Hokkaido (Japan) - Schrecklicher Verdacht gegen einen Mitarbeiter: In einem der beliebtesten Zoos Japans soll ein Tierpfleger seine Ehefrau in der Zoo-Verbrennungsanlage eingeäschert haben.
Seit Anfang April galt die Frau des Zoo-Mitarbeiters als verschwunden. Schnell wurde ihr Ehemann zum Verdächtigen und seit vergangener Woche von der Polizei befragt.
Hier gestand der etwa 30-Jährige, laut Tokyo Reporter, "die Leiche in der Zoo-Verbrennungsanlage verbrannt" zu haben.
Die Anlage auf dem Gelände, eigentlich für die Entsorgung von Abfällen und Tierkadavern gedacht, hat er lokalen Berichten zufolge "einige Stunden lang" laufen lassen.
Außerdem habe er im Verhör angedeutet, auch für ihren Tod selbst verantwortlich zu sein. Bisher hat die Polizei keine menschlichen Überreste gefunden, weshalb die Beamten davon ausgehen, dass die Leiche vollständig verbrannt ist.
So soll der Tierpfleger laut lokalen Medienberichten seiner Frau bereits mehrfach angedroht haben, sie verletzen zu wollen.
Tierpark-Mitarbeiter müssen psychologisch betreut werden
Eigentlich sollte in dieser Woche der Asahiyama Zoo in Asahikawa aus seinem Winterschlaf geholt und die Sommersaison anlässlich der "Goldenen Woche" feierlich eingeweiht werden.
Doch wegen der Polizei-Ermittlungen wird der Start bis auf Weiteres verschoben: "Trotz unserer Kooperation mit den Beamten wird es einige Zeit dauern, bis wir wieder wie gewohnt arbeiten können", erklärt der Zoo auf seiner Website.
Nicht nur für die Tierpark-Mitarbeiter, die nun psychologisch betreut werden, ist die Nachricht ein Schock. Auch für Asahikawas Bürgermeister, Hirosuke Imazu, gelte die Situation als eine "beispiellose Krise. Niemand hätte das vorhersehen können."
Trotz der angespannten Lage kümmern sich die Mitarbeiter um die Tiere und bereiten auch weiterhin die Wiedereröffnung vor, so The Asahi Shimbun.