Köln - Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Im Zuge der Bauarbeiten im Johannes-Giesberts-Park in Köln-Nippes wurde am Freitagmorgen wie vermutet eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Blindgänger ist seit dem Nachmittag entschärft.
Bei dem Fundstück handelte es sich nach Angaben der Stadt Köln um eine rund 500 Kilogramm schwere Bombe amerikanischer Machart mit Front- und Heckaufschlagzünder.
Für die Entschärfung war der Kampfmittelbeseitungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) ebenso wie das Ordnungsamt der Stadt im Einsatz. Gemeinsam haben die Expertinnen und Experten zuvor einen Gefahrenbereich mit einem Radius von 500 Metern festgelegt.
Mittlerweile ist die Bombe entschärfte und die Straßensperren wieder aufgehoben. Für Autofahrende gilt trotzdem der Hinweis, dass der Evakuierungsradius noch bis zum Abend weiträumig umfahren werden sollte.
In unserem TAG24-Liveticker haben wir Dir alle wissenswerten Informationen rund um die Bombenentschärfung festgehalten.
10. Juli, 16.12 Uhr: Einsatz im Johannes-Giesberts-Park beendet
Der Blindgänger ist entschärft, die Evakuierten auf dem Weg in ihre Häuser und Wohnungen.
Die Stadt Köln hat den Einsatz inzwischen offiziell für beendet erklärt. Der betroffene Park in Köln-Nippes wird am kommenden Montag (13. Juli) wieder geöffnet.
10. Juli, 15.22 Uhr: Blindgänger erfolgreich entschärft
Entwarnung: Die Bombe ist entschärft!
Alle Straßensperrungen werden ab sofort nach und nach aufgelöst. Autofahrende werden trotzdem gebeten den Evakuierungsradius weiterhin großräumig zu umfahren, um Staus und andere Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.
Die Linien 16, 124 und 140 der KVB werden in den Folgestunden ihre Fahrpläne wieder regulär aufnehmen.
10. Juli, 14.33 Uhr: Freigabe zur Entschärfung erteilt
Laut der Stadt ist die Evakuierung inzwischen abgeschlossen, die Freigabe zur Entschärfung wurde erteilt.
Über den genauen Zeitpunkt - wann schlussendlich Entwarnung gegeben werden kann - ist momentan noch nichts bekannt.
10. Juli, 13.32 Uhr: KVB ändert Fahrplan
Die KVB-Straßenbahn-Linie 16 wurde getrennt und fährt aktuell nicht mehr durch den Evakuierungsbereich. Auch die Busse der Linien 124 und 140 umfahren die Zone.
10. Juli, 13.08 Uhr: Zweiter Klingeldurchgang läuft, Zoobrücke gesperrt
Wie die Stadt mitteilt, läuft der zweite Klingeldurchgang auf Hochtouren.
Darüber hinaus wird nun, wie angekündigt, auch die Zoobrücke gesperrt: Ab sofort ist die Rheinquerung ab der Inneren Kanalstraße in Richtung Deutz nicht mehr befahrbar. In Richtung Innenstadt wird die Brücke im weiteren Verlauf des Einsatzes bis zur Abfahrt Niederländerufer gesperrt.
10. Juli, 13.03 Uhr: Evakuierung von Kinderklinik ist abgeschlossen
Die Evakuierung der Kinderklinik an der Amsterdamer Straße ist abgeschlossen. Alle 43 Patientinnen und Patienten wurden erfolgreich ins Krankenhaus nach Holweide gebracht.
Dafür im Einsatz war neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehr der Stadt Köln.
10. Juli, 12.18 Uhr: Anlaufstelle wird klimatisiert
Aufgrund der Hitze, die für Freitag in Köln angesagt ist, hat die Stadt eigenen Angaben zufolge Maßnahmen getroffen, um die Turnhalle am Erich-Kästner-Gymnasium, die als Anlaufstelle für die Evakuierten dient, zu klimatisieren.
10. Juli, 12.11 Uhr: Stadt richtet Appell an Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger
Die Stadt Köln bittet Autofahrer dringed darum, den Bereich rund um die Evakuierungszone zu meiden. Zudem werden Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radlerinnen und Radler angehalten, keine Grünflächen innerhalb des Gefahrenbereichs mehr zu betreten.
"Je schneller sich keine Menschen mehr im Gefahrenbereich aufhalten, desto schneller kann der Blindgänger entschärft werden", betont die Stadt.
10. Juli, 12.04 Uhr: Krankentransporte laufen nach Plan
Der Transport der jungen Patientinnen und Patienten aus dem Kinderkrankenhaus nach Holweide läuft nach Angaben der Stadt bislang nach Plan. Wie viele Kinder noch evakuiert werden müssen, teilt die Stadt jedoch nicht mit.
10. Juli, 11.03 Uhr: Evakuierung läuft bislang ohne Zwischenfälle
Die Evakuierungsmaßnahme rund um die Fundstelle läuft bislang ruhig und ohne Zwischenfälle ab.
10. Juli. 10.21 Uhr: Der Zoo bleibt weiter geöffnet - so kommst Du zum Tierpark
Der Kölner Zoo befindet sich nicht in der Evakuierungszone und bleibt am Freitag wie gewohnt geöffnet.
Bei der Anfahrt zum Tierpark sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Zufahrt über die Stammheimer Straße nicht möglich ist.
Die Straßenbahn-Linie 18 verkehrt jedoch im regulären Betrieb, auch die Haltestelle "Zoo/Flora" bleibt geöffnet. Zudem ist die Anfahrt bis zum Parkplatz unter der Zoobrücke weiterhin möglich, wie der Zoo mitteilt. Besucherinnen und Besucher sollten dafür demnach allerdings mehr Zeit einrechnen.
