TV-Moderator schießt gegen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Hamburg - Der Nahost-Konflikt in Israel und im Iran hält die Welt weiterhin in Atem. TV-Moderator Michel Abdollahi (44) blickt mit großer Sorge und gleichzeitiger Hoffnung auf den Krieg in seiner Heimat - und übte nun scharfe Kritik an Deutschlands Staatsoberhaupt.

TV-Moderator Michel Abdollahi (44, Foto) hat scharfe Kritik an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geübt.  © Christian Charisius/dpa

Auf Instagram ging der gebürtige Iraner auf eine Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) ein, in der dieser den Angriff Israels und der USA auf den Iran als "völkerrechtswidrig" und "verhängnisvollen Fehler" bezeichnet hatte.

Dafür habe der Politiker viel Zustimmung aus Teheran [Irans Hauptstadt] sowie von der AfD bekommen. "Lieber Herr Bundespräsident, wenn man von Faschisten und von Terroristen Applaus bekommt, dann hat man so grundsätzlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann", wetterte Abdollahi.

Man könne die Frage der Völkerrechtswidrigkeit stellen, müsse im selben Zuge aber die schrecklichen Verbrechen des im Iran herrschenden Mullah-Regimes thematisieren, verdeutlichte der Wahl-Hamburger.

USA Mit Fake-Beifahrer auf der Überholspur: Polizei entlarvt skurrilen Trick

"Ich hätte mir gewünscht, dass Sie darauf aufmerksam gemacht hätten, dass diese Republik, diese Islamische Republik, immer noch Zigtausende Menschen inhaftiert hat, immer noch permanent Menschen hinrichtet und foltert in den Gefängnissen, immer noch auf seine Bevölkerung schießt", kritisierte der Moderator.

Anzeige

Michel Abdollahi kritisiert Frank-Walter Steinmeier in Video scharf

Michel Abdollahi stellt klar: "Die Islamische Republik muss weg!"

Frank-Walter Steinmeier (70) hatte in einer Rede den Angriff Israels und der USA auf den Iran als "völkerrechtswidrig" bezeichnet.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Er könne die Aussagen Steinmeiers, der sich seiner Meinung nach stets sehr wohlwollend gegenüber der Islamischen Republik geäußert und in seiner Zeit als deutscher Außenminister "sehr, sehr enge Beziehungen" nach Teheran gehabt habe, nicht nachvollziehen.

"Ich finde das ganz, ganz furchtbar. Sie müssen an der Seite des iranischen Volkes stehen und nicht an der Seite von Faschisten und von Terroristen", appellierte der 44-Jährige in Richtung des Politikers.

Für die Zukunft seines Heimatlandes gebe es nur eine erstrebenswerte Lösung: "Die Islamische Republik muss weg!", betonte Abdollahi abschließend.

Mehr zum Thema Iran: