Coronavirus: Bußgeld für falsche Angaben bei Restaurant-Besuch geplant

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Ein selbst gebasteltes Abbild eines Coronavirus wird hochgehalten.
Ein selbst gebasteltes Abbild eines Coronavirus wird hochgehalten.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

In Deutschland wurden mittlerweile 288.585 Infektionen bestätigt. 9468 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion, während 252.693 weitere als genesen gelten (Stand 28. September, 22.15 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 7,13 Millionen Infizierte und 204.905 Tote wurden bereits erfasst (Stand 28. September, 22.15 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 33,22 Millionen bestätigte Infektionen und 999.298 Todesfälle (Stand 28. September, 22.15 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 28. September, 22.25 Uhr: Bund bringt Ausschankverbot für Alkohol ins Spiel

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will der Bund den Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen. 

Um Infektionen in der Gastronomie zu minimieren, müssten bei ansteigendem Infektionsgeschehen "zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag.

Update, 28. September, 22.22 Uhr: Weiterer Corona-Fall bei den French Open

Bei den French Open der Tennisprofis hat es einen weiteren positiven Corona-Fall gegeben. Wie die Veranstalter in Paris am Montagabend mitteilten, wurde eine Doppelspielerin als "Kontaktperson" eingestuft, weil ihr Trainer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die namentlich nicht genannte Spielerin und ihre Doppelpartnerin wurden vom Turnier ausgeschlossen.

Schon in der Qualifikation hatte es einige positive Fälle gegeben, die für viel Unmut gesorgt hatten. Einige Spieler wie der Spanier Fernando Verdasco hatten ihren positiven Test angezweifelt und die Organisatoren dafür kritisiert, dass sie keinen zweiten Test hatten machen dürfen.

Zu den French Open: Angelique Kerber ist bei den French Open sang- und klanglos bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Die deutsche Nummer eins verlor am Montagabend bei nasskaltem Wetter in Paris gegen die erst 19 Jahre alte Slowenin Kaja Juvan mit 3:6, 3:6 und zeigte dabei eine ganz schwache Leistung. Ohne große Gegenwehr gab sich die 32 Jahre alte Kielerin nach 1:07 Stunden geschlagen. 

Damit ist die Bilanz der deutschen Tennis-Damen bislang desaströs. Nach Anna-Lena Friedsam, Andrea Petkovic und Tamara Korpatsch ist Kerber bereits die vierte Deutsche, die in der ersten Runde verloren hat. Am Dienstag sind noch Laura Siegemund und Julia Görges im Einsatz.

Die Zuschauer eines French-Open-Turniers tragen auf der Tribüne zur Eindämmung der Corona-Pandemie Masken.
Die Zuschauer eines French-Open-Turniers tragen auf der Tribüne zur Eindämmung der Corona-Pandemie Masken.  © dpa/AP/Alessandra Tarantino

Update, 28. September, 22.10 Uhr: Bund plant 50 Euro Corona-Bußgeld bei falschen Angaben in Restaurants

Der Bund will angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zulassen. 

Um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, sollen Ordnungsbehörden Verstöße etwa bei falschen persönlichen Angaben in Restaurants mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro belegen können, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt mit Mund-Nasen-Schutz zur Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Bundestag an.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt mit Mund-Nasen-Schutz zur Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Bundestag an.  © dpa/Michael Kappeler

Update, 28. September, 22.05 Uhr: Bund schlägt Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor

Der Bund schlägt angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus für Feiern in privaten Räumen eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer vor. In öffentlichen Räumen solle die Beschränkung bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage des Bundes zu den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag. 

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Eine Gesellschaft stößt mit Sektgläsern auf einen feierlichen Anlass an. Feiern wie diese könnten künftig bundesweit begrenzt werden. (Symbolbild)
Eine Gesellschaft stößt mit Sektgläsern auf einen feierlichen Anlass an. Feiern wie diese könnten künftig bundesweit begrenzt werden. (Symbolbild)  © 123rf/Yulia Grigoryeva

Update, 28. September, 22 Uhr: Coronavirus-Ausbruch bei CFC Genua: 14 positive Tests

Der italienische Fußball-Erstligist CFC Genua ist von einem Coronavirus-Ausbruch betroffen. Zwei Tage nach der Bekanntgabe, dass Torhüter Mattia Perin positiv getestet worden ist, ist die Zahl der Infizierten auf 14 gestiegen. Wie der Tabellenzwölfte der Serie A am Montagabend auf seiner Homepage mitteilte, sind sowohl Spieler als auch Mitarbeiter davon betroffen. 

