Corona in Bayern: Staatsregierung warnt vor Delta-Variante, Schüler können Maske im Freien ablegen

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 645.222* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 15. Juni, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 623.810 wieder genesen, 15.110 Menschen sind gestorben.

In München wurden 44 neue Fälle gemeldet (Stand: 15. Juni, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 73.165* an. Enthalten in dieser Zahl sind 71.299 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1251 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 15,8 (RKI, Stand: 15. Juni).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

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Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 15. Juni, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 15. Juni, 14.28 Uhr: Impfungen von Abschlussklassen frühestens Ende Juni?

Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten.

Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen. "Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen."

Mitte Mai hatte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) erklärt, dass noch im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und "vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind".

Update 15. Juni, 14.22 Uhr: Bayerns Schüler dürfen bei Pausen im Freien Masken ablegen

Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen.

In den Pausen bestehe keine Maskenpflicht mehr, gleiches gelte etwa bei Wandertagen oder Exkursionen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (49, CSU) am Dienstag in München. Er betonte aber, dass die bestehende Infektionsschutzverordnung dafür nicht geändert werde, vielmehr werde sie nur präzisiert.

"Das ist keine Grundlegende Abkehr von der Maske", sagte Herrmann.

Kultusminister Michael Piazolo (61, Freie Wähler) ergänzte, dass das Kabinett letztlich keinen Beschluss zur Maskenpflicht gefällt habe, weil sich CSU und Freie Wähler in dem Punkt noch nicht gänzlich einig seien. "Haben die Argumente ausgetauscht, wir sind aber noch nicht zu einer einhelligen Meinung gekommen."

Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen. (Symbolbild)
Bayerns Schüler können unter freiem Himmel künftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update 15. Juni, 13.33 Uhr: Bayern warnt bei Pandemiebekämpfung vor Delta-Variante

Die bayerische Landesregierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine deutliche Warnung vor der in Großbritannien inzwischen dominanten Delta-Variante des Coronavirus ausgesprochen.

Nach Ansicht von Virologen sei diese zuerst in Indien bekanntgewordene Virus-Variante deutlich ansteckender und verursache schwererer Krankheitsverläufe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. An der Sitzung am Dienstag in München hatten auch Virologen teilgenommen.

In Bayern seien bereits 132 Fälle der Delta-Variante bekanntgeworden. Ihr Anteil sei innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit aber bereits von zwei auf zehn Prozent auch in Bayern gestiegen, sagte Herrmann.

Der Impffortschritt sei mit knapp 50 Prozent bei Erstimpfungen und 26 Prozent bei Zweitimpfungen gut, reiche aber noch nicht aus, um dem Pandemieverlauf alleine und ohne Einhaltung von Hygieneregeln zu begegnen.

Wenn alle Maßnahmen so blieben wie bisher, dann würden nach Einschätzung von Virologen die Infektionszahlen allein wegen der Delta-Variante nach oben gehen.

Update 14. Juni, 21.25 Uhr: Fußball-Verband hofft auf Einlenken der Politik

Der Bayerische Fußball-Verband hofft auf ein Entgegenkommen der Politik im Ärger um die Zulassung von Zuschauern bei Amateurspielen.

Laut des aktuellen Corona-Rahmenkonzepts dürfen maximal 500 Fans auf fest zugewiesenen Sitzplätzen die Partien der Hobbyvereine im Freistaat sehen. Die Regelung hatte BFV-Präsident Rainer Koch schon in der vorigen Woche als "absurd" kritisiert und auf größere Kapazitäten ausgerechnet bei Indoor-Events verwiesen.

Bei einem EM-Termin in der Münchner Arena sprach Koch am Montag mit Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) über das Thema. Daraufhin gab sich der BFV in einer Mitteilung "zuversichtlich", dass die Regelung angepasst wird, etwa an die Zuschauergrenzen in Sporthallen von 1000 Personen.

Im Ministerrat soll dies schon am Dienstag passieren, hofft der Verband.

Update 14. Juni, 15.30 Uhr: Klassik am Odeonsplatz darf als Pilotprojekt starten

2000 Besucher werden sich vor der Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz versammeln dürfen.
2000 Besucher werden sich vor der Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz versammeln dürfen.  © Peter Kneffel/dpa

Nun ist es endlich offiziell! Die Münchner Open-Air-Konzerte "Klassik am Odeonsplatz" am 9. und 10. Juli des Jahres sind mit 2000 Besuchern pro Konzert als Pilotprojekt genehmigt worden.

