Mickey trifft auf Cupheads: "MOUSE: P.I. For Hire" setzt alte Maßstäbe – gut so!
Deutschland - "Es war in einer Nacht wie dieser": Ein Klischee-Satz aus alten Schwarz-Weiß-Krimis, in denen ein Privatdetektiv Fälle löst. Das alles in einer Nagetier-Welt im Look von Comics aus den 1930ern und wir haben das aktuelle Videospiel "MOUSE – P.I. For Hire". TAG24 hat den Ego-Shooter angetestet.
Sehr schnell musste der First-Person-erprobte Redakteur jedoch feststellen, dass eine ungewohnte Form der sogenannten Motion Sickness ausgelöst wurde.
Schnell wurde klar, dass die permanente Wipp-Bewegung aus den Augen unseres Protagonisten "Jack Pepper" hier ein Faktor ist. War auch den Entwicklern offenbar klar.
Denn unter den Einstellungen kann man das "Bildschirmwackeln" bis auf 0 reduzieren. Besser.
Schon konnte man sich in die 3D-Welt und auf die 2D-Gegner stürzen. Diese bleiben sogar nach ihrem Ableben zweidimensional und drehen sich mit dem Frontalanblick ihrer Comic-Leiche immer mit dem Blickfeld des Gamers mit.
Ein Herumlaufen ist also nicht möglich. Zumal sie in wenigen Sekunden ohnehin verschwinden.
Das Spiel hat drei Schwierigkeitsstufen und man gerät – der Vergleich drängt sich auf – schnell auch in den zu erwartenden "Cuphead-Stress", an den Genrefans sich wohl noch gut erinnern.
"Soundverschlechterung" von Vinyl bis Wachszylinder
Auch dieses Spiel folgt dem Prinzip: Easy to learn, hard to master. Und natürlich wiederholen sich – wie bei jedem Shooter – die Basics permanent.
Die Story an sich ist schön aufgebaut mit dem unerreichbaren Bösewicht in einer korrupten Stadt – und seinen unzähligen Ganoven und technischen Fähigkeiten.
Aber im Grunde ist das alles nur das nötige Gerüst für den Baller-Spaß mit den Käse-Wortspielen und Quatsch-Dialogen.
Die Audioqualität wird in den Einstellungen als "Soundverschlechterung" angegeben. Zurecht. Der Ton kann – dem Setting entsprechend – "auf alt" gemacht werden.
Von "Vinyl" bis "Brauner Wachszylinder" kann man den aufreibenden Jazz-Sound und die Soundeffekte anpassen.
Für 30 Euro ist der kurzweilige Shooter-Spaß auf den gängigen Next- und Last-Gen-Konsolen sowie PC zu haben.
Fazit: Das Game "MOUSE – P.I. For Hire" liefert das, was man erwartet. Kein Triple-A-Titel, aber, was man innerhalb der Gaming-Community mitbekommt, alles andere als ein Geheimtipp. Der actiongeladene Noir-Stil-Shooter bekommt von uns 7/10 Trenchcoats verliehen.
Titelfoto: Screenshot/ Fumi Games

