Nach K.-o.-Tropfen-Verdacht in Stuttgart: Polizei gibt Ergebnisse bekannt

Von Kathrin Löffler

Stuttgart - Nach einer Reihe von Verdachtsfällen bei Veranstaltungen in Stuttgart hat die Polizei keine Nachweise für den Einsatz von K.-o.-Tropfen.

Die meist geschmacks- und geruchslosen K.-o.-Tropfen schütten Täter in einem unbeobachteten Moment in das Getränk ihrer Opfer. (Symbolfoto)  © Jens Kalaene/dpa

Die Untersuchung der Blut- und Urinproben hätte keine Hinweise auf K.-o.-Tropfen ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Prüfung der Proben, die nach einem Motorsport-Event genommen wurden, ist demnach aber noch nicht ganz abgeschlossen. Hier stehen noch Untersuchungen aus.

Nach mehreren Veranstaltungen im Herbst hatte es den Verdacht gegeben, dass Besuchern K.-o.-Tropfen verabreicht wurden. Nach einem Motorsport-Event in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle hatten mehrere Menschen über Unwohlsein, Ohnmacht und Schwindel geklagt.

Zuvor waren auf einer Stuttgarter Halloween-Party mehrere Menschen zusammengebrochen. Auch auf dem Cannstatter Volksfest im September hatte es Verdachtsfälle von K.-o.-Tropfen gegeben.

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Die Polizei hatte bei den Betroffenen Blut- und Urinproben genommen. Die Auswertung solcher Proben kann aber mehrere Wochen dauern. Die Polizei schickt sie dafür ans Chemische Untersuchungsamt.

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Mindestens zehn Menschen waren bei einer Stuttgarter Halloween-Party zusammengebrochen und mussten medizinisch versorgt werden. K.-o.-Tropfen sollen laut aktuellen Erkenntnissen der Polizei nicht im Spiel gewesen sein.  © 7aktuell

Der Fall ist vorerst abgeschlossen

Laut dem Sprecher ist schnelles Handeln wichtig, wenn Betroffene den Verdacht haben, dass ihnen solche Substanzen verabreicht wurden, weil diese nicht lange nachweisbar sind.

Sollten die noch ausstehenden Untersuchungen auch keine Hinweise auf K.-o.-Tropfen ergeben, ist der Fall für die Stuttgarter Polizei vorerst abgeschlossen - weil es dann auch keinen Hinweis auf eine Straftat gibt, wie der Sprecher sagte.

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