Möglicher Bombenfund in Darmstadt: So lautet der Evakuierungsplan

Darmstadt - Der mögliche Fund einer Weltkriegsbombe im südhessischen Darmstadt hat eventuell eine Evakuierung zur Folge. Der mutmaßliche Blindgänger wurde nahe dem Nordbahnhof der Stadt entdeckt.

Der Fundort der mutmaßlichen Bombe nahe dem Darmstädter Nordbahnhof wurde abgedeckt. Am Wochenende soll das Objekt untersucht werden.  © 7aktuell.media

Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes werden den Fund am Wochenende freilegen und inspizieren. "Wenn es sich bei dem Objekt tatsächlich um eine Bombe handelt, wird diese – in Abhängigkeit von ihrer Beschaffenheit – entschärft oder kontrolliert gesprengt", teilte die Darmstädter Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Die Entschärfung soll am Sonntag stattfinden, wie aus einer bereits erlassenen Allgemeinverfügung der Stadt zu entnehmen ist.

Demnach hat der Evakuierungsbereich rund um den Fundort einen Radius von etwa 500 Metern. Eine genaue Karte hierzu wurde online veröffentlicht. Das Betretungsverbot gelte - wenn erforderlich - am Sonntag ab 7 Uhr und könne bis zum Abend andauern.

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Rund 200 Personen seien in diesem Fall von der Räumung betroffen. In der Mensa des Berufsschulzentrums (Alsfelder Straße 23) soll eine Aufenthaltsmöglichkeit eingerichtet werden.

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Der geplante Evakuierungsbereich hat einen Radius von etwa 500 Metern.  © Stadtverwaltung

Bei Evakuierung in Darmstadt vorsorglich Medikamente und Babynahrung mitnehmen

Mit Wasser gefüllte Container sollen bei einer Sprengung der Bombe das Areal des Darmstädter Chemiekonzerns Merk schützen.  © 7aktuell.media

"Das Vorgehen ist eng und sorgfältig mit allen Beteiligten abgestimmt, um die Auswirkungen dieser Arbeiten auf die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten", betonte Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey (CDU).

Die Darmstädter Stadtverwaltung erinnert daran, dass im Fall einer Räumung betroffene Anwohner "vorsorglich persönliche Medikamente, Babynahrung und Ähnliches in ausreichender Menge" mitnehmen sollen.

Wer einen Krankentransport benötigt, soll diesen bitte am Samstag zwischen 15 und 18 Uhr über das städtische Info-Telefon unter der Telefonnummer 06151132060 anmelden.

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Auch der Darmstädter Chemiekonzern Merk ist von der möglichen Bombenentschärfung betroffen. Auf dem Areal des Konzerns wurden bereits mit Wasser gefüllte Schiffscontainer aufgebaut, um das Chemiewerk bei einer eventuellen Sprengung der Weltkriegsbombe zu schützen.

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