Der beste Teil seit einer Ewigkeit: Final Fantasy 16 ist ein absolutes Spektakel!

Leipzig - Danke, Square Enix! Ihr könnt es also doch noch! Nach vielen Aufregern in den vergangenen Jahren hat es die berühmte Spieleschmiede endlich wieder geschafft, ein absolutes Brett zu kreieren. "Final Fantasy XVI" ist genau das, was sich vermutlich viele Fans gewünscht haben. Episch, erwachsen und ein inszenatorischer Traum.

Held Clive Rosfield hat mit einigen emotionalen Traumata zu kämpfen. Gerade zu Beginn des Spiels wird es höchst dramatisch.
Held Clive Rosfield hat mit einigen emotionalen Traumata zu kämpfen. Gerade zu Beginn des Spiels wird es höchst dramatisch.  © Square Enix

Naoki Yoshida (50) die Leitung am Projekt zu übergeben, hat sich offenbar als goldrichtig erwiesen. Der Mann hat seine Erfahrungen in den vergangenen Jahren massiv in "Final Fantasy XIV" fließen lassen - mit Erfolg.

Jetzt durfte er sich im PS5-exklusiven Soloabenteuer austoben und hat viele Einflüsse des beliebten MMORPGs übernommen. Die Geschichte rund um Held Clive Rosfield ist düster, brutal und erinnert oftmals an die Serie "Game of Thrones".

Es geht um Intrigen und ja, sogar sehr ernste Themen wie Gewalt gegen grundlos verachtete Gruppierungen und Selbstmord werden angesprochen.

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Schaut man ganz genau hin, waren solche Themen auch in den direkten Vorgängern keine Seltenheit. Doch so brachial wie im 16. Teil wurden sie vermutlich noch nie in einem "Final Fantasy" präsentiert. Und das tut dem Titel richtig gut!

Gerade wer mit der teils fremdschambehafteten Boyband aus dem Vorgänger nichts anfangen konnte, wird mit "Final Fantasy XVI" und dem epischen Mittelalter-Setting pure Freude haben.

Final Fantasy 16 bietet rasantes Kampfsystem

In den Kämpfen geht es ordentlich zur Sache. Manche Gefechte sind so effektreich, dass man durchaus mal den Überblick verlieren kann.
In den Kämpfen geht es ordentlich zur Sache. Manche Gefechte sind so effektreich, dass man durchaus mal den Überblick verlieren kann.  © Square Enix

Zur Geschichte möchte ich gar nicht viel sagen, denn sie ist das Kernstück des Spiels, das Euch stetig motiviert, weiterzumachen. Es wird teils viel erzählt und weniger gespielt, worauf man sich definitiv einlassen muss.

Zwischendrin besucht Ihr die unterschiedlichsten Gegenden, die allesamt wirklich hübsch aussehen und nicht an Details geizen.

Begegnet Ihr dann einem der zahlreichen Monster, geht es ordentlich zur Sache. Im actionbasierten Kampfsystem, das sich an den "Devil May Cry"-Spielen orientiert, könnt Ihr verschiedene Elementarfähigkeiten aneinanderreihen, um teils spektakuläre Kombos zu erzeugen.

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Die Steuerung ist dabei aber nie schwer und erfordert nur etwas Timing und Koordination, womit selbst Anfänger nach einer gewissen Zeit keine Probleme haben dürften.

Wie in den Trailern schon zu sehen war, gibt es auch große Esper-Kämpfe, die steuerungstechnisch aber etwas limitiert daherkommen. Dafür wird aber nicht an Effekten gespart, während im Hintergrund der gewohnt monumentale Soundtrack der "Final Fantasy"-Saga abspielt. Gänsehautmomente garantiert!

Clives kleiner Bruder Joshua trägt den Phönix-Esper in sich. Das bringt jedoch nicht nur Vorteile mit sich.
Clives kleiner Bruder Joshua trägt den Phönix-Esper in sich. Das bringt jedoch nicht nur Vorteile mit sich.  © Square Enix
Im neuen "Final Fantasy" werden die Esper in den Vordergrund gerückt. Shiva startet hier eine mächtige Eis-Attacke.
Im neuen "Final Fantasy" werden die Esper in den Vordergrund gerückt. Shiva startet hier eine mächtige Eis-Attacke.  © Square Enix

Fazit zu Final Fantasy 16

Ich bin ehrlich: Ich war trotz der tollen Trailer skeptisch. Bei "Final Fantasy XV" fand ich die auch stark und konnte am Ende mit dem Spiel kaum etwas anfangen. Beim 16. Serienableger ist das anders. Der Titel hat mich von der ersten Minute mit seiner Inszenierung in den Bann gezogen. Die Charaktere haben Tiefe, sind toll geschrieben und man möchte unbedingt wissen, was das Schicksal für Held Clive und seine Gefolgschaft zu bieten hat.

Dass Ihr dieses Mal nur ihn als Charakter steuert und Eure sich stetig wechselnden Begleiter ihr Ding für sich machen, hat mich übrigens gar nicht gestört. Wenn es einen Kritikpunkt gäbe, dann die 08/15-Nebenmissionen aus dem RPG-Baukasten. Aufgrund der eher unbedeutenden Belohnungen seid Ihr aber nie gezwungen, eine davon zu machen.

Titelfoto: Square Enix

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