Schüsse an Touristen-Hotspot: Mann feuert auf Urlauber - Frau stirbt

Teotihuacan (Mexiko) - Ein Mann hat am Montag in einer beliebten mexikanischen Touristenattraktion das Feuer eröffnet und dabei mehrere Touristen verletzt.

Mehrere Menschen wurden bei der Tat verletzt.  © Bildmontage: AFP PHOTO / MEXICAN RED CROSS

Wie das mexikanische Sicherheitskabinett mitteilte, hat am Montagmittag ein bewaffneter 27-jähriger Mann, Julio Cesar Jasso, in der Ruinenstadt Teotihuacán mehrere Touristen angeschossen, dabei wurden 13 Menschen verletzt.

Eine kanadische Touristin erlag noch vor Ort ihren Verletzungen.

Inzwischen wurde eine Liste der verletzten Touristen veröffentlicht, von denen sich einige noch im Krankenhaus befinden.

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Unter ihnen sind Staatsangehörige aus Russland, den Niederlanden, den USA und Kolumbien, darunter auch ein Kind, das im Beckenbereich von einer Kugel getroffen wurde.

Nach der Tat nahm sich der Angreifer das Leben.

Die historische Anlage gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen des Landes.

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Schütze hatte die Tat offenbar geplant

Gerichtsmediziner tragen die Leiche eines Opfers eine Pyramide hinunter, nachdem ein Bewaffneter laut Behörden das Feuer eröffnet hatte.  © Eduardo Verdugo/AP/dpa

Den ersten Ermittlungen zufolge "scheint es sich um einen gezielten Angriff zu handeln", sagte der Sicherheitsminister des Bundesstaates Mexiko, Cristóbal Castañeda, gegenüber Journalisten. Zudem wurden Munition, eine Pistole und ein Messer sichergestellt.

In Videos auf X ist zu sehen, wie der maskierte Täter von der Mondpyramide aus mehrere Schüsse abgibt, während Touristen panisch Schutz suchen.

Auf seinem Shirt stand "Disconnect and self-destruct", was auf Deutsch "Abschalten und sich selbst zerstören" bedeutet.

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Weitere Aufnahmen zeigen Rettungskräfte, die eine in ein weißes Laken gehüllte Leiche von der Pyramide hinuntertragen.

"Was heute in der Ruinenstadt Teotihuacán geschehen ist, schmerzt uns zutiefst", erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum auf X und sprach ihr Beileid aus. Auch die kanadische Außenministerin Anita Anand äußerte sich dort und sprach von einem "entsetzlichen bewaffneten Angriff".

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