindergarten. "Wir haben unsere Zusammenarbeit mit Olle beendet. Ab diesem Sommer werden wir meine Mutter in Vollzeit anstellen. Sie wird ihre bisherige Stelle kündigen", erklärte Elvira dem "Expressen".

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Bislang kümmert sich die Mama bereits um die Fanpost ihrer Töchter, das nahm bereits rund 20 Stunden pro Woche in Anspruch. Für ihre Bemühungen wurde Viktoria mit zehn Prozent der Einnahmen von Hanna und Elvira bedacht.

Nun bekommt sie demnächst ein volles Gehalt von ihren Töchtern überwiesen, soll für alle Belange, inklusive des Kontaktes zu Sponsoren und Partnern, verantwortlich sein.

Hanna und Elvira Öberg beenden Zusammenarbeit mit Manager und stellen ihre Mama an

Demnächst wird Mama Viktoria ihre Töchter im Weltcup begleiten.
Demnächst wird Mama Viktoria ihre Töchter im Weltcup begleiten.  © Heiko Junge/ntb/dpa

Seit 2018 hatte Hanna Öberg mit Manager Olle Hakansson zusammengearbeitet, einige Jahre später folgte ihr auch Elvira Öberg.

Laut Hanna wollte Hakansson die Zusammenarbeit auch gern fortführen, doch die Schwestern entschieden sich dagegen. "Ich würde eigentlich nicht sagen, dass etwas passiert ist. Es ist eher so, dass wir das Gefühl haben, jetzt diese Möglichkeit zu haben. Und wir wollen dieses Konzept ausprobieren, etwas Neues, und sehen, wie es läuft", sagte Elvira dem Expressen.

Beide wollen das verdiente Geld lieber in den eigenen Reihen belassen, als eine Provision an einen externen Manager zu zahlen. "So können wir auch Mama etwas zurückgeben, die uns den ganzen Weg über begleitet und unterstützt hat", erläutert Elvira die Beweggründe.

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Sie werden ab der kommenden Saison nun also durchgängig von Mama Viktoria auch im Weltcup begleitet. Win-win für das kleine Familienunternehmen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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