Coronavirus: Esken schlägt kostenlose Nachhilfe für Schüler vor

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Ein selbst gebasteltes Abbild eines Coronavirus wird hochgehalten.
Ein selbst gebasteltes Abbild eines Coronavirus wird hochgehalten.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

In Deutschland wurden mittlerweile 277.831 Infektionen bestätigt. 9390 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion, während 241.125 weitere als genesen gelten (Stand 20. September, 12.40 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 6,76 Millionen Infizierte und 199.265 Tote wurden bereits erfasst (Stand 20. September, 12.40 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 30,8 Millionen bestätigte Infektionen und 957.316 Todesfälle (Stand 20. September, 12.40 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr >>> hier +++

Update, 20. September, 12.53 Uhr: Hubig für langfristige Bund-Länder-Kooperation bei digitaler Bildung

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat sich für eine langfristige Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der digitalen Bildung ausgesprochen. Einen Tag vor einem Treffen der Kultusministerkonferenz (KMK) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte die KMK-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur, es müsse jetzt überlegt werden, "wie Bund und Länder bei zentralen Fragen der Bildung über Programmlaufzeiten hinaus langfristig gute Kooperationen im Sinne der Schulen aufbauen können".

Mit Blick auf den Föderalismus in der Bildungspolitik sagte Hubig am Sonntag: "Wir haben zwar unterschiedliche Verantwortungsbereiche, aber wir stehen zusammen." Bei einem ersten Treffen in kleinerer Runde seien Mitte August bereits sehr gute Ergebnisse erzielt worden. "Vor allem sollte es darum gehen, wie wir bei digitaler Bildung mittel- und langfristig weiter gut vorankommen."

Dazu gehörten neben einem konkreten Zeitplan für Lehrer-Laptops auch Fragen nach intelligenter Lernsoftware. Die finanzielle Unterstützung des Bundes sei neben den finanziellen Anstrengungen von Ländern und Kommunen ein zusätzlicher Treibstoff für die Digitalisierung der Schulen.

"Die Corona-Pandemie hat uns allen sehr deutlich vor Augen geführt, wie wichtig Schule als Lern- und als Lebensort ist – und dass wir als Gesellschaft zusammenstehen müssen, um das Recht auf Bildung sicherzustellen", sagte Hubig. An dem Treffen sollen auch wieder Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken teilnehmen.

Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, lächelt bei der Vorstellung des OECD-Bildungsberichts.
Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, lächelt bei der Vorstellung des OECD-Bildungsberichts.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 20. September, 12.49 Uhr: Corona: Erstmals über 1000 Neuansteckungen am Tag in Ungarn

In Ungarn sind erstmals mehr als 1000 Menschen innerhalb von 24 Stunden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Krisenstab der ungarischen Regierung gab den Rekordwert am Sonntag mit 1070 an. 

Sechs Menschen starben in den letzten 24 Stunden an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das Virus Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann. Seit Beginn der Pandemie im März starben in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land 683 Menschen mit dem Coronavirus.

Die Zahl der Infektionen steigt in Ungarn seit Ende August stark an. Experten führen dies auf das sorglose Verhalten der Bevölkerung in den Sommermonaten zurück, als für das Land ein schwaches Infektionsgeschehen kennzeichnend war. Allein in den letzten sieben Tagen registrierten die Behörden 5681 Neuansteckungen. Die deutsche Bundesregierung hatte die Hauptstadt Budapest am vergangenen Mittwoch zum Risikogebiet erklärt.

Am burgenländischen Grenzübergang Klingenbach hat die Grenzschließung durch Ungarn aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Infektionen für keine Probleme gesorgt.
Am burgenländischen Grenzübergang Klingenbach hat die Grenzschließung durch Ungarn aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Infektionen für keine Probleme gesorgt.  © Robert Jaeger/APA/dpa

Update, 20. September, 12.47 Uhr: Open Air-Gottesdienst eröffnet Interkulturelle Wochen in Stralsund

Mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel sind am Sonntag die Interkulturellen Wochen der Hansestadt Stralsund eröffnet worden. Etwa 200 Menschen unterschiedlicher Herkunft feierten auf der Hansawiese am Strelasund den Gottesdienst der Stralsunder Kirchen und Freikirchen.

