Alkohol-Eklat bei Olympia: Jetzt spricht Skandal-Trainer selbst

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Slowenien - Eigentlich führte er die finnischen Skispringer zu ihrer besten Saison seit mehr als zehn Jahren. Nach einem Alkohol-Eklat bei den Olympischen Spielen wurde Skisprung-Coach Igor Medved (45) trotz der guten Ergebnisse allerdings rausgeschmissen. Jetzt äußert sich der Slowene selbst zu den Umständen, die ihn seinen Job kosteten.

Seinen Job bei der finnischen Skisprung-Nationalmannschaft ist Igor Medved (45) los.
Seinen Job bei der finnischen Skisprung-Nationalmannschaft ist Igor Medved (45) los.  © imago / GEPA pictures

"Ich habe einen Fehler begangen, für den ich mich entschuldigt habe. Er ist außerhalb meiner Arbeitszeit begangen worden, und ich habe niemandem geschadet", sagte Medved dem slowenischen Portal Ekipa: "Ob die Entscheidung des finnischen Verbandes zu hart war oder nicht, ist deren Urteil und nicht meine persönliche Meinung. Natürlich tut es mir leid, dass es so weit gekommen ist."

Medved war am 12. Februar zunächst von den Olympischen Spielen ausgeschlossen und rund zwei Wochen später suspendiert worden. Sein ohnehin auslaufender Vertrag war daraufhin nicht verlängert worden.

Schon Finnlands NOK-Boss Janne Hänninen (50) hatte im Zuge seiner Suspendierung nur von "Alkoholproblemen" gesprochen, auch der 45-Jährige selbst ließ sich nicht mehr entlocken, was sich in Predazzo genau zugetragen hatte.

Skispringen: Viele Gerüchte ranken sich um Igor Medveds Suspendierung

Ein Eklat bei Olympia bedeutete das Aus für Medved - auch wenn er die finnischen Skispringer wieder zu Podestkandidaten machte.
Ein Eklat bei Olympia bedeutete das Aus für Medved - auch wenn er die finnischen Skispringer wieder zu Podestkandidaten machte.  © Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll Medved allerdings an mehreren Abenden stark alkoholisiert gewesen und dabei sogar von einem italienischen Polizisten angehalten worden sein, weil er so stark geschwankt habe.

Einer weiteren Darstellung zufolge soll der Coach zudem behauptet haben, auf einer Goldmedaillen-Party der slowenischen Skispringer zu viel auf leeren Magen getrunken zu haben. Slowenien hingegen dementiert, dass Medved überhaupt auf besagter Party war.

Mit allerlei Gerüchten, die durch die Presse gingen, wollte der 45-Jährige allerdings aufräumen, etwa dass er schon als Trainer in Slowenien mit Alkoholproblemen aufgefallen sei.

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"Leider habe ich über mich selbst auch einiges gelesen, was nicht stimmt, aber darauf möchte ich jetzt lieber nicht mehr eingehen", erklärte Medved.

Er hoffe, dass er deshalb keine Probleme bei der Suche nach einem neuen Job bekomme: "Das wird die Zeit zeigen. Ich habe zwei gesunde Hände und Füße und einen klaren Kopf, also werde ich schon zurechtkommen. Es gab bereits einige Gespräche, aber noch nichts, was sich bereits in der Endphase befände."

Titelfoto: imago / GEPA pictures

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