Coronavirus: Homeoffice-Pflicht läuft aus, aber wann genau?

Deutschland/Welt - In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Doch macht die Delta-Mutante alles wieder kaputt? Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

90.079 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 13,2 (Vortag: 15,5).

Coronavirus im Norden: Rund 90.000 Impf-Anmeldungen nach Ende der Priorisierung
Coronavirus Coronavirus im Norden: Rund 90.000 Impf-Anmeldungen nach Ende der Priorisierung

Weltweit gibt es rund 176,6 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,8 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 16. Juni, 12 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 16. Juni, 15.34 Uhr: Verkehrsminister plädieren für Verlängerung der Maskenpflicht im ÖPNV

Die Verkehrsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, trotz der stark gesunkenen Corona-Inzidenzwerte die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beizubehalten.

In einer Videokonferenz sprach sich die Ministerrunde am Mittwoch für eine bundeseinheitliche Regelung aus. "Das verbindliche Tragen einer medizinischen Maske ist ein wesentlicher Grund dafür, den ÖPNV bei Beachtung der Corona-Regeln nutzen zu können", sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Senatorin Maike Schaefer (50, Grüne).

Die Länder seien übereinstimmend der Auffassung gewesen, dass für das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste und deren Vertrauen in den ÖPNV sowie zum Schutz vor Infektionen weiterhin die Notwendigkeit zum Tragen medizinischer Masken bestehe.

Die Bremer Senatorin Maike Schaefer (50, Grüne).
Die Bremer Senatorin Maike Schaefer (50, Grüne).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 15.11 Uhr: Homeoffice-Pflicht läuft aus, aber wann genau?

Arbeitgeber müssen ab Juli aller Voraussicht nach kein Homeoffice mehr anbieten. Die entsprechende Pflicht läuft zum Monatsende aus, und Absichten sie zu verlängern gibt es nach Angaben aus der Bundesregierung nicht.

"Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) der Wirtschaftswoche.

Dass eine Verlängerung der sogenannten Bundesnotbremse, die konkrete bundesweite Corona-Regeln vorschreibt, nicht geplant ist, hatte die Regierung schon Ende Mai angekündigt. Arbeitgeber mussten der Vorgabe zufolge Homeoffice anbieten, "wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen".

Für manche Segen, für manche Fluch: Homeoffice (Symbolbild).
Für manche Segen, für manche Fluch: Homeoffice (Symbolbild).  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 16. Juni, 15.06 Uhr: Frankreich macht mit Ausgangssperre und Maskenpflicht im Freien Schluss

Frankreich lockert in dieser Woche weitere Corona-Maßnahmen. Das Tragen von Masken im Freien ist ab Donnerstag nur noch bei Menschenansammlungen verpflichtend, wie Premierminister Jean Castex (55) am Mittwoch verkündete.

Die nächtliche Ausgangssperre ab 23.00 Uhr entfällt demnach ab Sonntag. Eigentlich sollte die Regelung noch bis Ende des Monats gelten. Castex sagte, die Situation habe sich schneller als erwartet verbessert. In keinem Département auf dem Festland gebe es eine besorgniserregende Entwicklung. Auch in den Überseegebieten verbessere sich die Lage.

Der französische Premierminister Jean Castex (55).
Der französische Premierminister Jean Castex (55).  © Gonzalo Fuentes/REUTERS POOL/AP/dpa

Update, 16. Juni, 15.03 Uhr: Staatssekretär Mayer fordert nach Corona-Krise Neustart im Sport

Einen Neustart im deutschen Sport hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium für die Zeit nach der Corona-Pandemie gefordert.

Dafür brauche es allerdings "einen Kraftakt, bei dem sowohl der organisierte Sport als auch alle staatlichen Ebenen mitmachen müssen", sagte der CSU-Politiker Stephan Mayer am Mittwoch im Podcast des Informationsdienstleisters Sponsors.

Seit März 2020 lag der Breitensport meistens still, was zu einem weiter voranschreitenden Mitgliederschwund in den Sportvereinen geführt hat. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte angegeben, bis Ende 2020 über eine Million Mitglieder verloren zu haben.

