Nach dem Tod ihres Mannes schrieb sie ein Kinderbuch: Jetzt kommt die schockierende Wahrheit ans Licht

Utah (USA) - Ein jahrelanger Gerichtsprozess steht unmittelbar vor dem Abschluss. Die Immobilienmaklerin und Kinderbuchautorin Kouri Richins (35) wurde in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Sie hat ihren damaligen Ehemann Eric Richins (†39) mit einer Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl umgebracht und wenig später ein Kinderbuch über ihren toten Mann veröffentlicht.

Eric Richins (†39) ahnte, dass seine geliebte Frau ihn umbringen möchte. Doch ehe er einen Entschluss fassen konnte, war es bereits zu spät. Er hinterlässt seine drei Söhne Carter, Ashton und Weston.
Eric Richins (†39) ahnte, dass seine geliebte Frau ihn umbringen möchte. Doch ehe er einen Entschluss fassen konnte, war es bereits zu spät. Er hinterlässt seine drei Söhne Carter, Ashton und Weston.  © Fotomontage: Screenshot: facebook.com/richins1, Screenshot: walker-mortuary.com/

Mord mit besonders schwerer Schuld, versuchter Mord mit besonders schwerer Schuld, Urkundenfälschung und Versicherungsbetrug in zwei Fällen, so lautet einem Bericht des US-amerikanischen Nachrichtensenders "CNN" zufolge das Urteil über die 35-Jährige.

Das genaue Strafmaß wird am 13. Mai verkündet, jedoch ist davon auszugehen, dass die dreifache Mutter mindestens eine lebenslange Haftstrafe absitzen wird, auch wenn sie selbst und ihre Anwälte auf Unschuld plädieren.

In den vergangenen zwei Wochen sprachen mehr als 40 Zeugen vor dem achtköpfigen Gremium. Dabei kam heraus, dass Richins neben Problemen mit ihrem damaligen Ehemann auch eine Affäre sowie Schulden in Millionenhöhe hatte. Für all diese Probleme "gab es einen Ausweg - Eric musste sterben", so der Staatsanwalt Brad Bloodworth in seinem Schlussplädoyer. Eric wurde am 4. März 2022 tot in seinem Haus gefunden. Eine Autopsie ergab, dass er an einer Überdosis Fentanyl - einem extrem potenten Opioid - gestorben ist.

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Ungefähr ein Jahr später brachte Kouri Richins ein Kinderbuch mit dem Titel "Are you with me?" (zu Deutsch: "Bist du bei mir?") auf den Markt, das ihren drei gemeinsamen Söhnen dabei helfen sollte, mit dem Tod ihres Vaters klarzukommen.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass es in Wahrheit Kouri selbst war, die ihren drei Kindern den Vater, den sie über alles liebten, entrissen hatte.

Killer-Witwe hat Haushaltshilfe nach Drogen gefragt

Auch die ehemalige Haushaltshilfe der Familie Richins sagte laut einem Bericht von "BBC" vor Gericht aus. Kouri habe sie Anfang 2022 immer wieder nach dem verschreibungspflichtigen Medikament gefragt, das die Haushälterin auch dreimal für ihre Arbeitgeberin besorgte.

Zudem konnten die Ermittler etliche Suchanfragen von Kouri Richins wiederherstellen. Darunter fanden sie: "Was ist eine tödliche Dosis Fentanyl?", "Kouri Richins Kamas Vermögen", "Wenn jemand vergiftet wird, was wird dann auf der Sterbeurkunde vermerkt?" oder auch "Luxusgefängnisse für die Reichen in Amerika".

Giftmischerin soll Fentanyl in Cocktail gemischt haben

Um auf den Erfolg ihres Immobiliengeschäfts anzustoßen, mixte Kouri Richins für sich und ihren Mann Eric zwei Cocktails. Im "Lemon Drop" soll jedoch neben dem Alkohol auch das tödliche Fentanyl gewesen sein. (Symbolbild)
Um auf den Erfolg ihres Immobiliengeschäfts anzustoßen, mixte Kouri Richins für sich und ihren Mann Eric zwei Cocktails. Im "Lemon Drop" soll jedoch neben dem Alkohol auch das tödliche Fentanyl gewesen sein. (Symbolbild)  © Fotomontage: 123RF/d8nn, 123RF/lilechka75

Richins' Verteidiger behaupten, dass das Gericht keine handfesten Beweise gegen sie in der Hand habe und nur auf Grundlage von "hauchdünnen Beweise" ein Urteil gegen sie gefällt habe.

Doch in Anbetracht der Zeugenaussagen wirkt Richins alles andere als unschuldig. So wurde beispielsweise ein Wirtschaftsprüfer hinzugezogen. Vor Erics Tod hatte Kouri Schulden in Höhe von 1,6 Millionen Dollar, da ihr Immobiliengeschäft alles andere als gut lief. Ihr Ehemann war mit mehr als rund 2,2 Millionen Dollar versichert. Kurz vor dem plötzlichen Tod ihres Mannes reichte dieser einen Antrag auf Lebensversicherung ein, der einige Fehler aufwies. Auch Erics Unterschrift soll laut einem forensischen Gutachten sehr wahrscheinlich gefälscht worden sein.

Des Weiteren warf das Gericht der 35-Jährigen vor, den Mord an ihrem Ehemann bereits einige Zeit vorher geplant und auch bereits geprobt zu haben. So soll sie ihm am Valentinstag bereits ein vergiftetes Sandwich zu essen gegeben haben. Eric hatte an diesem Tag noch zwei Freunde angerufen und gesagt, dass er "Todesangst" habe.

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Am Abend seines Todes hat das Ehepaar mit einem Cocktail auf den "Erfolg" von Kouris Immobiliengeschäfts angestoßen.

"Man kann ein Sandwich mit Fentanyl würzen, Eric kann es essen, merken, dass etwas nicht stimmt, und das mit Fentanyl versetzte Sandwich beiseitelegen", erklärte der Staatsanwalt. "Man trinkt einen Lemon Drop Shot – bis Eric merkt, dass die Substanz drin ist, ist sie schon in seinem Körper."

Titelfoto: Fotomontage: 123RF/d8nn, Screenshot: walker-mortuary.com/

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