Sexsüchtiger verklagt Twitch, weil er zu oft masturbieren muss

Netz -  Auf dem Live-Streaming-Videoportal Twitch geizen vor allem viele weibliche Streamer nicht mit ihren Reizen. Einem Nutzer wurde das jetzt offensichtlich zu viel...

Das Live-Streaming-Videoportal Twitch hat über 15 Millionen Nutzer pro Tag.
Das Live-Streaming-Videoportal Twitch hat über 15 Millionen Nutzer pro Tag.  © 123rf/ opturadesign

Online-Gamer Erik Estavillo reicht's! Der Sexsüchtige fühlt sich von Twitch in seiner Krankheit noch bestärkt und will nun rechtliche Schritte einlegen.

Wie DailyMail berichtet, folgt der Mann aus San Francisco insgesamt 786 weiblichen Spielern und "null männlichen Streamern".

Das Problem: Die Liste der Frauen wachse weiter, weil er wenig Kontrolle über seine Sucht habe.

Nun forderte er Schadensersatz in Höhe von 25 Millionen US-Dollar, woraufhin das Unternehmen die Klage als "frivol" und "absolut unbegründet" abwies.

Tatsächlich handelt es sich hierbei auch nicht um Estavillos ersten Rechtsstreit. In der Vergangenheit hatte er bereits Nintendo, Microsoft und Sony verklagt - ohne Erfolg.

In der Klage gegen Twitch behauptet Estavillo, er leide an Depressionen, Zwangsstörungen, Agoraphobie und Morbus Crohn. Vor allem seine Sexsucht hat sich dank der Internetseite massiv verschlimmert: 

"Twitch hat seinen Zustand extrem verschärft, indem er viele sexuell suggestive Streamerinnen durch Twitchs verdrehte Programmierung und seinen Netzcode angezeigt bekommt, was es dem Kläger nahezu unmöglich macht, Twitch zu verwenden, ohne solchen sexuell suggestiven Inhalten ausgesetzt zu sein", heißt es in der Anklage.

Twitch-User hat sich beim Masturbieren bereits mehrfach verletzt

User wie Pink_Sparkles heizen ihren Zuschauern mit tiefen Ausschnitten ein.
User wie Pink_Sparkles heizen ihren Zuschauern mit tiefen Ausschnitten ein.  © Screenshot twitch/pink_sparles

Da die Plattform über keinen Filter verfüge, bei dem man sich Nutzer anhand ihres Geschlechts aussuchen könne, sei es für ihn unmöglich, seine Sucht in den Griff zu kriegen.

In seiner 56 Seiten langen Beschwerde führt er ebenfalls die Namen einiger Streamerinnen auf, die seiner Meinung nach gesperrt werden müssten.

Weiterhin berichtet der Amerikaner davon, wie er sich beim Masturbieren mit einem Sexspielzeug verletzte, als er sich dazu auf Twitch diverse Clips weiblicher Nutzer ansah.

So fühle er sich dazu gezwungen, "jeden Tag seinen Penis mit dem Gerät wund zu scheuern". Dies habe bei Estavillo schon zu Rötungen und Infektionen an seinem Geschlechtsteil geführt.

Als wäre das nicht schon genug, macht er das Videoportal ebenfalls für seine blutunterlaufenen Augen verantwortlich, die durch das stundenlange Starren auf seinen PC hervorgerufen werden.

Zudem habe er einmal auf seinen Computer ejakuliert, was einen Kurzschluss und schließlich einen Stromausfall verursacht habe.

Ob Erik Estavillo mit dieser Klage durchkommt, bleibt mehr als fragwürdig.

Titelfoto: 123rf/ opturadesign; Screenshot twitch/pink_sparles

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