Coronavirus: Grenzwert bei Neuinfektionen pro Woche für Deutschland überschritten

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 385.591 Infektionen bestätigt. 9883 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während weitere 298.755 als genesen gelten (Stand 21. Oktober, 14.35 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,27 Millionen Infizierte und 221.083 Tote wurden bereits erfasst (Stand 21. Oktober, 14.35 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 40,86 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.126.142 Todesfälle (Stand 21. Oktober, 14.35 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 21. Oktober, 14.44 Uhr: UEFA sagt Endrunde der U19-EM endgültig ab

Die Endrunde der diesjährigen Europameisterschaft der U19-Junioren wird wegen der Corona-Pandemie nicht mehr stattfinden. Wie die offizielle Facebook-Seite der DFB-Junioren mitteilt, hat die UEFA das Turnier nach mehreren Verschiebungen nun endgültig abgesagt.

Bei der EM ging es auch um Qualifikationsplätze für die U20-WM, die 2021 in Indonesien ausgespielt wird. Die Startplätze werden nun auf die fünf bestplatzierten Teams der Saison 2019/2020 verteilt.

Update, 21. Oktober, 14.39 Uhr: Erster Corona-Test bei 89 Schülern und Lehrern in Lützow negativ

Nach einem Corona-Fall an der Grund- und Regionalschule Lützow (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist ein erster Test bei 81 Schülern und acht Lehrern negativ ausgefallen. Das teilte der Landkreis am Mittwoch mit. 90 Lehrer und Schüler waren am Wochenende in Quarantäne geschickt worden, nachdem die Corona-Infektion eines Sechstklässlers bekannt geworden war.

Die Schüler und Lehrer müssen aber noch mindestens diese Woche in Quarantäne bleiben, wie es hieß. Zum Ende der Woche soll es demnach einen zweiten Test für sie geben. Für jene mit einem erneut negativen Ergebnis könne die Quarantäne am Wochenende aufgehoben und am kommenden Montag der Schulbetrieb in den fünften und sechsten Klassen wieder aufgenommen werden. Ein Kind sei nicht zur ersten Testung erschienen, weshalb es die vollen 14 Tage in Quarantäne bleiben müsse.

Update, 21. Oktober, 14.35 Uhr: Schwesig kehrt aus Homeoffice zurück - Tests in Staatskanzlei negativ

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kehrt zwei Tage nach ihrem Wechsel ins Homeoffice infolge eines Corona-Falls in der Staatskanzlei am Donnerstag in die Öffentlichkeit zurück. Die Tests bei den sechs Kontaktpersonen des Infizierten in der Staatskanzlei am Dienstag seien negativ ausgefallen, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch mit.

Schwesig war demnach mit einigen der Kontaktpersonen zusammen gewesen. Deshalb hatte die Regierungschefin entschieden, bis zum Vorliegen der Testergebnisse von zu Hause aus zu arbeiten. Vor einem Jahr war die 46-Jährige an Krebs erkrankt.

Von Donnerstag an werde sie wieder Außentermine wahrnehmen, hieß es. Am Donnerstagvormittag werde sie die erste Sitzung des Zukunftsrates Mecklenburg-Vorpommern eröffnen. Das 49-köpfige Gremium soll nach Wegen suchen, wie das Land gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen kann.

Der erkrankte Mitarbeiter der Staatskanzlei und die Kontaktpersonen ersten Grades bleiben in Quarantäne, wie es weiter hieß. Dies entspreche den üblichen Regeln.

Manuela Schwesig (SPD) ist die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (SPD) ist die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. Oktober, 14.32 Uhr: Stadt Ludwigshafen verschärft Corona-Regeln

Wegen deutlich ansteigender Corona-Infektionszahlen verschärft Ludwigshafen die Corona-Regeln. Geplant sind in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz unter anderem eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum an bestimmten Orten sowie eine Reduzierung der Höchstzahl von Personen bei Zusammenkünften im Freien und in geschlossenen Räumen, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte.

