Mann nach Randale von SEK angeschossen: Das ist der Stand der Ermittlungen

Von Markus Brachat

Wangen – Nach der Randale eines 20-Jährigen und der Schussabgabe durch einen SEK-Beamten in einem Mehrfamilienhaus in Wangen (Kreis Göppingen) laufen die Ermittlungen.

Ein SEK-Beamter gab einen Schuss ab. (Symbolfoto)
Ein SEK-Beamter gab einen Schuss ab. (Symbolfoto)  © Marius Becker/dpa

Ein 20-Jähriger hatte mehrere Hausbewohner und Polizisten mit einer täuschend echten Spielzeugwaffe bedroht, worauf ein Beamter des Spezialeinsatzkommandos (SEK) schoss und ihn verletzte, wie Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

Der stark alkoholisierte Mann hatte demnach am vergangenen Freitag zunächst versucht, gewaltsam in eine Nachbarwohnung einzudringen und die Bewohner bedroht.

Beim Eintreffen der Polizisten zog er sich in seine Wohnung zurück. Dabei habe er mit der Erschießung der Beamten gedroht.

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Als er kurz darauf seine Wohnungstür geöffnet habe, habe er mit der echt aussehenden Spielzeugwaffe auf die Beamten gezielt und zweimal den Abzug betätigt. Ein Schuss löste sich nicht.

Verdächtiger wurde angeschossen

Der Verdächtige wurde verletzt. Anschließend soll der Mann in einer Klinik das Personal bedroht haben. (Symbolfoto)
Der Verdächtige wurde verletzt. Anschließend soll der Mann in einer Klinik das Personal bedroht haben. (Symbolfoto)  © Daniel Vogl/dpa

Die Polizeikräfte umstellten daraufhin das Gebäude und forderten Spezialkräfte an. Weiter drohte der Mann, eine Geisel und eine Handgranate zu haben. Als er sich auf dem Balkon zeigte, zielte er auf die Polizeikräfte, wie es hieß.

Daraufhin habe ein SEK-Beamter Schüsse abgegeben. Der Verdächtige wurde getroffen, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe des Verdächtigen um eine Spielzeugwaffe handelte.

Der Mann wurde in eine Klinik gebracht, wo er weiter das Personal bedroht haben soll. Er befindet sich aktuell in einer psychiatrischen Einrichtung. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Hausfriedensbruch eingeleitet.

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Die Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft zum polizeilichen Schusswaffengebrauch bei dem Einsatz dauern an.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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