Xenoblade Chronicles 3: Das beste Spiel des Sommers!

Leipzig - Es ist tatsächlich ein Meisterwerk geworden! "Xenoblade Chronicles 3" von Entwickler Monolith Soft entführt Fans von klassischen JRPGs wie schon die beiden Vorgänger in eine fantastische Fantasy-Welt, die sich selbst auf der Nintendo Switch sehen lassen kann. Warum das Sommerloch damit gestopft sein dürfte, erfahrt Ihr im Test.

Die beiden Protagonisten Mio und Noah verbindet mehr als nur der Kampf. Eine große Rolle im Titel spielt auch ihre musikalische Begabung.
Die beiden Protagonisten Mio und Noah verbindet mehr als nur der Kampf. Eine große Rolle im Titel spielt auch ihre musikalische Begabung.  © Nintendo

Ich muss zugeben: Das erste "Xenoblade" hat bei mir drei Anläufe gebraucht, bis es mich gepackt hatte. Die große Welt war für mich typischen "Final Fantasy"-Kenner zu gigantisch, das Auto-Kampfsystem befremdlich.

Doch als ich erkannt habe, dass die tiefgreifende Geschichte, der fantastische Sound und die sympathischen Figuren mit den gegebenen Elementen perfekt harmonieren, war es um mich geschehen.

In den beiden Vorgängern habe ich insgesamt über 300 Stunden Lebenszeit versenkt und keine Sekunde davon bereut. Umso groß war die Vorfreude auf den dritten Ableger.

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Und gleich vorweg: Das Warten hat sich gelohnt! "Xenoblade Chronicles 3" verbindet die Stärken der beiden Erstlinge zu einem gewaltigen Gesamtpaket, das nicht nur Fans des Genres über Wochen an die Switch kleben könnte.

Im Fokus stehen, angeführt von Held Noah, eine Gruppe aus sechs Kämpfern, die zunächst zweier verfeindeter Fraktionen angehören. Nach kurzer Zeit wird allerdings klar, wer der wahre Feind ist und das Gespann ist fortan zusammen unterwegs.

Diese minimale Erläuterung beschreibt nicht annähernd die Tiefe der Geschichte, die sich auch um schwere Themen wie Selbstmord, Krieg und Verlust dreht. Wer die beiden Vorgänger kennt, weiß was auf einen zukommt.

Das Kampfsystem kann für Neulinge erst einmal etwas befremdlich wirken. Die Charaktere greifen automatisch an. Der Spieler kann lediglich im richtigen Moment spezielle Angriffe auslösen. Im späteren Verlauf wird das ganze Szenario jedoch höchst komplex.
Das Kampfsystem kann für Neulinge erst einmal etwas befremdlich wirken. Die Charaktere greifen automatisch an. Der Spieler kann lediglich im richtigen Moment spezielle Angriffe auslösen. Im späteren Verlauf wird das ganze Szenario jedoch höchst komplex.  © Nintendo

Xenoblade Chronicles 3: Komplexes Kampfsystem mit vielen Feinheiten

Neu im dritten Teil: Jeweils zwei der Charaktere können eine Ouroboros-Fusion ausführen und somit als mächtiges Wesen gegen Feinde antreten.
Neu im dritten Teil: Jeweils zwei der Charaktere können eine Ouroboros-Fusion ausführen und somit als mächtiges Wesen gegen Feinde antreten.  © Nintendo

Doch auch Neulinge müssen keine Scheu haben, den Titel auszuprobieren. In einem mehr oder weniger siebenstündigen Tutorial werden alle Kniffe des Kampfsystems und der Welt ausführlich und verständlich erklärt.

Ihr bewegt Euch in einer offenen Welt genretypisch zu einem bestimmten Ziel, während Euch auf der Weltkarte immer wieder teils riesige Kreaturen vor die Füße laufen. Dann startet der angesprochene Auto-Kampf, der auf den ersten Blick recht einfach aussieht, mit der Zeit aber zu einem komplexen Konstrukt heranwächst.

Eure Helden greifen größtenteils von selbst an. Über gezieltes Tastendrücken und gutem Timing entstehen allerdings Kombos und Fusionsangriffe, bei denen es auch auf die Position der Figuren ankommt.

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Neu in Teil 3 sind die sogenannten Ouroboros-Fusionen, bei der sich zwei der Figuren in ein mächtiges Monster verwandeln, das ordentlich Schaden austeilt. Dieses Kombinationen sind später auch dringend nötig, denn selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad verlangt der Titel einiges von Euch ab.

Wer dran bleibt, wird aber mit einem absolut runden und komplexen Spiel belohnt, in das man gut und gerne erneut locker 200 Stunden investieren kann. Wer darauf Lust hat und dem JRPG-Genre nicht abgeneigt ist, muss hier zugreifen.

Fazit zu Xenoblade Chronicles 3

Im Grunde genommen gibt es zwei Lager von Spielern: Die eine Hälfte, die schon bei den ersten Bildern zu "Xenoblade Chronicles 3" abwinkt und die andere Hälfte, die sich entweder schon ewig auf den Titel freut oder zumindest interessiert ist, ob hier wirklich ein gutes Spiel und kein 0815-Titel lauert. Zweiterer Gruppe kann ich versichern, dass die 60 Euro, die Ihr für den Titel berappen müsst, sehr gut angelegt sind!

Der dritte Teil der Serie (Xenoblade Chronicles X klammere ich hier einmal aus) überzeugt über die gesamte Spielzeit auf ganzer Linie und motiviert auch nach etlichen Spielstunden mit seinem ausgefeilten Kampfsystem, den wunderbaren Melodien und der fesselnden Geschichte immer weiterzuspielen.

Es ließe sich noch so viel sagen, was den Titel alles stark macht. Doch am Ende solltet Ihr bei diesem Paradebeispiel des Genres selbst herausfinden, was aus der etwas angestaubten Switch auch heute noch herauszuholen ist.

Titelfoto: Nintendo

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