In Ludwigshafen waren zuletzt 40 Infektionen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert worden. Das ist noch unter der kritischen Schwelle einer Inzidenz von 50, die etwa die Landeshauptstadt Mainz mit 74 (Stand Dienstag) bereits deutlich überschritten hat. Auch dort gelten nun verschärfte Corona-Regeln. So gilt für Gaststätten eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr, der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist auf maximal fünf Menschen oder zwei Hausstände begrenzt.

Die Verschärfung in Ludwigshafen gehe mit mehr und strengeren Kontrollen einher, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. "Es ist uns klar, dass dies massive Einschnitte in den Lebensalltag sind, sie sind aber nach gründlicher Beratung getroffen worden", betonte die SPD-Politikerin. Die Verordnung soll an diesem Donnerstag in Kraft treten, vorerst für vier Wochen.

Update, 21. Oktober, 14.29 Uhr: UEFA: Bayern-Spiel gegen Atlético findet wie geplant statt

Nach dem Corona-Fall Serge Gnabry kann das Champions-League-Duell des FC Bayern München der UEFA zufolge am heutigen Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) gegen Atlético Madrid stattfinden.

"Das Spiel läuft wie geplant ab", teilte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (UEFA) der Deutschen Presse-Agentur wenige Stunden vor dem Anstoß auf Anfrage mit. Weitere Details wurden nicht genannt.

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zum Corona-Krimi beim FC Bayern.

Die Bayern haben gut lachen: Trotz positivem Corona-Test bei Serge Gnabry dürfen sie wie geplant in der Champions League antreten.
Die Bayern haben gut lachen: Trotz positivem Corona-Test bei Serge Gnabry dürfen sie wie geplant in der Champions League antreten.  © Marco Donato/FC Bayern München/dpa

Update, 21. Oktober, 14.26 Uhr: EU-Kommissar: Corona-Anleihen ein Vertrauensvotum in die EU

EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn sieht in der erfolgreichen Platzierung der ersten Corona-Anleihen ein Vertrauensvotum in die EU. Wie Hahn am Mittwoch in Brüssel bestätigte, wurden am Vortag zwei Anleihen im Gesamtwert von 17 Milliarden Euro ausgegeben, darunter eine 10-Milliarden-Anleihe mit zehn Jahren Laufzeit und eine 7-Milliarden-Anleihe mit 20 Jahren Laufzeit. 

Die Nachfrage von Investoren war ungewöhnlich hoch. Insgesamt habe es Gebote für 233 Milliarden Euro gegeben, die beiden Anleihen seien damit mehr als 13 Mal überzeichnet gewesen, hieß es."Der erfolgreiche Launch ist ein Vertrauensvotum in die Europäische Union als Kreditnehmer und als Emittent", sagte Hahn.

Mit dem Geld soll das sogenannte SURE-Programm der EU-Kommission finanziert werden. Es ist Teil des Corona-Aufbaupakets und soll vor allem der Finanzierung von Kurzarbeit in den Mitgliedstaaten dienen. Die Wertpapierform, mit der sich die EU für SURE refinanziert, nennt sich "Social Bonds".

Das Geld gehe nun an die Länder, in denen der Bedarf am größten sei, sagte Hahn. 17 Mitgliedsstaaten hätten Interesse angemeldet. Noch im Laufe dieses Jahres solle sich das Ausgabevolumen auf mindestens 30 Milliarden Euro erhöhen.

Update, 21. Oktober, 14.23 Uhr: Corona: Heilbronn liegt bei Neuinfektionen landesweit an der Spitze

Mit strengeren Regeln kämpft Heilbronn seit Mittwoch gegen die Corona-Pandemie an. Mit Blick auf Neuinfektionen belegt die Stadt am Neckar den Spitzenplatz im Südwesten. In der Stadt ist der Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen mittlerweile weit überschritten. So lag der Wert nach Angaben des Gesundheitsamtes am Dienstag bei 115,3 Neuinfektionen.

