Dramatische Szenen: Eishockey-Profi bricht zusammen und muss noch auf dem Eis reanimiert werden

Klagenfurt - Dramatische Szenen haben sich am Dienstagabend während des Eishockey-Spiels in der ICEHL in Klagenfurt abgespielt. In der 18. Minute kollabierte der langjährige DEL-Profi Jordan Murray (33) und erlitt offenbar einen Herzstillstand. Der Kanadier musste noch minutenlang reanimiert werden.

Jordan Murray (33, r.) brach am Dienstagabend in Klagenfurt während des Spiels plötzlich zusammen.  © imago / GEPA pictures

Ohne ersichtlichen Grund brach der Verteidiger während des Viertelfinal-Spiels gegen Fehervar aus Székesfehérvár (Ungarn) auf der Spielerbank zusammen. Sofort sprangen Sanitäter, Notarzt, aber auch das Trainerteam aufs Eis, da alle den Ernst der Lage glücklicherweise sofort begriffen.

Nach Informationen von "Kurier" kämpften die Ärzte zehn Minuten lang um das Leben des bewusstlosen Jordan Murray, ehe er nach drei Reanimationsversuchen das Bewusstsein zurückerlangte. Anschließend bekam er eine Infusion und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Sein Verein äußerte sich am Mittwoch zu den Ereignissen: "Der Verteidiger kollabierte in der 18. Spielminute auf der Spielerbank, verlor zunächst das Bewusstsein und dann auch sämtliche Vitalzeichen. Die Vereinsärzte Dr. Hannes Florianz und Dr. Günther Bachler, zu Hilfe eilende, dem Spiel beiwohnende (Notfall-)Mediziner/innen sowie Sanitäter/innen setzten über mehrere Minuten hinweg und letztlich erfolgreich reanimierende Maßnahme", schrieb der Klub auf der eigenen Homepage.

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Die Zuschauer in der Klagenfurter Heidi-Horten-Arena waren ebenso geschockt wie alle Mit- und Gegenspieler des Profis, an Eishockey war an diesem Abend nicht mehr zu denken.

Während Murray auf dem Weg ins Krankenhaus war, wurde die Begegnung beim Stand von 1:0 für die Klagenfurter in der 18. Minute abgebrochen.

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Ex-Teams aus Deutschland zeigen sich geschockt und schicken Jordan Murray Genesungswünsche

Murray war erst im vergangenen Sommer von den Schwenninger Wild Wings nach Österreich gewechselt.  © Imago / Eibner

Erst im Sommer war Jordan Murray von den Schwenninger Wild Wings nach Österreich gewechselt. Davor spielte er in der DEL für die Adler Mannheim (2023/24) und die Grizzlys Wolfsburg (2021-23). Insgesamt bestritt er 215 Spiele in Deutschlands Elite-Liga.

Seine Ex-Vereine zeigten sich schockiert von den Ereignissen am Dienstagabend in Klagenfurt. "Wir sind im Gedanken bei Jordan und euch und schicken ganz viel Kraft nach Klagenfurt", schrieben die Adler Mannheim auf der Instagram-Seite der Österreicher. Auch Schwenningen meldete sich zu Wort: "In Gedanken bei Jordan und euch."

Wie der Klub weiter mitteilte, befand sich Murray zunächst in einem künstlichen Koma, aus dem er am Mittwoch langsam geholt wurde. "Mit Stand vom Mittwochmorgen befindet sich Jordan Murray in der Aufwachphase aus dem künstlichen Tiefschlaf, sein medizinischer Zustand ist aktuell stabil", hieß es.

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An normalen Alltag ist im Verein noch nicht zu denken: "Aktuell sind die Gedanken der Mannschaft, des Trainer- und Betreuerstabs sowie der gesamten Organisation bei Jordan Murray. Gleichzeitig bedankt sich der Klub bei den zahlreichen medizinischen Helferinnen und Helfern für deren rasches, entschlossenes und letztlich rettendes Handeln."

Erstmeldung um 8.57 Uhr, aktualisiert um 11.32 Uhr.

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