Reykjavik/Washington, D.C. - Nicht nur in Grönland geht die Angst vor einer US-Übernahme um. Angesichts jüngster Äußerungen wächst auch die Sorge im rund 280 Kilometer entfernten Island.
Anlass zur Sorge gaben dabei Äußerungen des US-Politikers Billy Long (70), der von US-Präsident Donald Trump (79) vor Kurzem für den Botschafter-Posten in Island nominiert wurde.
Long hatte am Mittwoch im Repräsentantenhaus darüber gescherzt, nach einer möglichen Annexion Grönlands Island anschließend zum 52. Bundesstaat machen zu wollen. Witzig fand man diese Aussage in Island jedoch nicht.
"Das Außenministerium hat die US-Botschaft in Island kontaktiert, um die Richtigkeit der angeblichen Kommentare zu überprüfen", teilte das isländische Außenministerium gegenüber dem Magazin "Politico" am Donnerstag mit.
Auch die Insel-Bevölkerung reagierte umgehend und rief die isländische Außenministerin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir (60) in einer Petition dazu auf, Billy Long als neuen US-Botschafter abzulehnen.
Empörung über US-Aussagen: "Beleidigend für Island!"
"Diese Worte Longs, der von Donald Trump als Botschafter für Island nominiert wurde, mögen halbherzig geäußert worden sein, sind aber beleidigend für Island und die Isländer, die für ihre Freiheit kämpfen mussten und stets Freunde der Vereinigten Staaten waren", heißt es in der Petition.
Insgesamt 2398 Isländer haben diese Petition bereits unterzeichnet (Stand: 15. Januar, 16.50 Uhr).