Während in und nach den Sommerferien viele Reiserückkehrer das Virus in die Stadt getragen hätten, spiele diese Gruppe zurzeit kaum mehr eine Rolle, sagte eine Sprecherin der Kommune. "Nach wie vor ist das Infektionsgeschehen in Heilbronn diffus", fügte sie am Mittwoch hinzu. Allerdings würden "zahlreiche familiäre Häufungen" auftreten. Eine Rolle dürften demnach auch Berufspendler spielen, die «"ie Infektion von Kommune zu Kommune weitertragen", wie die Sprecherin weiterhin am Mittwoch sagte.

Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Stadt im Südwesten stark angestiegen ist, gilt seit Mittwoch eine Maskenpflicht in der Innenstadt. Mit einer Sperrstunde von 23.00 Uhr an sowie mit einem nächtlichen Alkoholverkaufs- und Konsumverbot zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr will die Stadt einer alkoholbedingten Vernachlässigung von Maskenpflicht und sozialer Distanz entgegentreten. Der Stadt zufolge unterstützen seit Dienstag außerdem Bundeswehrsoldaten das Gesundheitsamt beim Aufspüren von Infektionsketten.

Die Stadt Heilbronn hat mit einem Wert von 115,3 den höchsten Sieben-Tage-Inzidenz-Wert in ganz Deutschland.
Die Stadt Heilbronn hat mit einem Wert von 115,3 den höchsten Sieben-Tage-Inzidenz-Wert in ganz Deutschland.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 21. Oktober, 14.19 Uhr: Zweitliga-Spiel Sandhausen gegen Paderborn ohne Zuschauer

Aufgrund der steigenden Zahl von Corona-Fällen wird der SV Sandhausen das Heimspiel gegen den SC Paderborn am Sonntag ohne Zuschauer austragen. 

Diese Entscheidung habe der Verein mit den zuständigen Behörden getroffen, teilte der Fußball-Zweitligist am Mittwoch mit. Der Grund sei, dass die Zahl der Neuinfektionen im Umkreis einen Grenzwert überschritten haben.

Update, 21. Oktober, 14.03 Uhr: Laut Söder Veranstaltungs-Beschränkung auf 50 Personen ab Corona-Wert 100

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Regionen mit drastisch erhöhten Corona-Zahlen eine Beschränkung von Veranstaltungen auf maximal 50 Teilnehmer und eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr angekündigt. Dies soll dann greifen, wenn die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird. Das sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München. Ausnahmen soll es laut Söder etwa für Gottesdienste und Demonstrationen geben.

Betroffen von der Beschränkung auf 50 Teilnehmer sind nach Worten Söders ansonsten Veranstaltungen aller Art. Dazu zählen dann insbesondere Kulturveranstaltungen aller Art, etwa Theater und Kinos, aber auch Vereinsversammlungen. Bislang gilt in Bayern eine Beschränkung auf 100 Zuschauer in Innenräumen und 200 im Freien, bei zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen ist es sogar jeweils das Doppelte.

Update, 21. Oktober, 13.56 Uhr: Soldaten helfen im Corona-Brennpunkt Berchtesgadener Land

Sanitäter der Bundeswehr helfen seit Mittwoch im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land dabei, die Ursache für den massiven Anstieg der Corona-Zahlen zu finden. 40 Kräfte sind im Gesundheitsamt zur Nachverfolgung von Infektionsketten eingesetzt und sollen dafür vor allem telefonieren. Vier Soldaten unterstützen das Testzentrum administrativ, wie das Lagezentrum des Landeskommandos in Bayern mitteilte. Etliche Soldaten gehörten dem Musikkorps der Truppe an, seien aber vollwertig ausgebildete Sanitäter, sagte ein Sprecher in München.

In bestimmten Fällen darf die Bundeswehr innerhalb Deutschlands eingesetzt werden. Die Bundeswehr unterstützt Bayern seit längerem in der Corona-Pandemie. Vier Soldaten sollen bis zum 16. November im Landkreis helfen, die anderen 40 sogar bis zum 4. Dezember. Bayernweit unterstützen derzeit 152 Soldaten die Kommunen in der Pandemie.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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