Erster Höhepunkt sollte am Nachmittag ein Fußballspiel sein, zu dem die Mannschaft syrischer Migranten des FC Al Karama aus Greifswald erwartet wurde. Die Mannschaft hatte sich im Sommer aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, weil die Spieler immer wieder rassistisch bepöbelt wurden.

Sie treffen jetzt auf den Kreisoberligisten ESV Lok Stralsund. Das Spiel findet unter dem Motto "Zusammen gewinnen" statt, in Anlehnung an das deutschlandweite Motto der Interkulturellen Woche in diesem Jahr "Zusammen leben – zusammen wachsen". Den Anstoß soll die Landesintegrationsbeauftragte Reem Alabali-Radovan geben.

Die Interkulturellen Wochen in Stralsund mit mehr als 20 Veranstaltungen bis zum 6. Oktober werden auch organisatorisch von Flüchtlingen begleitet, etwa als Ordner. In Stralsund engagieren sich etliche syrische Flüchtlinge im Nachbarschaftszentrum im Plattenbaugebiet Grünhufe. Sie hatten der Stadt unentgeltliche Hilfe in der Corona-Krise angeboten und halfen unter anderem bei Instandsetzungsarbeiten im Zoo.  

Update, 20. September, 12.34 Uhr: 400 Corona-Maßnahmen-Gegner demonstrieren in Hamburg

Mehrere Hundert Anhänger der "Querdenker" sind in Hamburg am Samstag auf die Straße gegangen. Unter lautstarkem Gegenprotest von rund zwei Dutzend schwarz gekleideten Antifa-Anhängern demonstrierten sie für die Aufhebung der Coronamaßnahmen. Die Polizei sprach von rund 400 Teilnehmern.

"Die Regierung manipuliert und betrügt" stand auf einem Plakat. Bei der Demonstration war auch eine Fahne der amerikanischen Verschwörungstheoretiker-Gruppe "QAnon" zu sehen.

In der Nähe hatte das Hamburger Bündnis gegen Rechts zeitgleich zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, zur der laut Polizei etwa 40 Demonstranten kamen. Polizisten hielten die Lager auseinander. Zu nennenswerten Zwischenfällen kam es zunächst nicht.

Drei Demonstranten tragen Plakate mit den Aufschriften (l-r) "Wir schaffen das ... Volk an die Wand zu fahren", "Erst die Impfung, dann das Vergnügen" und "Die Maske ? Der Maulkorb? Der ewige Geislerhut ! Nicht mit uns !!". Die Initiative Querdenken 40 demonstriert hier unter dem Motto "Gemeinsam und gewaltfrei für die Aufhebung der Coronamaßnahmen".
Drei Demonstranten tragen Plakate mit den Aufschriften (l-r) "Wir schaffen das ... Volk an die Wand zu fahren", "Erst die Impfung, dann das Vergnügen" und "Die Maske ? Der Maulkorb? Der ewige Geislerhut ! Nicht mit uns !!". Die Initiative Querdenken 40 demonstriert hier unter dem Motto "Gemeinsam und gewaltfrei für die Aufhebung der Coronamaßnahmen".  © Markus Scholz/dpa

Update, 20. September, 12 Uhr: Esken schlägt kostenlose Nachhilfe für Schüler vor

SPD-Chefin Saskia Esken hat angesichts der Corona-Pandemie kostenlose Nachhilfe für benachteiligte Schülerinnen und Schüler ins Gespräch gebracht. "Warum eröffnen wir den Schüler*innen nicht ein Abonnement auf einer qualitätsgeprüften Nachhilfeplattform?", sagte die Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag). Die Kosten könnten nach Eskens Worten mit dem Geld aufgefangen werden, das für - jetzt ausfallende - Fahrten ins Schullandheim vorgesehen gewesen sei.

