500-Kilo-Bombe in Nippes gefunden: Über 4000 Anwohner müssen evakuiert werden, auch Kinderkrankenhaus betroffen
Köln - Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Im Zuge der Bauarbeiten im Johannes-Giesberts-Park in Köln-Nippes wurde am Freitagmorgen wie vermutet eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Blindgänger muss noch heute entschärft werden.
Bei dem Fundstück handelt es sich nach Angaben der Stadt Köln um eine rund 500 Kilogramm schwere Bombe amerikanischer Machart. Sie hat einen Front- und Heckaufschlagzünder.
Für die Entschärfung ist der Kampfmittelbeseitungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) ebenso wie das Ordnungsamt der Stadt im Einsatz. Gemeinsam haben die Expertinnen und Experten einen Gefahrenbereich mit einem Radius von 500 Metern festgelegt.
Wann mit der Entschärfung begonnen werden kann, steht noch nicht fest.
In unserem TAG24-Liveticker liefern wir Dir alle wissenswerten Informationen rund um die Bombenentschärfung.
10. Juli, 11.03 Uhr: Evakuierung läuft bislang ohne Zwischenfälle
Die Evakuierungsmaßnahme rund um die Fundstelle läuft bislang ruhig und ohne Zwischenfälle ab.
10. Juli. 10.21 Uhr: Der Zoo bleibt weiter geöffnet - so kommst Du zum Tierpark
Der Kölner Zoo befindet sich nicht in der Evakuierungszone und bleibt am Freitag wie gewohnt geöffnet.
Bei der Anfahrt zum Tierpark sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Zufahrt über die Stammheimer Straße nicht möglich ist.
Die Straßenbahn-Linie 18 verkehrt jedoch im regulären Betrieb, auch die Haltestelle "Zoo/Flora" bleibt geöffnet. Zudem ist die Anfahrt bis zum Parkplatz unter der Zoobrücke weiterhin möglich, wie der Zoo mitteilt. Besucherinnen und Besucher sollten dafür demnach allerdings mehr Zeit einrechnen.
10. Juli, 10.17 Uhr: Erster Krankentransport hat begonnen
Ein Patiententransportzug hat inzwischen bereits erste Patientinnen und Patienten aus dem Kinderkrankenhaus aufgenommen und ist auf dem Weg nach Holweide.
10. Juli, 10.13 Uhr: Krankenhaus Holweide soll nicht mehr angefahren werden
Auch das Krankenhaus Holweide wird während der Evakuierung in Nippes abgemeldet, da dort evakuierte Patientinnen und Patienten aus der Kinderklinik auf der Amsterdamer Straße untergebracht werden. Davon ausgenommen ist der Kreißsaal, der weiterhin zur Verfüfung steht.
Angehörige, die Patientinnen und Patienten in Holweide besuchen wollen, werden gebeten, am Freitag und Samstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die Parkflächen dringend für die Einsatzfahrzeuge benötigt werden und somit keine Parkplätze zur Verfügung stehen.
In Notfällen stehen die Uniklinik Köln sowie die Krankenhäuser in Köln-Porz und Leverkusen bereit.
10. Juli, 10.03 Uhr: Diese Straßen werden gesperrt
Inzwischen ist klar, welche Straßen im Zuge der Bombenentschärfung gesperrt werden müssen. Betroffen sind:
- Amsterdamer Straße/Xantener Straße
- Theodor-Schwann-Straße Höhe Hausnummern 17/20
- Am Botanischen Garten Höhe Hausnummern 59/66
- Johannes-Müller-Straße/Garthestraße
- Sieboldstraße Höhe Hausnummern 8/11
- Stammheimer Straße/Bodinusstraße
- Lennéplatz
- Frohngasse/Riehler Straße
- Riehler Straße/Amsterdamer Straße
- Lentstraße Höhe Hausnummern 3/6
- Innere Kanalstraße/Niehler Straße
- Auerstraße/Schneider-Clauss-Straße
- Kuenstraße/Schneider-Clauss-Straße
- Beuelsweg Höhe Hausnummer 25
- Beuelsweg Höhe Hausnummer 3
- Florastraße Höhe Hausnummern 91/104
- Seekabelstraße Höhe Hausnummern 7/8
- Josefine-Clouth-Straße Höhe Hausnummern 32/41
- Kautschukstraße Höhe Hausnummer 6
- Auf dem Stahlseil Höhe Hausnummern 4a/7
- Josefine-Clouth-Straße/Auf dem Stahlseil
Sobald die Sperrungen eingezogen sind, können Personen den Gefahrenbereich nur noch verlassen.
10. Juli, 9.52 Uhr: Erster Klingeldurchgang hat begonnen, Anlaufstelle öffnet
Das Ordnungsamt hat mit dem ersten Klingeldurchgang begonnen.
Darüber hinaus teilt die Stadt mit, dass die Anlaufstelle am Erich-Kästner-Gymnasium voraussichtlich ab 10 Uhr öffnen wird.
10. Juli, 9.14 Uhr: Auch KVB-Betrieb betroffen
Von den Straßensperrungen betroffen sein wird auch der Betrieb der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), unter anderem auf der Stadtbahn-Linie 16 sowie den Buslinien 124, 140 und 186.
Weitere Informationen dazu werden noch mitgeteilt.
10. Juli, 9.07 Uhr: Wichtige Verkehrsachsen müssen gesperrt werden
Während der Entschärfung müssen zahlreiche Straßen rund um die Fundstelle gesperrt werden.
Unter anderem betroffen sein werden die Innere Kanalstraße, die Amsterdamer Straße, die Stammheimer Straße und der Alte Stammheimer Weg. Zudem wird voraussichtlich die Zufahrt zur Zoobrücke in Richtung des rechtsrheinischen Stadtgebiets nicht mehr möglich sein.
Welche Straßen darüber hinaus noch gesperrt werden müssen, will die Stadt zeitnah mitteilen.
10. Juli, 9.06 Uhr: Auch Kinderkrankenhaus muss geräumt werden
Wie schon im Vorfeld berichtet, muss auch das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße für die Entschärfung des Blindgängers evakuiert werden. "Dieses Szenario war im Vorfeld mit allen Beteiligten besprochen und geplant worden", teilt die Stadt dazu mit.
Betroffen sind 43 junge Patientinnen und Patienten, darunter 20 Frühchen und Kinder auf der Intensivstation, deren Eltern sowie das Klinikpersonal. Alle Betroffenen werden samt medizinischer Ausrüstung ins städtische Krankenhaus nach Holweide gebracht. Am Samstag soll der Rücktransport erfolgen.
Die Kliniken der Stadt Köln bitten in diesem Zusammenhang, das Kinderkrankenhaus in Nippes nicht anzufahren, sondern stattdessen die Uniklinik Köln oder die Häuser in Leverkusen und Köln-Porz aufzusuchen.
10. Juli, 8.52 Uhr: Über 4000 Anwohnerinnen und Anwohner müssen evakuiert werden, Anlaufstelle wird eingerichtet
Nach Angaben der Stadt Köln müssen rund 4300 Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser und Wohnungen verlassen, während die Bombe entschärft wird.
Für sie wird eine Anlaufstelle im Erich-Kästner-Gymnasium (Castroper Straße 7, 50735 Köln-Nippes) eingerichtet. Die Anlaufstelle wird mit Beginn des ersten Klingeldurchgangs öffnen, ein genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest.
Titelfoto: Bildmontage: Stadt Köln, Bernd Weißbrod/dpa
