200 Bomben und Granaten in Hamburg gefunden

Hamburg - Mehr als 200 Weltkriegsbomben und Granaten sind 2022 in Hamburg geborgen und sichergestellt worden. Wie viele Sprengsätze insgesamt noch in der Hansestadt vergraben sind, ist unklar.

Im Oktober 2022 wurde eine 500-Pfund-Bombe im Hamburger Hafen gefunden.
Im Oktober 2022 wurde eine 500-Pfund-Bombe im Hamburger Hafen gefunden.  © Screenshot/Twitter/FeuerwehrHH

Ein Ende sei nicht in Sicht, sagte Sprengmeister Michael Hein auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Theoretisch könnten es noch über 1300 Bomben sein."

Nach Angaben der Hamburger Feuerwehr waren unter den Funden neun Sprengbomben, davon eine mit einem besonders gefährlichen Säurezünder.

Auch 42 Granaten mit unterschiedlichsten Kaliber sowie weitere Handgranaten, Panzerfäuste und Gewehrmunition wurden gefunden. Acht Sprengbomben seien entschärft und eine gesprengt worden.

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Es gehe weiterhin eine Gefahr von vergrabenen Bomben und Kampfmitteln aus. Die Hinterlassenschaften eines Krieges zu beseitigen, sei eine Generationsaufgabe.

"Dies wird sich auch beim Wiederaufbau der Ukraine zeigen", sagte Hein.

1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition liegen in Nord- und Ostsee

Die Munitionsaltlasten beschäftigen nicht nur Hamburg, sondern den gesamten Norden. Auf dem Grund von Nord- und Ostsee liegen nach Schätzungen des Umweltministeriums in Schleswig-Holstein rund 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition, die zunehmend verrottet.

Austretende Stoffe drohen die Umwelt zu gefährden.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/FeuerwehrHH

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