33 Jahre alter Kult-Hit in neuem Gewand: Dieses Werk ist nur was für waschechte Schlauberger
Leipzig - Die Entwickler Vertigo Games und Exkee haben dem Kultspiel "The 7th Guest" einen neuen Feinschliff verpasst - der sich durchaus sehen lassen kann, wie der TAG24-Test zeigt.
Wer in Nostalgie baden und gleichzeitig knifflige Rätsel lösen will, kann dies ab sofort sowohl am PC als auch auf den Konsolen tun.
Das ursprüngliche Spiel erschien bereits im Jahr 1993 im CD-ROM-Format und entwickelte sich schnell zum wahren Hit unter Horror-Fans. Aber auch klar, dass die simplen Mechaniken und der altbackene Look mehr als 30 Jahre später nicht mehr zeitgemäß sind.
Für das Remake setzen die Entwickler auf einige Tricks, die dem alten Stil treu bleiben, aber deutlich moderner und flüssiger daherkommen.
So wurden die Szenen mit den sechs Gästen, die sich in die Villa des Spielzeugmachers Henry Stauf verirren, wie auch im Original von wahrhaftigen Schauspielern dargestellt. Diesmal wirken diese durch 3D-Technik aber natürlich deutlich realistischer und sorgen für eine authentische Spielewelt, die richtig Spaß macht.
Durch die Geisterlampe, die man in die Hand bekommt, kann der Spieler verborgene, manchmal durchaus schaurige Details zum Vorschein bringen. Das passt gut zu der angespannten, düsteren Atmosphäre der Villa, die man nach und nach und Raum für Raum erkunden muss.
"The 7th Guest"-Remake ist ein Game für echte Schlauberger
In den einzelnen Räumen - unter anderem der Küche, den Schlafzimmern, dem Essbereich - gilt es, eine Reihe an Rätseln zu lösen, um die Geheimnisse und vergangenen Geschehnisse zu offenbaren.
Während sich die Rätsel in den ersten Zimmern noch recht einfach entschlüsseln lassen, kommt man im weiteren Spielverlauf wirklich ins Schwitzen.
Das ist Fluch und Segen zugleich: Einerseits macht es Spaß, mal wieder so richtig zu grübeln, andererseits sind manche Aufgaben derart kompliziert und unintuitiv, dass man es kaum ohne Hilfestellungen schaffen kann.
Besitzt man nur eine geringe Frustrationstoleranz, dürfte man hier leider recht schnell die Lust verlieren.
Auch Zocker, die bei "The 7th Guest" ein waschechtes Horror-Game erwarten, sollten ihre Erwartungen runterschrauben: schaurige Atmosphäre und undurchsichtige Charaktere, ja, aber Jumpscares oder Nervenkitzel? Das werdet Ihr hier nicht finden.
Zumindest Rätsel-Fanatiker, die ihre grauen Zellen mal wieder so richtig anstrengen wollen, sollten für einen angemessenen Preis von rund 20 Euro aber durchaus auf ihre Kosten kommen.
Titelfoto: Vertigo Games