"Die Sehnsucht nach Kultur ist groß und die Ermöglichung dieser besonderen Open-Air-Konzerte ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Normalität", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (63. SPD) am Montag hinsichtlich der Entscheidung.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) kündigte allerdings an, man werde das Infektionsgeschehen bis dahin genau beobachten.

Corona in Baden-Württemberg: Delta-Variante breitet sich aus
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Delta-Variante breitet sich aus

Normalerweise dürfen an kulturellen Veranstaltung in Bayern derzeit höchstens 500 Menschen teilnehmen, wenn sie feste Sitzplätze haben.

Vor der Coronavirus-Pandemie konnten im Freistaat bei Konzerten an der Feldherrnhalle jeweils bis zu 8000 Besucher kommen.

Update 14. Juni, 14.35 Uhr: Markus Söder gegen vorschnelle Lockerung bei Maskenpflicht

Der Freistaat Bayern will die Maskenpflicht im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auch angesichts weiter sinkender Inzidenzen vorerst nicht aussetzen.

Warum Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) zur Zurückhaltung bei der Lockerung der Maskenpflicht in Bayern mahnt, erfahrt Ihr hier.

Update 14. Juni, 14.10 Uhr: Neue Zahlen für München

Die Sonne lockt viele Menschen in München ins Freie.
Die Sonne lockt viele Menschen in München ins Freie.  © Sven Hoppe/dpa

Update 13. Juni, 14.30 Uhr: Schweinfurt mit höchster Inzidenz - Lindau folgt

Schweinfurt und der Landkreis Lindau haben in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) derzeit die höchste Corona-Inzidenz.

Am Sonntag führte die Stadt Schweinfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 86 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Lindau folgte mit 73.

In Schweinfurt gingen die Corona-Infektionen auf Ausbrüche in zwei Großfamilien zurück, teilte die Stadt mit. Die Familien stünden nicht miteinander im Zusammenhang, auch habe es vorher keine großen Feierlichkeiten gegeben. Die Familien seien sehr kooperativ und in Quarantäne.

Auch Lindau am Bodensee hatte mitgeteilt, dass es kein "diffuses" Infektionsgeschehen gebe. "Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte", hatte es in einer Mitteilung geheißen. Auch an Schulen habe es Infektionen gegeben - "hierbei handelt es sich aber um Einzelfälle, die frühzeitig isoliert werden konnten".

Somit gebe es quasi "kaum ein Ausbruchsgeschehen" an Schulen.

Update 13. Juni, 7.40 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich kürzer.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz.

Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

In einer Woche beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Bayern erst Ende Juli.

Vor allem in den kalten Monaten musste man an der Grenze zu Österreich Wartezeiten einplanen. (Archiv)
Vor allem in den kalten Monaten musste man an der Grenze zu Österreich Wartezeiten einplanen. (Archiv)  © Tobias C. Köhler/dpa

Update 12. Juni, 17.01 Uhr: Landkreis will Ende der Maskenpflicht in Grundschulen - untersagt

Der Landkreis Rhön-Grabenfeld in Unterfranken hat ein Ende der Maskenpflicht für Grundschüler am Platz und auf dem Außengelände beantragt.

Jedoch habe die Regierung von Unterfranken dies nicht genehmigt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Damit gelte die Maskenpflicht ab Montag weiter, sagte eine Sprecherin.

Die Forderung von Landrat Thomas Habermann (CSU) für die Aufhebung basiert auf dem stabilen, niedrigen Inzidenzwert des Landkreises und auf den regelmäßigen Coronatest von Schülern. Steigende Temperaturen würden die Kinder mit Maske außerdem belasten, hieß es. Der Inzidenzwert lag am Samstag laut Robert Koch-Institut bei 8,8.

Wegen der stark sinkenden Zahlen hatte Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen gefordert. Auch Parteichef Hubert Aiwanger unterstrich dies am Samstag.

Der Koalitionspartner der Freien Wähler, die CSU, hatte bislang jedoch nicht erkennen lassen, die Maskenpflicht lockern zu wollen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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