Katastrophe in Wien: Vier Bauarbeiter von Betonmassen getötet

Wien - Dramatischer Großeinsatz in der österreichischen Hauptstadt: Ein Unfall auf einer Baustelle in Wien kostete am Dienstagnachmittag vier Menschen das Leben! Ein weiterer Bauarbeiter wurde schwer verletzt.

Die Berufsfeuerwehr in Wien war nach einem schweren Unfall auf einer Baustelle im Großeinsatz.
Die Berufsfeuerwehr in Wien war nach einem schweren Unfall auf einer Baustelle im Großeinsatz.  © Max Slovencik/APA/dpa

Eine Baukonstruktion war gegen 14.30 Uhr im Stadtteil Aslergrund zusammengekracht: "Im Zuge der Bauarbeiten im Innenhof stürzten Gerüst- und Schalungsteile sowie große Mengen an Beton in die Tiefe", erklärte Martin Hofbauer, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr, der Kronen Zeitung.

Demnach wurde dabei nicht nur die gesamte Konstruktion, sondern auch alle fünf sich auf ihr befindlichen Bauarbeiter gen Boden befördert.

Laut Deutscher Presse-Agentur (DPA) waren 120 Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz. Vier Arbeiter wurden bei dem Zwischenfall getötet, wie die Feuerwehr am Abend bestätigte.

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Ein 45 Jahre alter Bauarbeiter konnte laut Krone nach 90 Minuten als einziger Überlebender des tragischen Zwischenfalls schwer verletzt gerettet werden.

Der Mann erlitt schlimme Verletzungen am Kopf, der Wirbelsäule, sowie an Händen und Armen - er wurde umgehend in ein Schockraum gebracht.

Schwierige Bedingungen bei Opfer-Bergung in Wien

Es waren mehr als 120 Kräfte im Einsatz.
Es waren mehr als 120 Kräfte im Einsatz.  © dpa/APA | Max Slovencik

Unter kniffligen Bedingungen mussten sich die Helfer mit Werkzeugen und Händen durch die Betonmassen graben. Laut DPA kam auch ein Kran und eine Seilwinde zum Einsatz.

Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst war auch der Katastrophenhilfsdienst Wien im Einsatz. Die Porzellangasse rund um den Unfallort in der Nähe des Stadtzentrums wurde weiträumig abgesperrt. Es kam zu zahlreichen Staus und einem regelrechten Verkehrschaos, wie die Kronen Zeitung berichtete.

Am Unfallort sollen sich außerdem zahlreiche Schaulustige gesammelt haben, unter ihnen viele Schüler einer französischen Schule.

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Die Polizei hat mit der Zeugenbefragung begonnen, die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Titelfoto: Max Slovencik/APA/dpa

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