Deutsche Biathleten enttäuschen beim Auftakt der Weltmeisterschaft

Oberhof - Das war leider nix! Die Deutschen Biathleten mussten sich beim Auftakt der Weltmeisterschaft in Oberhof mit dem sechsten Platz begnügen. In der Mixed-Staffel enttäuschte vor allen Dingen Benedikt Doll.

Die Deutsche Startläuferin Vanessa Voigt erwischte einen denkbar schlechten Start. Sie hatte bei der Übergabe bereits eine Minute Rückstand auf die Führende.
Die Deutsche Startläuferin Vanessa Voigt erwischte einen denkbar schlechten Start. Sie hatte bei der Übergabe bereits eine Minute Rückstand auf die Führende.  © Hendrik Schmidt/dpa

Die Deutsche Staffel startete denkbar schlecht ins Rennen. Startläuferin Vanessa Voigt strauchelte schon vor dem ersten Schießen auf der Strecke, musste früh hinterherlaufen.

Die sonst so sichere Schützin wirkte etwas verunsichert, leistete sich sowohl stehend als auch liegend jeweils einen Fehler und übergab mit einem bereits gewaltigen Rückstand von einer Minute auf die führende Französin Julia Simon an die zweite Deutsche Denise Herrmann-Wick.

Doch die gebürtige Erzgebirgerin machte mächtig Tempo, holte Sekunde um Sekunde auf die Spitze auf.

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Und auch am Schießstand lief's: Lediglich der letzte von zehn Schüssen landete nicht im Schwarzen.

Als starke Dritte mit einer überragenden Laufleistung übergab sie schließlich mit einem Rückstand von 26 Sekunden auf Italien an die Männer.

Denise Herrmann-Wick lieferte ein überragendes Rennen ab. Als schnellste Läuferin in der zweiten Runde holte sie über eine halbe Minute auf die Spitze auf.
Denise Herrmann-Wick lieferte ein überragendes Rennen ab. Als schnellste Läuferin in der zweiten Runde holte sie über eine halbe Minute auf die Spitze auf.  © Martin Schutt/dpa

Benedikt Doll zerstört deutschen Medaillentraum

Ganz bitter: Benedikt Doll leistete sich insgesamt fünf Fehler in zwei Schießeinlagen und musste sogar in die Strafrunde.
Ganz bitter: Benedikt Doll leistete sich insgesamt fünf Fehler in zwei Schießeinlagen und musste sogar in die Strafrunde.  © CHRISTOF STACHE / AFP

Dann war der sonst so starke Benedikt Doll an der Reihe. Doch dem 32-Jährigen gingen offenbar die Nerven durch. Beim Liegendschießen leistete er sich vier Fehler und musste entsprechend sogar in die Strafrunde.

Damit waren die Medaillen schon in unerreichbare Ferne gerückt. Stehend lief es immerhin besser, dort leistete sich Doll nur einen Fehler. Mit 55 Sekunden Rückstand auf die inzwischen vorgeeilten Norweger übergab der Deutsche auf Roman Rees.

Danach wurde es absurd: Beim Liegendschießen leistete sich Schweden drei Strafrunden und verabschiedete sich aus dem Medaillenrennen.

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Aber auch Norwegen mit dem sonst unbezwingbaren Johannes Thingnes Bø und Frankreich leisteten sich jeweils drei Fehler - Italien sprang kurzzeitig an die Spitze. Rees leistete sich zunächst zwei Fehler.

Italien und Norwegen lieferten sich schließlich einen großen Kampf, am Ende ging Bø für Norwegen aber erwartungsgemäß an die Spitze. Auf dem zweiten Rang landeten schließlich die starken Italiener. Frankreich musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Obwohl Rees beim letzten Schießen alles traf, reichte es nur für den enttäuschenden sechsten Rang.

Titelfoto: Martin Schutt/dparo

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