10. Juli, 10.17 Uhr: Erster Krankentransport hat begonnen
Ein Patiententransportzug hat inzwischen bereits erste Patientinnen und Patienten aus dem Kinderkrankenhaus aufgenommen und ist auf dem Weg nach Holweide.
10. Juli, 10.13 Uhr: Krankenhaus Holweide soll nicht mehr angefahren werden
Auch das Krankenhaus Holweide wird während der Evakuierung in Nippes abgemeldet, da dort evakuierte Patientinnen und Patienten aus der Kinderklinik auf der Amsterdamer Straße untergebracht werden. Davon ausgenommen ist der Kreißsaal, der weiterhin zur Verfüfung steht.
Angehörige, die Patientinnen und Patienten in Holweide besuchen wollen, werden gebeten, am Freitag und Samstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die Parkflächen dringend für die Einsatzfahrzeuge benötigt werden und somit keine Parkplätze zur Verfügung stehen.
In Notfällen stehen die Uniklinik Köln sowie die Krankenhäuser in Köln-Porz und Leverkusen bereit.
10. Juli, 10.03 Uhr: Diese Straßen werden gesperrt
Inzwischen ist klar, welche Straßen im Zuge der Bombenentschärfung gesperrt werden müssen. Betroffen sind:
- Amsterdamer Straße/Xantener Straße
- Theodor-Schwann-Straße Höhe Hausnummern 17/20
- Am Botanischen Garten Höhe Hausnummern 59/66
- Johannes-Müller-Straße/Garthestraße
- Sieboldstraße Höhe Hausnummern 8/11
- Stammheimer Straße/Bodinusstraße
- Lennéplatz
- Frohngasse/Riehler Straße
- Riehler Straße/Amsterdamer Straße
- Lentstraße Höhe Hausnummern 3/6
- Innere Kanalstraße/Niehler Straße
- Auerstraße/Schneider-Clauss-Straße
- Kuenstraße/Schneider-Clauss-Straße
- Beuelsweg Höhe Hausnummer 25
- Beuelsweg Höhe Hausnummer 3
- Florastraße Höhe Hausnummern 91/104
- Seekabelstraße Höhe Hausnummern 7/8
- Josefine-Clouth-Straße Höhe Hausnummern 32/41
- Kautschukstraße Höhe Hausnummer 6
- Auf dem Stahlseil Höhe Hausnummern 4a/7
- Josefine-Clouth-Straße/Auf dem Stahlseil
Sobald die Sperrungen eingezogen sind, können Personen den Gefahrenbereich nur noch verlassen.
10. Juli, 9.52 Uhr: Erster Klingeldurchgang hat begonnen, Anlaufstelle öffnet
Das Ordnungsamt hat mit dem ersten Klingeldurchgang begonnen.
Darüber hinaus teilt die Stadt mit, dass die Anlaufstelle am Erich-Kästner-Gymnasium voraussichtlich ab 10 Uhr öffnen wird.
10. Juli, 9.14 Uhr: Auch KVB-Betrieb betroffen
Von den Straßensperrungen betroffen sein wird auch der Betrieb der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), unter anderem auf der Stadtbahn-Linie 16 sowie den Buslinien 124, 140 und 186.
Weitere Informationen dazu werden noch mitgeteilt.
10. Juli, 9.07 Uhr: Wichtige Verkehrsachsen müssen gesperrt werden
Während der Entschärfung müssen zahlreiche Straßen rund um die Fundstelle gesperrt werden.
Unter anderem betroffen sein werden die Innere Kanalstraße, die Amsterdamer Straße, die Stammheimer Straße und der Alte Stammheimer Weg. Zudem wird voraussichtlich die Zufahrt zur Zoobrücke in Richtung des rechtsrheinischen Stadtgebiets nicht mehr möglich sein.
Welche Straßen darüber hinaus noch gesperrt werden müssen, will die Stadt zeitnah mitteilen.
10. Juli, 9.06 Uhr: Auch Kinderkrankenhaus muss geräumt werden
Wie schon im Vorfeld berichtet, muss auch das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße für die Entschärfung des Blindgängers evakuiert werden. "Dieses Szenario war im Vorfeld mit allen Beteiligten besprochen und geplant worden", teilt die Stadt dazu mit.
Betroffen sind 43 junge Patientinnen und Patienten, darunter 20 Frühchen und Kinder auf der Intensivstation, deren Eltern sowie das Klinikpersonal. Alle Betroffenen werden samt medizinischer Ausrüstung ins städtische Krankenhaus nach Holweide gebracht. Am Samstag soll der Rücktransport erfolgen.
Die Kliniken der Stadt Köln bitten in diesem Zusammenhang, das Kinderkrankenhaus in Nippes nicht anzufahren, sondern stattdessen die Uniklinik Köln oder die Häuser in Leverkusen und Köln-Porz aufzusuchen.
10. Juli, 8.52 Uhr: Über 4000 Anwohnerinnen und Anwohner müssen evakuiert werden, Anlaufstelle wird eingerichtet
Nach Angaben der Stadt Köln müssen rund 4300 Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser und Wohnungen verlassen, während die Bombe entschärft wird.
Für sie wird eine Anlaufstelle im Erich-Kästner-Gymnasium (Castroper Straße 7, 50735 Köln-Nippes) eingerichtet. Die Anlaufstelle wird mit Beginn des ersten Klingeldurchgangs öffnen, ein genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest.
Erstmeldung vom 10. Juli, 8.52 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 16.28 Uhr.