Coronavirus: Deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen in Deutschland

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.090.098 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.761.750 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 49.499 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 24,3 Millionen Infizierte und 404.284 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 96,5 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.067.611 Todesfälle (alle Angaben Stand 20. Januar, 22.10 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 21. Januar, 6.39 Uhr: Müller: Corona verschärft Problem der Kinderarbeit

Entwicklungsminister Gerd Müller geht davon aus, dass die Corona-Pandemie das Problem der Kinderarbeit drastisch verschärfen wird.

"Die Corona-Krise ist eine Katastrophe für viele Kinder", sagte der CSU-Politiker anlässlich des Starts des von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Jahres gegen Kinderarbeit am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit könnten 320 Millionen Kinder nicht zur Schule.

Nach Schätzungen der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) werden laut Müller 24 Millionen Kinder nach Corona nicht in die Schulen zurückkehren, weil sie dann für das Überleben ihrer Familien arbeiten müssten. Schon vor der Pandemie habe die Zahl der unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen arbeitenden Kinder bei mehr als 70 Millionen gelegen.

"Das ist moderne Sklaverei", sagte Müller. Er forderte erneut, das sogenannte Lieferkettengesetz zügig auf den Weg zu bringen, um Kinderarbeit zu stoppen und Menschenrechtsstandards für deutsche Produkte sicherzustellen.

Update, 21. Januar, 6.17 Uhr: Deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

Pulsnitz: Intensivpflegerinnen sind in Schutzkleidungen auf der Covid-19-Intensivstation in der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.
Pulsnitz: Intensivpflegerinnen sind in Schutzkleidungen auf der Covid-19-Intensivstation in der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigt.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Januar, 6.10 Uhr: Antikörper-Therapien gegen Corona: Noch kein Zulassungsprozess in EU

In den USA bereits zugelassene Antikörper-Therapien gegen Covid-19 lassen in der EU weiter auf sich warten. Bislang läuft für keines der Mittel ein Zulassungsprozess bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA, wie aus Angaben auf der Behörden-Webseite hervorgeht.

In den USA haben zwei solcher Therapien seit November eine Notfall-Zulassung. Sie basieren auf sogenannten monoklonalen Antikörper, die im Labor hergestellt werden und das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen.

Die Mittel der Firmen Regeneron und Eli Lilly dürfen in den USA zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere Covid-19-Symptome entwickeln. Am stärksten profitieren Regeneron zufolge Probanden, deren Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Virus gebildet hat.

Update, 20. Januar, 20.46 Uhr: Der erste Fall in Deutschland? Mann stirbt nach zweiter Corona-Infektion

Tragischer Vorfall im Landkreis Freudenstadt (Baden-Württemberg).

Ein 73-jähriger Mann ist vor wenigen Tagen an seiner zweiten Corona-Infektion verstorben. Dies berichteten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung (SZ) am Mittwoch.

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Ein 73-Jähriger starb infolge einer zweiten Covid-19-Infektion. (Symbolbild)
Ein 73-Jähriger starb infolge einer zweiten Covid-19-Infektion. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 20. Januar, 18.26 Uhr: Neuer US-Präsident Biden: Wir können das Coronavirus besiegen

Der neue US-Präsident Joe Biden (78) hat sich zu Beginn seiner Amtszeit zuversichtlich gezeigt, dass die USA die Coronavirus-Pandemie hinter sich lassen können.

"Wir können das todbringende Virus besiegen", sagte Biden nach seiner Vereidigung vor dem Kapitol in Washington. Die USA müssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen, appellierte er. Biden will die Amerikaner unter anderem aufrufen, zunächst 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Die diesjährige Amtseinführung steht unter dem Eindruck der Corona-Pandemie: Anders als üblich gibt es für Biden kein Massenpublikum. Wegen der Erstürmung des Kapitols durch gewalttätige Anhänger seines Vorgängers Donald Trump (74) vor zwei Wochen wurden zudem die Sicherheitsvorkehrungen erheblich verschärft.

Trump blieb der Vereidigung als erster scheidender Präsident seit 1869 fern. Die ehemaligen Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton waren anwesend.