Es seien nach den positiven Tests auf das Virus Sars-CoV-2 alle vorgeschriebenen Maßnahmen ergriffen und die Behörden informiert worden, hieß es.

Erst am Samstag hatte der Club die Coronavirus-Infektion von Torhüter Perin öffentlich gemacht und mitgeteilt, dass sich der Spieler unter medizinischer Aufsicht in häuslicher Quarantäne befindet. Noch am selben Tag hatte der Verein Coronatest bei allen Spielern und Mitarbeitern machen lassen. Deswegen hatte sich die Abreise zum Liga-Spiel beim SSC Neapel von Samstag auf Sonntag verschoben. Das Spiel war daraufhin vom Sonntagnachmittag auf den Abend verlegt worden. Genua hatte mit 0:6 verloren.

Noch nicht bekannt ist, wie die Liga auf den Coronavirus-Ausbruch reagiert. Genua soll laut Spielplan am Samstag den FC Turin empfangen, der SSC Neapel wird bei Juventus Turin erwartet.

Der italienische Fußballkeeper Mattia Perin gibt Anweisungen.
Der italienische Fußballkeeper Mattia Perin gibt Anweisungen.  © dpa/ANSA/Paolo Magni

Update, 28. September, 21.25 Uhr: Tschechische Regierung will wieder Ausnahmezustand verhängen

Angesichts steigender Corona-Zahlen will Tschechien wieder den Ausnahmezustand verhängen. Das sei sicherlich notwendig, sagte Regierungschef Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Montagabend im Fernsehsender Nova. Er gehe davon aus, dass das Kabinett am Mittwoch in Prag zu einer Sondersitzung zusammenkommen werde, um diesen Schritt zu beschließen.

Der Ausnahmezustand galt bereits im Frühjahr für zwei Monate und war Ende Mai ausgelaufen. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können die Gerichte höhere Strafen verhängen.

In Tschechien sollen am Freitag und Samstag Regionalwahlen sowie Ergänzungswahlen in einem Drittel der Wahlkreise zum Senat, dem Oberhaus des Parlaments, stattfinden. Eine Verschiebung hatte die Regierung zuletzt ausgeschlossen. Bei der Stimmabgabe soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Tschechien hatten in den letzten 14 Tagen die höchste Zahl an Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in Europa nach Spanien und Frankreich. Am Sonntag kamen 1305 Fälle hinzu, wie aus Behördendaten hervorging. Das war der höchste Zuwachs an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überstieg die Schwelle von 600. Deutschland hat eine Reisewarnung für ganz Tschechien ausgesprochen.

Roman Prymula, der Gesundheitsminister von Tschechien, spricht über die Entwicklung der Covid19-Epidemie in seinem Land.
Roman Prymula, der Gesundheitsminister von Tschechien, spricht über die Entwicklung der Covid19-Epidemie in seinem Land.  © dpa/CTK/Michal Kamaryt

Update, 28. September, 20.25 Uhr: Bayern prüft Verlängerung für Corona-Teststationen an Autobahnen

Angesichts der hohen Corona-Neuinfektionszahlen unter anderem in Teilen Österreichs erwägt Bayern eine Verlängerung für die Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe. Man prüfe derzeit die kurzfristige Verlängerung des Testangebotes für Reiserückkehrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montagabend mit. 

"Dies geschieht auch mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in grenznahen Regionen in Österreich und Tschechien, die in den zurückliegenden Tagen zu Risikogebieten erklärt wurden", so der Sprecher. Zudem seien die neuen, überarbeiteten Einreisequarantäneregeln des Bundes für Rückkehrer aus Risikogebieten noch nicht veröffentlicht worden.

Eigentlich hatte das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 8. September beschlossen, die Corona-Teststationen an den Autobahnen, an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg und am Zentralen Omnibusbahnhof München zum Ende der Sommer-Hauptreisezeit einzustellen - und zwar bis zum 30. September, das wäre an diesem Mittwoch. 

Die Autobahn-Teststationen befinden sich an den Raststätten Donautal-Ost (A3), Hochfelln-Nord (A8) und Heuberg (A93). Nun könnte sich dies wieder ändern und der Termin nach hinten verschoben werden.

