Zwei Tote nach Brückeneinsturz: "Plötzlich gab es einen lauten Knall"

Lochem - Zwei Bauarbeiter kamen in den Niederlanden bei einem Unfall auf einer im Bau befindlichen Brücke ums Leben. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Gegen 11 Uhr am Mittwochmorgen kam es im Osten der Niederlande, etwa 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, zu einem schweren Industrieunfall.
Gegen 11 Uhr am Mittwochmorgen kam es im Osten der Niederlande, etwa 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, zu einem schweren Industrieunfall.  © ANP/AFP

Das teilte die regionale Sicherheitsbehörde Noord- en Oost-Gelderland am Mittwochnachmittag auf X mit. "Beim Bau einer Brücke kam es zu einem Arbeitsunfall. Leider gab es dabei zwei Todesopfer. Zwei Personen sind verletzt", so die Meldung.

Zuvor hatte die Behörde bereits mitgeteilt, dass ein Teil der im Bau befindlichen Brücke in Lochem, im Osten des Landes, eingestürzt sei. Ursprünglich war von vier Verletzten die Rede, drei davon schwer. Ob die beiden Todesopfer zu dieser anfänglichen Zahl gehören, ist derzeit unklar.

Wie RTV Oost berichtete, fiel während Hebearbeiten ein Brückenbogen aus etwa 30 Metern Höhe vom Kran, begann zu schwingen und stürzte auf ein Gerüst, auf dem Menschen arbeiteten. Zahlreiche Mitarbeiter, Schaulustige und Reporter beobachteten den Unfall.

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"Plötzlich gab es einen gewaltigen Knall", so ein Journalist der Lokalzeitung De Stentor. "Der gesamte Bogen begann zu schwingen. Dann stürzte das ganze Ding ein. Wir sahen zwei Bauarbeiter hinunterfallen."

Sicherheitsbehörde will "Lehren für die Zukunft" ziehen

Ein Brückenbogen geriet ins Schwanken und riss bei seinem Fall ein Baugerüst samt Arbeitern in die Tiefe.
Ein Brückenbogen geriet ins Schwanken und riss bei seinem Fall ein Baugerüst samt Arbeitern in die Tiefe.  © ANP/AFP

Projektleiter Max Schurink war ebenfalls vor Ort und sprach gegenüber RTV Oost von einem "sehr dramatischen Ereignis", dessen Hintergründe noch gänzlich im Dunkeln liegen. Die Verletzten wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken gebracht, sollen jedoch nicht in Lebensgefahr schweben.

Bei dem begonnenen Bauwerk handelt es sich laut lokalen Medien um eine neue Brücke über den Twente-Kanal. Rettungskräfte und Mitarbeiter einer Hilfsorganisation seien derzeit vor Ort, um die 30 bis 40 Menschen, die den tödlichen Brückenunfall mitangesehen haben, seelisch zu betreuen.

Das Unternehmen BMA Infra, das die Baustelle betreibt, äußerte sich bislang nicht zu dem Unglück. Ob es sich bei den beiden getöteten Männern um Mitarbeiter handelt, ist daher nicht offiziell bekannt.

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Beamte der niederländischen Arbeitsaufsichts- sowie der Sicherheitsbehörde wollen sich nun an den Unglücksort begeben, um prüfen, ob aus dem Unfall "Lehren für die Zukunft" gezogen werden können, so der lokale Sender.

Premierminister Mark Rutte drückt sein Beileid aus

Premierminister Mark Rutte (57) drückte den Beteiligten des Unfalls sowie den Angehörigen der Opfer auf der Plattform X sein Beileid aus.

"Tragische Nachrichten über einen schweren Unfall in Lochem, bei dem es zwei Tote und zwei Verletzte gab, nachdem ein Teil einer Brücke eingestürzt war", schrieb der Politiker. "Ich wünsche den Angehörigen und allen Beteiligten viel Kraft."

Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren.

Titelfoto: Montage: ANP/AFP (2)

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