Joe Biden wird von Chief Justice John Roberts als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt, während Jill Biden die Bibel während der 59. Amtseinführung des Präsidenten vor dem US-Kapitol hält, während seine Kinder Ashley und Hunter zusehen.
Joe Biden wird von Chief Justice John Roberts als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt, während Jill Biden die Bibel während der 59. Amtseinführung des Präsidenten vor dem US-Kapitol hält, während seine Kinder Ashley und Hunter zusehen.  © Andrew Harnik/AP Pool/dpa

Update, 20. Januar, 17.56 Uhr: Merkel mahnt zu größter Vorsicht selbst bei 50er-Corona-Inzidenz

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat zu größter Vorsicht im Umgang mit der Corona-Pandemie selbst für den Fall gewarnt, dass wie angestrebt ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb einer Woche erreicht werden sollte.

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Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Mittwoch.
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Mittwoch.  © Fabrizio Bensch/Reuters/POOL/dpa

Update, 20. Januar, 17.40 Uhr: EU gibt Gas, Impfungen sollen viel schneller werden

Die Beschleunigung der Corona-Impfungen in Europa steht im Mittelpunkt eines Videogipfels der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend (ab 18.00 Uhr).

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen sprechen dabei auch über einen möglichen einheitlichen Corona-Impfpass. Darüber hinaus wollen die 27 Staaten Wege finden, die neuen, hoch ansteckenden Varianten des Corona-Virus zu bremsen.

Die EU-Kommission hat konkrete Impfziele vorgeschlagen: Bis zum Sommer sollen 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus immunisiert sein, bis März bereits 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und des Pflege- und Gesundheitspersonals.

Die Brüsseler Behörde hält das für machbar, zumal bald neue Impfstoffe auf den Markt kommen sollen. Zudem soll die Produktion der zugelassenen Mittel aufgestockt werden.

Um die zuerst in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virus-Mutationen aufzuspüren und einzudämmen, sollen alle 27 Staaten nach dem Vorschlag der Kommission mehr Proben mit der sogenannten Genom-Sequenzierung genauer untersuchen. Thema beim Gipfel ist zudem die gegenseitige Anerkennung von Schnelltests bei Reisen in der EU.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.  © Francisco Seco/AP Pool/dpa

Update, 20. Januar, 17.28 Uhr: Sechs Fälle von Corona-Variante in Berliner Klinik nachgewiesen

Auf einer Berliner Krankenhausstation ist bei vier Patienten und zwei Mitarbeitern die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante nachgewiesen worden.

"Es besteht keine Kenntnis von vorherigen Aufenthalten in Großbritannien", teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung am Mittwoch mit. Die neue Variante ist Experten zufolge infektiöser als bisherige Formen.

Alle Fälle betreffen eine Station der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie des Humboldt-Klinikums im Bezirk Reinickendorf, wie der kommunale Vivantes-Konzern mitteilte. Am Vormittag war zunächst von drei Patienten mit der neuen Variante die Rede. Diese seien durch ein berlinweites Routinescreening am 14. Januar aufgefallen, hieß es.

Update, 20. Januar, 16.37 Uhr: Russland will EU-Zulassung für Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Russland strebt eine Registrierung seines Corona-Impfstoffes "Sputnik V" in der Europäischen Union an. Ein entsprechender Antrag sei bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Mittwoch in Moskau mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet.

Mit einer Prüfung werde im nächsten Monat gerechnet. Bereits von diesem Freitag an will sich Russland die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von "Sputnik V" von der Weltgesundheitsorganisation WHO beurteilen lassen.

Wladimir Putin, Präsident von Russland.
Wladimir Putin, Präsident von Russland.  © Alexei Nikolsky/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Update, 20. Januar, 15.29 Uhr: Frankreichs Regierung plant vorerst keine schärferen Corona-Maßnahmen

In Frankreich soll es vorerst keine neuen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen geben.

"Diese Woche gibt es keine Änderung der nationalen Einschränkungen", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Staatschef Emmanuel Macron. Man wolle der abendlichen Ausgangssperre ab 18 Uhr erstmal eine Chance geben. "Die Situation ist fragil", sagte Attal allerdings.

Seit vergangenem Samstag gilt in Frankreich die Ausgangssperre ab 18 Uhr. Zuvor waren nur einige schwer von der Pandemie getroffene Départements von der Regelung betroffen. Nach 18 Uhr dürfen die Menschen im Land nun nicht mehr einkaufen, Sport an der frischen Luft machen oder spazieren gehen.

Ausnahmen gelten für den Arbeitsweg oder familiäre Notfälle. Attal sagte, die Regelung habe erste positive Wirkungen gezeigt - es sei aber noch zu früh, um eine generelle Aussage zu treffen.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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