Mutter (16) tötet ihr neugeborenes Baby und versteckt es in Gefriertruhe

Stanowo (Polen) - Was für ein entsetzliches Familiendrama, was für eine schaurige Tat! Die Leiche eines Neugeborenen wurde am Sonntag in der Gefriertruhe eines Kühlschranks gefunden. Die Mutter des toten Babys soll erst 16 Jahre alt sein.

In einer Wohnung in Polen wurde die Leiche eines Babys in einem Gefrierschrank gefunden. (Symbolbild)
In einer Wohnung in Polen wurde die Leiche eines Babys in einem Gefrierschrank gefunden. (Symbolbild)  © 123rf.com/simondannhauer

Der leblose Körper war in einer Wohnung in Stanowo in Polen versteckt, dort wurde er auch entdeckt. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Polsat News sei das Kind erstochen worden. Das habe inzwischen auch eine Sprecherin der Bezirksstaatsanwaltschaft in Gdańsk (Deutsch: Danzig) bestätigt.

Eine Sprecherin des Kreispolizeipräsidiums in Sztum teilte mit, dass die Leiche bereits zur Autopsie gebracht wurde. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass das Baby ermordet wurde, möglicherweise mit einem scharfen Gegenstand.

Ersten Erkenntnissen zufolge wurde das kleine Wesen im neunten Schwangerschaftsmonat geboren und sei lebend auf die Welt gekommen, sagte Staatsanwältin Grażyna Wawryniuk. Sie fügte hinzu, dass es ein Junge war.

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"Die unmittelbare Todesursache war ein hämorrhagischer Schock durch mehrere Verletzungen." Das heißt, es wurden Blutungen festgestellt, die offensichtlich durch Fremdeinwirkung entstanden waren.

"Die Geburt fand etwa eine Woche vor dem Fund der Leiche statt", sagte Wawryniuk weiter. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus.

Minderjährige Mutter gestand gegenüber einer Ärztin die Tat

Die 16-jährige Mutter habe zu Hause entbunden. Weil es der Jugendlichen danach sehr schlecht ging, suchte sie eine Ärztin auf, die das Mädchen untersuchte und feststellte, dass die Minderjährige vor Kurzem schwanger gewesen war. Schließlich gestand sie alles und verriet den Ort, an dem sie die Leiche des Säuglings zurückgelassen hatte.

In dem Fall wird nun ermittelt. Eine Anhörung der mutmaßlichen Täterin stehe noch aus. Ihr Motiv ist bislang nicht bekannt. Es werde auch geprüft, ob die junge Frau schuldfähig ist.

Wie die Sprecherin ergänzte, beantragte die Staatsanwaltschaft ihre Unterbringung in einer Jugendunterkunft.

Titelfoto: 123rf.com/simondannhauer

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