Alarmierender Trend: Immer mehr Menschen sterben beim Baden - vor allem jüngere
Von Bettina Grönewald
Düsseldorf - Die Zahl der Badetoten in Nordrhein-Westfalen ist in den ersten sieben Monaten dieses Jahres stark gestiegen.
Nach einer Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind in NRW bis Ende Juli bereits 50 Menschen ertrunken. Das sind rund 43 Prozent oder 15 Menschen mehr als im selben Vorjahreszeitraum. Mit 42 Opfern waren die weitaus meisten männlich.
Nur in Bayern sind mit 54 Opfern noch mehr Menschen in Gewässern zu Tode gekommen als im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die Zahlen entsprechen dem Bundestrend: In ganz Deutschland stieg die Zahl der Badetoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um 15 auf 261.
Vor allem im Juni sei die Zahl der Badeunfälle dramatisch angestiegen, bilanzierte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Zuletzt habe es im Jahr 2023 bundesweit über 100 Opfer in diesem Sommermonat gegeben.
Auch in NRW hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum (12) fast verdoppelt.
Die meisten Menschen ertranken hier in Flüssen (19), gefolgt von Seen (16) und Kanälen (9). Zwei Opfer kamen in Schwimmbädern zu Tode, jeweils eine Person in einem Teich und in einem Bach.
Badetote im Alter von elf bis 20 Jahren stellten mit 12 Opfern die größte Gruppe – dreimal mehr als im Vorjahreszeitraum. Drei Opfer waren noch jünger.
Titelfoto: Helmut Fricke/dpa