"Wir müssen die Nachteile, die gerade sozial benachteiligten Familien und ihren Kindern aus der Pandemiebewältigung entstehen, so gering wie möglich halten und so weit wie möglich ausgleichen", betonte Esken. Bildungsgerechtigkeit bedeute in diesen Zeiten auch, dass Unterricht durchgehend und flächendeckend angeboten werde. Zudem müssten Kinder und Jugendliche, die etwa wegen Vorerkrankungen oder Quarantäne nicht am Präsenzunterricht teilnehmen könnten, technisch vernünftig ausgestattet werden.

Esken soll an diesem Montag an Beratungen der Landes-Bildungsminister mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Kanzleramt teilnehmen. Es dürfte vor allem wieder um die technische Ausstattung und Digitalisierung der Schulen gehen.

Nordrhein-Westfalen, Bottrop: Saskia Esken, Parteivorsitzende der SPD, steht während ihrer Sommerreise unter einem Schirm auf der Halde der Schachtanlage Prosper mit der Landmarke Tetraeder.
Nordrhein-Westfalen, Bottrop: Saskia Esken, Parteivorsitzende der SPD, steht während ihrer Sommerreise unter einem Schirm auf der Halde der Schachtanlage Prosper mit der Landmarke Tetraeder.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 20. September, 11.11 Uhr: Corona-Regeln missachtet: Polizei löst Party im James-Simon-Park auf

Die Berliner Polizei hat in der Nacht auf Sonntag erneut den James-Simon-Park in Mitte geräumt. Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Update, 20. September, 11.05 Uhr: Geringe Beteiligung bei Regionalwahlen in Italien befürchtet

In Italien haben am Sonntag Wahlen in sieben Regionen und zahlreichen Kommunen das Landes sowie die Abstimmung über eine Verkleinerung des Parlaments begonnen. Begleitet werden die Wahlen von Sorgen über eine mögliche geringe Wahlbeteiligung, auch wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Abstimmung gilt als wichtiger Stimmungstest für die Koalition von Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die mit der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung regierenden Sozialdemokraten des Partito Democratico (PD) drohen in mehreren Regionen das Amt des Präsidenten zu verlieren, die rechte Lega könnte dort triumphieren.

In Ligurien, der Toskana, dem Veneto, dem Aostatal, Kampanien, den Marken und Apulien sind 18,6 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. Die Wahllokale haben den ganzen Sonntag und am Montag bis 15.00 Uhr geöffnet, mit Ergebnissen wird am Montagnachmittag gerechnet. In den Wahllokalen gelten wegen der Corona-Pandemie, die Italien im Frühjahr besonders hart getroffen hatte, strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Dass traditionell in Schulen gewählt wird, verstärkt die Sorgen einiger vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus.

In einem Referendum dürfen zudem 51,6 Millionen Menschen entscheiden, ob sie einer angestrebten Verkleinerung des Parlaments zustimmen. Die Zahl der Senatoren und Abgeordneten in beiden Parlamentskammern soll um rund ein Drittel verringert werden. Die Zustimmung für die Reform, die von der Fünf-Sterne-Bewegung vorangetrieben wurde, gilt als relativ wahrscheinlich.

Rom: Ein Ordensbruder verlässt einen Wahllokal.
Rom: Ein Ordensbruder verlässt einen Wahllokal.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Update, 20. September, 9.41 Uhr: Söder hält Weihnachtsmärkte für möglich, aber mit Maske und weniger Alkoholkonsum

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann sich Weihnachtsmärkte in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie vorstellen - mit Maskenpflicht und weniger Alkohol. Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Update, 20. September, 9.33 Uhr: Wiesnlaune ohne Wiesn - Entspannte Stimmung ohne Zwischenfälle

Wirte und Geschäftsleute, aber auch die Sicherheitskräfte haben eine positive Bilanz des ursprünglich geplanten ersten Oktoberfesttages gezogen. Auch in der Nacht blieb es verhältnismäßig ruhig, wie die Polizei am Sonntagmorgen sagte. Zwar seien durchaus Feiernde in der Stadt unterwegs gewesen, einen direkten Bezug zum Oktoberfest und den Ersatzfeiern habe man aber nicht feststellen können, sagte ein Sprecher.

