Liga-Boss Rudorisch warnt: "Die Stadionentwicklung darf nicht aufhören!"

Crimmitschau - Das Sachsenderby kurz nach Weihnachten war ein Besuchermagnet. 5222 Zuschauer strömten in den Sahnpark. Einer von ihnen war DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch.

Das Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse im Sahnpark zog 5222 Zuschauer nach Crimmitschau.
Das Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse im Sahnpark zog 5222 Zuschauer nach Crimmitschau.  © Thomas Heide

TAG24 sprach kurz vor dem Jahreswechsel mit dem 47-jährigen Eishockey-Funktionär über die Stadionthematik in Crimmitschau, die wirtschaftliche Lage der Liga, die Play-offs und einen möglichen Schiedsrichterengpass.

TAG24: Herr Rudorisch, Sie waren kürzlich zum Derby zu Gast. Hand aufs Herz, das war doch beste Werbung für die sächsischen Standorte?

René Rudorisch: "Der Sahnpark ist eines unserer lautesten Stadien. Crimmitschau ist wie Weißwasser eine Eishockey-Hochburg. Wenn man bedenkt, was es vor der Saison für Diskussionen zwischen Stadt und Klub gab. Das war absolut fehl am Platz!"

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TAG24: Aber eine Grundsatzdebatte bleibt ...

Rudorisch: "Die Stadionentwicklung darf nicht aufhören, unabhängig davon, ob neue Arena oder Sanierung der Spielstätte. Fakt ist, dass es gerade aus dem Gästeblock berechtigt große Kritik an der eklatanten Situation bei den Sanitäranlagen gab. Ein Thema, was den Standort ja schon viele Jahre beschäftigt."

Hauptrundenumsätze in dieser Saison voraussichtlich verdreifacht

René Rudorisch (47) war früher selbst Geschäftsführer in Crimmitschau, seit Jahren ist er Boss der DEL2.
René Rudorisch (47) war früher selbst Geschäftsführer in Crimmitschau, seit Jahren ist er Boss der DEL2.  © Andreas Kretschel

TAG24: Zumal ja auch die Konkurrenz nicht stehenbleibt. Wie hat sich die DEL2 in den letzten Jahren entwickelt?

Rudorisch: "Dank der Arbeit unserer Clubs hervorragend! Die Hauptrundenumsätze aller 14 Clubs haben sich von 28 Mio. Euro in 2013 auf prognostizierte 75 bis 80 Mio. Euro in dieser Saison fast verdreifacht."

TAG24: Gleich sechs Vereine haben für einen DEL-Aufstieg gemeldet. Inwiefern wirkt sich das auf die gesamte Liga aus?

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Rudorisch: "Seitdem es wieder einen Auf- und Abstieg von und zur DEL gibt, erfährt die Hauptrunde eine andere Wertigkeit, da hier die Voraussetzungen gelegt werden, bis ins Finale Heimrecht zu besitzen."

TAG24: Welches Thema beschäftigt Sie die nächsten Jahre?

Rudorisch: "Die Vereine noch stärker im sportlichen und administrativen Bereich zu unterstützen, die Eigenvermarktung zu verbessern, Stichwort Liga-Sponsor, vergleichbar zur 'Penny DEL' und dann haben wir eine Baustelle im Schiedsrichterwesen. Schaffen wir es in Zukunft, alle Spiele mit vier Offiziellen in notwendiger Qualität zu besetzen?"

Titelfoto: Andreas Kretschel

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