Am Wochenende hatten sich zeitweise lange Staus vor der Teststation auf der Autobahn 93 gebildet. Nach der Einstufung von Tirol als Risikogebiet gab es dort lange Wartezeiten für die Reiserückkehrer, die sich dort auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen wollten.

Das Kabinett hatte beschlossen, die freiwerdenden Testkapazitäten "bedarfsorientiert" etwa für die kommunalen Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung zu stellen. Die Stationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben.

Eine Frau scannt mit ihrem Smartphone an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 (A93) an der Rastanlage Inntal-Ost einen QR-Code, mit dessen Hilfe man sich für den Test anmelden kann.
Eine Frau scannt mit ihrem Smartphone an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 93 (A93) an der Rastanlage Inntal-Ost einen QR-Code, mit dessen Hilfe man sich für den Test anmelden kann.  © dpa/Sven Hoppe

Update, 28. September, 20.20 Uhr: WHO will Corona-Schnelltests für ärmere Länder bereitstellen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO setzt auf Corona-Schnelltests zur Bekämpfung der Pandemie in ärmeren Ländern. 120 Millionen sogenannte Antigen-Tests sollen für 133 Länder mit kleinen und mittleren Einkommen zur Verfügung gestellt werden, kündigte die WHO am Montagabend in Genf an. Das soll umfangreiche Tests an Orten ermöglichen, an denen der Nachweis des Virus-Erbguts im Labor (ein sogenannter PCR-Test, wie er standardmäßig zum Nachweis des Virus genutzt wird) nur schwer oder zu langsam möglich ist.

Für das Projekt im Rahmen der WHO-Kampagne "ACT-Accelerator" (Access to Covid-19 Tools Accelerator) hat die Bill and Melinda Gates Stiftung demnach einen Vertrag mit den Herstellern SD Biosensor und Abbott geschlossen, der die Abnahme von 120 Millionen Tests zum Stückpreis von 5 US-Dollar garantiert. Insgesamt wären dafür 600 Millionen US-Dollar nötig. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria steuert 50 Millionen US-Dollar bei. Darüber hinaus erwarte man Unterstützung von anderen internationalen Institutionen wie Unicef und Weltbank sowie Staaten, sagte der Chef des Fonds, Peter Sands.

"Wenn Länder mit kleinem und mittleren Einkommen auf demselben Niveau testen würden wie Staaten mit hohem Einkommen, würden die 120 Millionen Tests weniger als zwei Wochen reichen", so Sands.

Die WHO empfehle die Schnelltests im Allgemeinen vor allem als Ergänzung zu PCR-Tests, sagte die WHO-Covid-19-Beauftragte Maria van Kerkhove. Antigen-Tests seien vor allem bei hoher Viruslast effizient und könnten helfen, wenn es etwa um die Nachverfolgung von Ausbrüchen rund um mindestens einen bereits per PCR-Test bestätigten Fall gehe. Wo Labortests tagelang dauern würden, seien Antigen-Tests dennoch eine sinnvolle Alternative.

Die Tests suchen in Abstrich-Proben nicht aufwendig nach dem Erbgut des Virus, sondern nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest wird innerhalb von 15 bis 30 Minuten auf einem Teststreifen angezeigt, ob das gesuchte Molekül gefunden wurde und die Person positiv ist oder nicht.

Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona-Schnelltest.
Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona-Schnelltest.  © dpa/Bodo Schackow/dpa-Zentralbild

Update, 28. September, 20.15 Uhr: Niederlande verschärfen Corona-Regeln für drei Wochen

Die Niederlande verschärfen angesichts schnell steigender Fallzahlen ihre Corona-Regeln für zunächst drei Wochen. "Jeder hat die alarmierenden Berichte gesehen", sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Montagabend in Den Haag. Daraus müssten jetzt Konsequenzen gezogen werden.

Dazu gehört, dass ab Dienstagabend alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden müssen. Cafés und Restaurants müssen um 22 Uhr schließen und dürfen ab 21 Uhr keine neuen Gäste mehr einlassen. Außerdem dürfen insgesamt nur noch 30 Menschen zugleich in einem Lokal sein, im Freien 40.