Auch ohne richtige Wiesn waren am Samstag viele Menschen in Tracht in die Stadt gekommen - bei strahlendem Sonnenschein und damit eigentlich perfektem Wiesnwetter. Vielerorts waren die Biergärten voll, mancher bekam keinen Platz oder musste warten: Überfüllung - fast wie auf der Wiesn. Das war aber vor allem dem schönen Wetter und der coronabedingt reduzierten Platzzahl geschuldet - und nicht dem Gedanken an den geplatzten Wiesnstart.

Es habe entspannte, gute Stimmung geherrscht, aber keine ausufernde Partylaune, hieß es. Die Gäste hätten sich an Corona-Regeln gehalten und friedlich gefeiert, sagte der Sprecher der Innenstadtwirte und Chef des "Augustiner Klosterwirt", Gregor Lemke. Er und seine Kollegen in gut 50 Wirtshäusern laden während der Wiesnzeit zur "WirtshausWiesn" - mit Wiesnbier, zünftiger Dekoration und teils mit Livemusik wollen sie für etwas Oktoberfeststimmung sorgen. Am Samstag hatte es in viele Gaststätten geheißen "Ozapft is".

"Wir sind bisher sehr zufrieden", sagte auch ein Sprecher des Vereins Citypartner, der unter anderem für mehrere Innenstadtgeschäfte mit eine Gutscheinaktion für das Tragen von Tracht geworben hatte. "Schon um 12.00 Uhr waren an diesem Traumtag alle Freischankfläche in der Innenstadt besetzt - ganz überwiegend mit Gästen in Tracht." Vor manchen Läden hätten sich Schlangen gebildet - mit korrektem Abstand. Es habe "eine wirklich wundervoll entspannte Stimmung" geherrscht, bei Einhaltung aller Vorgaben.

München: Auf dem Königsplatz stehen unter dem Motto "Sommer in der Stadt" ein Kettenkarussell, eine Achterbahn und ein Fahrgeschäft für Kinder sowie diverse Essensbuden. (Blick aus dem Riesenrad). Normalerweise wäre am 19.09.2020 auf der Theresienwiese das größte Volksfest der Welt eröffnet worden. Trotz der coronabedingten Absage der Wiesn finden aber Veranstaltungen und Aktionen in der Landeshauptstadt statt.
München: Auf dem Königsplatz stehen unter dem Motto "Sommer in der Stadt" ein Kettenkarussell, eine Achterbahn und ein Fahrgeschäft für Kinder sowie diverse Essensbuden. (Blick aus dem Riesenrad). Normalerweise wäre am 19.09.2020 auf der Theresienwiese das größte Volksfest der Welt eröffnet worden. Trotz der coronabedingten Absage der Wiesn finden aber Veranstaltungen und Aktionen in der Landeshauptstadt statt.  © Felix Hörhager/dpa

Update, 20. September, 8.41 Uhr: Vor UN-Generaldebatte: Gerechte Verteilung vom Impfstoffen gefordert

Die Entwicklungsorganisation One hat die Weltgemeinschaft aufgefordert, gemeinsam für eine gerechte Verteilung von künftigen Corona-Impfstoffen zu sorgen. "Impf-Nationalismus ist wie ein Gift - und das ist das letzte, was wir gerade brauchen", sagte der deutsche One-Direktor Stephan Exo-Kreischer mit Blick auf die Dienstag in New York beginnende Generaldebatte zum 75-jährigen Bestehen der Vereinten Nationen.

In der Pandemie schienen viele Regierungen zu vergessen, "dass es für globale Herausforderungen keine nationalen Lösungen gibt", beklagte Exo-Kreischer. Viele Länder schlössen Geschäfte mit Pharmafirmen ab, um sich Vorrechte für einen Impfstoff zu sichern. "Dabei denkt kaum einer daran, wie dieser Impfstoff auch den Menschen zugänglich gemacht werden kann, die am stärksten von Armut betroffen sind." Im Schnitt seien neue Medikamente bisher mit sieben Jahren Verzögerung in Entwicklungsländern angekommen.

