Tränen am Flughafen! Dubai-Rückkehrer: "Wussten nicht, ob wir wieder rauskommen"

Von Carla Benkö und Lilli Förter

München - Tränen, lange Umarmungen und erleichterte Gesichter: Nach der sicheren Ankunft am Münchner Flughafen mit einer Sondermaschine aus Dubai konnten etliche Reisende aufatmen.

Fluggäste einer Sondermaschine aus Dubai treffen am Flughafen München ein und werden dort von Familie und Freunden begrüßt.  © Armin Weigel/dpa

"Wir wussten nicht, ob wir wieder rauskommen", erzählte eine junge Frau am Abend unter Tränen. Sie saß auf einem Kreuzfahrtschiff fest, als die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten begannen, mit denen die amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran beantwortet wurden.

Eine Sondermaschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai mit deutschen Urlaubern an Bord war am späten Abend in München gelandet. Der Flug "EK 8051" kam nach Angaben des Münchner Flughafens gegen 21.20 Uhr an.

An Bord waren nach Angaben eines Sprechers des Reisekonzerns Tui unter anderem rund 200 Tui-Gäste. Wie genau die Plätze durch die Airline vergeben worden waren, war zunächst nicht bekannt.

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Die Tui-Touristen seien mit Bussen von Abu Dhabi, wo sie auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen festsaßen, zum Flughafen nach Dubai gebracht worden, schilderte der Sprecher.

"Ich glaube, wir hatten Glück, weil wir den Kleinen dabei hatten", sagte ein Familienvater mit Blick auf seinen Sohn. Das Kind sei quasi die Eintrittskarte in den Flughafen gewesen – Freunde der Familie seien lediglich auf einer Warteliste gelandet.

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Nahost-Konflikt: Zehntausende Urlauber sitzen in Golfregion fest

Die Emirates-Maschine mit deutschen Urlaubern an Bord landete am Dienstagabend in München.  © Armin Weigel/dpa

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen in der Region Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten.

Viele Golfstaaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen mit Luft- und Raketenangriffen auf den Iran begonnen, bei denen Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und andere führende Vertreter des iranischen Machtapparats getötet wurden.

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Das iranische Militär reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie Ziele in der Golfregion.

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