Für alle Kontaktberufe wie Friseur oder Masseur ist eine Registrierung der Kunden verpflichtend. Mund- und Nasenschutz wird für Geschäfte empfohlen, ist aber nicht Pflicht. Die Niederlande sind bei Gesichtsmasken bisher sehr zurückhaltend gewesen. Zuhause soll man nur noch drei Gäste empfangen. Außerdem sollen alle wieder möglichst von zu Hause aus arbeiten.

"Entweder wir schaffen es, die Zahl der Infizierungen zu senken oder wir schaffen es nicht", sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. "Dann sind härtere Maßnahmen nötig." Dies könne die Stilllegung des gesamten Gastronomie-, Sport- und Kultursektors sein. Es gehe dann wieder in Richtung Lockdown.

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in den Niederlanden zuletzt stark angestiegen. Am Samstag gab es laut der Universität Johns Hopkins rund 2760 Neuinfektionen in dem Land mit rund 17,5 Millionen Einwohnern. Die täglichen Fallzahlen waren damit höher als in Deutschland, das mehr als viermal so viele Einwohner hat.

Update, 28. September, 20.10 Uhr: Bundesländern fehlen Teams zur Kontaktverfolgung bei Corona

Einige Bundesländer haben zu wenig Personal zur Kontaktnachverfolgung bei Coronavirus-Infektionen im Einsatz - anders als im April verabredet. Bund und Länder hatten sich damals verständigt, mindestens fünf Personen pro 20.000 Einwohner einzusetzen. Auf Anfrage von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) erklärten jedoch mehrere Länder, aktuell seien weniger Teams im Einsatz.

Bayern hat demnach beispielsweise 13 Millionen Einwohner, also müssten dort 650 Teams zur Verfügung stehen. Der FDP-Landtagsabgeordnete Sebastian Körber erhielt den Angaben zufolge vergangene Woche jedoch die Auskunft der Staatsregierung, dass nur 288 solcher Teams "im Einsatz" seien. 

Baden-Württemberg müsste dem Bericht zufolge gemessen an der Bevölkerungszahl 553 solche Teams haben. Tatsächlich gibt es dort nach Auskunft des Gesundheitsministeriums aber nur 292, bis Ende dieser Woche sollen es 314 Teams sein.

In Hessen gebe es 268 Teams, gefordert wären 313, im Saarland existieren 34 Teams, nötig wären 50. Nur Bremen hat dem Bericht zufolge nach eigenen Angaben ausreichend Personal für diese Aufgabe. Die anderen Länder antworteten demnach ausweichend, gar nicht oder gaben an, dass ihnen diese Zahlen nicht vorliegen.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Berlin-Mitte mit Gesichtsschutzschirmen telefonieren im Lagezentrum des Gesundheitsamtes Mitte.
Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Berlin-Mitte mit Gesichtsschutzschirmen telefonieren im Lagezentrum des Gesundheitsamtes Mitte.  © dpa/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild

Update, 28. September, 19.25 Uhr: Corona nach Hochzeit in Polen - Gesundheitsamt sucht Kontaktpersonen

Nach einer Corona-Infektion von drei Personen aus dem Kreis Nordfriesland im Nachgang einer Hochzeit sucht das Gesundheitsamt nach Kontaktpersonen im Norden. Insgesamt hätten sieben Personen aus dem Kreis an der Hochzeitsfeier Mitte September in Polen teilgenommen, sagte Kreissprecher Hans-Martin Slopianka am Montag. 

Weil sich Symptome aber erst später zeigten, seien die Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erst später festgestellt worden. Zuvor hatten die "Husumer Nachrichten" über den Fall berichtet.

Laut dem Kreis hatten die Hochzeitsgäste in den vergangenen Tagen im Norden diverse Kontakte, die das Gesundheitsamt nun aufwendig zu rekonstruieren versucht. Die Suche dauere weiter an, sagte Slopianka. Betroffen sei beispielsweise auch eine Kita in Klanxbüll, die derzeit im Notbetrieb ist. Demnach hatte einer der Hochzeitsgäste Kontakt zu mehreren Erziehern der Einrichtung. Alle fünf wurden zwar negativ auf Covid-19 getestet, bei dreien sei der Kontakt aber eng gewesen. Sie müssten vorerst in Quarantäne bleiben, sagte der Kreissprecher.

Titelfoto: dpa/Michael Kappeler

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