"Wir fordern die Weltgemeinschaft auf, endlich an einem Strang zu ziehen", sagte Exo-Kreischer. "Konkret heißt das, dass insbesondere die reichen Industrieländer Geld in die Hand nehmen und es in die Covax-Initiative investieren."

In diesem Vorhaben arbeiten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die globalen Allianzen Gavi und Cepi daran, einen Impfstoff zu entwickeln und diesen auch den Ländern zur Verfügung zu stellen, die am stärksten von Armut betroffen sind - und das zu einem bezahlbaren Preis.

"Deutschland kann hier eine Führungsrolle einnehmen, indem es mit guten Beispiel vorangeht und diese internationale Impf-Initiative finanziell unterstützt", sagte Exo-Kreischer.

Glasfläschchen gefüllt mit dem neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" stehen während der klinischen Phase-3-Studien auf einem Tisch.
Glasfläschchen gefüllt mit dem neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" stehen während der klinischen Phase-3-Studien auf einem Tisch.  © Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa

Update, 20. September, 8.11 Uhr: Neue NHL-Saison könnte noch später starten

Wegen der Coronavirus-Pandemie könnte die neue Eishockey-Saison in der nordamerikanischen Profiliga NHL noch später als bislang geplant beginnen. Commissioner Gary Bettman sagte am Samstag (Ortszeit) am Rande des Auftakts des Stanley-Cup-Endspiels zwischen den Dallas Stars und den Tampa Bay Lightning: "Ich wäre nicht überrascht, wenn der Auftakt in den späten Dezember oder Januar rutschen würde." Der Start der ursprünglich ab Oktober geplanten Spielzeit 2020/21 war bereits zuvor auf den 1. Dezember verlegt worden.

An seinem Wunsch, alle 82 regulären Saisonspiele pro Team planmäßig austragen zu lassen, hält Bettman jedoch fest. Es sei aber noch ungewiss, ob Zuschauer in die Arenen dürften. Außerdem könne man noch nicht abschätzen, wann die Grenzen zwischen Kanada und den USA wieder regulär geöffnet sein werden. "Es gibt noch zu viele Dinge, die wir nicht wissen", erklärte Bettman.

Die NHL hatte schon die aktuelle Saison unterbrochen und den Spielbetrieb erst nach fünf Monaten in zwei sogenannten Blasen in den kanadischen Städten Edmonton und Toronto wieder aufgenommen.

NHL-Commissioner Gary Bettman spricht bei einer Pressekonferenz.
NHL-Commissioner Gary Bettman spricht bei einer Pressekonferenz.  © Charles Krupa/AP/dpa

Update, 20. September, 7.37 Uhr: Appell an UN: Wegen Pandemie stärker gegen Hunger und Armut vorgehen

Weil die Corona-Pandemie zugleich die weltweite Ernährungslage verschlechtert, fordert die Kinderhilfsorganisation World Vision mehr Engagement gegen Hunger, Armut und Ungleichheit. Diesen Appell richtete sie am Sonntag vor den Veranstaltungen zum 75. Geburtstag der Vereinten Nationen in New York an die Weltgemeinschaft. Aktuell leiden demnach weltweit 820 Millionen Menschen an Hunger. Jedes siebte Kind unter fünf Jahren sei untergewichtig.

"Die Pandemie wird besonders Länder im globalen Süden hart treffen", sagte World Vision voraus. "Immer mehr Menschen verlieren Einkommensmöglichkeiten." Die Welternährungsorganisation (FAO) warne eindringlich vor einer drastischen Verschärfung der Ernährungskrise.

