Privatklinik rückt Baby erst raus, wenn enorme Rechnung bezahlt wird

Dubai - Der Engländer Azhar Saleem (26) und seine Frau Syeda Khola Adnan (23) bekamen im Juli, drei Monate vor dem errechneten Termin, ihr Baby in Dubai. Weder das Datum noch der Ort waren geplant. Jetzt verlangt das Krankenhaus, eine sechsstellige Summe, ehe sie das Neugeborene nach Hause lassen.

Syeda Khola Adnan (23) und ihr Mann Azhar Saleem (26).
Syeda Khola Adnan (23) und ihr Mann Azhar Saleem (26).  © Screenshot/GoFundMe/Azhar Saleem

Das Kind sollte eigentlich in England, der Heimat des 26-jährigen Vaters, auf die Welt kommen Da es aber Schwierigkeiten mit dem Visum der Mutter gab und das Kind wegen Komplikationen schon vor dem errechneten Termin im Oktober per Kaiserschnitt geholt werden musste, erblickte das Frühchen in einer Privatklinik in Dubai das Licht der Welt.

Wegen der Komplikationen war es für eine Fahrt in ein staatliches Krankenhaus schon zu spät.

Nur 400 Gramm wog das Baby, ein Mädchen namens Amal, bei ihrer Geburt und war dabei nicht größer als eine Hand. Jetzt benötigt es intensive Pflege und viele Behandlungen.

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Noch ist es zu schwach, um aus dem Krankenhaus entlassen zu werden.

Das heißt, die Kosten steigen von Tag zu Tag, so das Ehepaar auf ihrer GoFundMe-Seite.

Damit ist das Drama aber noch nicht vorbei

Das Frühchen Amal erblickte nach nur 23 Wochen auf die Welt.
Das Frühchen Amal erblickte nach nur 23 Wochen auf die Welt.  © Screenshot/GoFundMe/Azhar Saleem

Die Eltern können sich die enorme Krankenhausrechnung von rund 112.800 Euro nicht leisten. Ehe sie die aber nicht beglichen haben, rückt die Privatklinik das Kind nicht heraus.

Monatliche Raten, die dem Einkommen des Paares angepasst sind, kommen für die Klinik nicht infrage. Eine enorme Summe, die jetzt aufgebracht werden muss, um das kleine Mädchen nach Hause zu holen.

Seit Anfang September sammeln die Eltern Spenden, da sie keine andere Möglichkeit mehr sehen. Auch verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen haben auf ihren Hilferuf noch nicht reagiert.

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Azhar ist inzwischen wieder in Großbritannien und arbeitet, seine Frau ist währenddessen alleine in Dubai. Bis das Kind aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, dauert es noch drei bis vier Monate, so Syeda. Bis dahin wird sich die Rechnung voraussichtlich verdoppeln.

Ziel der Spendenaktion sind zunächst umgerechnet 112.800 Euro. Gespendet wurden bisher etwa 20.624 Euro.

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