Das Ziel, dem vermeidbaren Sterben von Kindern endlich ein Ende zu setzen, werde weit verfehlt, beklagte Marwin Meier von World Vision Deutschland. 5,2 Millionen Kinder seien allein 2019 vor ihrem fünften Lebensjahr an den Folgen von Hunger, Lungenentzündungen, Komplikationen bei der Geburt, Durchfallerkrankungen und Malaria gestorben. "Die Sekundärfolgen der Covid-19-Pandemie werden uns leider weiter zurückwerfen", so Meier.

"Pausierte Impf-Kampagnen, überlastete Gesundheitssysteme und unterbrochene Kinderernährungsprogramme gefährden den bisher so hart erkämpften Fortschritt", sagte Meier. "Wieder einmal trifft es die Schwächsten der Menschheit am härtesten".

Die Ursachen für Armut, Hunger und Ungleichheit müssten bekämpft werden. So müssten Gesundheits- und soziale Sicherungssysteme ausgebaut, Zugang zu Bildung ermöglicht, nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme entwickelt, die Gleichstellung der Geschlechter und gerechter Welthandel gesichert werden, forderte World Vision mit Blick auf die am Dienstag beginnende UN-Generaldebatte.

Jemen, Sanaa: Eine Frau hält das winzige Händchen ihres Babys, das auf der Station für unterernährte Kinder in einem Krankenhaus medizinisch versorgt wird.
Jemen, Sanaa: Eine Frau hält das winzige Händchen ihres Babys, das auf der Station für unterernährte Kinder in einem Krankenhaus medizinisch versorgt wird.  © Mohammed Mohammed/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Update, 20. September, 7.30 Uhr: 1345 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1345 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. "Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten", schrieb das RKI in seinem Lagebericht von Samstag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 271.415 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 20.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9386 - das sind zwei Todesfälle mehr als am Vortag. Bis Sonntagmorgen hatten rund 240 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,27 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,24 (Vortag: 1,21). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l) und seine Frau Elke Büdenbender (3.v.l) werden zusammen mit Sergio Mattarella (2.v.r), Präsident von Italien, und seiner Tochter Laura Mattarella (M) von Erzpriester Gianantonio Borgonovo (r) durch den Mailänder Dom geführt. Bundespräsident Steinmeier und seine Frau sind auf Einladung des italienischen Präsidenten zu einem zweitägigen Besuch in Nord-Italien.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l) und seine Frau Elke Büdenbender (3.v.l) werden zusammen mit Sergio Mattarella (2.v.r), Präsident von Italien, und seiner Tochter Laura Mattarella (M) von Erzpriester Gianantonio Borgonovo (r) durch den Mailänder Dom geführt. Bundespräsident Steinmeier und seine Frau sind auf Einladung des italienischen Präsidenten zu einem zweitägigen Besuch in Nord-Italien.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 20. September, 7.28 Uhr: Philologenverband hält Elternabende gerade in Corona-Zeiten wichtig

Elternabende sind aus Sicht des Deutschen Philologenverbands gerade in Corona-Zeiten wichtig. Es gebe einen großen Abstimmungsbedarf, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ob ein digitaler Elternabend eine gute Alternative sei, müsse immer abgewogen werden. "Da, wo Eltern sich noch nicht kennen, da, wo Elternvertreter gewählt werden, da ist ein digitaler Elternabend vermutlich kein guter Ersatz. Wo die digitalen Möglichkeiten vorhanden sind und Einverständnis hergestellt ist, sollten mit digitalen Elternabenden Erfahrungen gesammelt werden."

Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied für den Schulbereich, findet Online-Elternabende schwierig. "Manche Eltern kommen technisch gar nicht mit einer Videokonferenz klar. Auch unter Lehrern sind die Kompetenzen da sehr unterschiedlich. Das schließt dann auch wieder manche Menschen aus", sagte sie. Einen Elternabend um jeden Preis brauche es in Corona-Zeiten nicht. "Elternabende dienen vor allem der Information. Und auch sonst kommen nicht immer alle Eltern." Da reiche vielleicht auch einfach ein gut formulierter und klar verständlicher Brief. "Und wenn jemand Fragen hat, ruft er an."