Mit einem solchen Neustart-Programm soll laut Mayer vor allem das Ziel verfolgt werden, das ehrenamtliche Engagement zu stärken und das Interesse am gemeinnützigen Arbeiten wieder zu erwecken. Das sei nach der Pandemie dringend erforderlich als "Revitalisierungsprogramm für unsere Sportvereine", sagte er.

Stephan Mayer (47, CSU).
Stephan Mayer (47, CSU).  © Fabian Strauch/dpa

Update, 16. Juni, 15 Uhr: Lieferengpässe bei Biontech gibt es nicht wirklich!

Der Impfstoffhersteller Biontech wird seine Impfstofflieferungen für Deutschland nach einer Übererfüllung im Juni im kommenden Monat wieder auf das vereinbarte Maß bringen.

"Biontech hat im zweiten Quartal mehr als 50 Millionen Dosen an Deutschland ausgeliefert und damit den Vertrag übererfüllt", sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

"Wir werden im Juni mehr Dosen liefern als ursprünglich vereinbart war, um die Impfkampagnen in Europa und damit auch in Deutschland zu unterstützen und zu beschleunigen." Im dritten Quartal und damit auch im Juli werde die Dosenanzahl wie vertraglich vereinbart geliefert.

Das Bundesgesundheitsministerium betonte: "Biontech hat durch eine vorgezogene Lieferung aus den Folgequartalen ermöglicht, dass im zweiten Quartal und insbesondere im Juni deutlich mehr Impfdosen geliefert werden können."

Es sei aber immer klar gewesen, dass die Gesamtmenge, die Biontech liefere, im dritten Quartal sinken und insgesamt bei 40,2 Millionen liegen werde im Vergleich zu über 50 Millionen im zweiten Quartal. Das Bundesministerium geht für das dritte Quartal von durchschnittlich rund 3,3 Millionen Biontech-Impfdosen pro Woche aus.

Biontech liefert auch im dritten Quartal Millionen Impfdosen an Deutschland (Symbolbild).
Biontech liefert auch im dritten Quartal Millionen Impfdosen an Deutschland (Symbolbild).  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. Juni, 13.56 Uhr: Moskau führt Corona-Pflichtimpfungen in Unternehmen ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verpflichtet Russlands Hauptstadt Moskau eine Reihe von Unternehmen, mindestens 60 Prozent ihrer Mitarbeiter impfen zu lassen.

Unter anderem im Handel, in der Gastronomie sowie im Bildungs-, Kultur- und Sportbereich soll diese Impfquote bis Mitte August erfüllt sein, wie aus einer Anordnung der obersten Amtsärztin Moskaus, Jelena Andrejewa, hervorgeht. Die neue Regelung gilt auch für staatliche und kommunale Einrichtungen.

Auch rund ein halbes Jahr nach dem Start der Massenimpfungen zögern viele Menschen weiterhin, sich mit einem der russischen Präparate immunisieren zu lassen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge sind bislang erst 1,8 Millionen Menschen in seiner Stadt gegen Corona geimpft - das entspricht etwa 15 Prozent der Bevölkerung in der Metropole mit zwölf Millionen Einwohnern.

Update, 16. Juni, 12.20 Uhr: 1,7 Milliarden Euro für Bürgertests

Seit dem Start der kostenlosen Bürgertests gegen Corona in Deutschland hat der Bund dafür rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Bundesamts für Soziale Sicherung und des Gesundheitsministeriums hervor.

Damit bewegen sich die Ausgaben in der zuvor angenommenen Größenordnung. Erwartet hatte die Regierung im Februar auf vier Monate gerechnet zwischen 1,7 und 2,6 Milliarden Euro. Allein von Mitte Mai bis Mitte Juni wurden laut den neuen Angaben 1,2 Milliarden Euro für Corona-Tests ausgegeben, darin sind etwa PCR-Tests für Kontaktpersonen enthalten.

Eine Hand hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht wird.
Eine Hand hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht wird.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 16. Juni, 12.06 Uhr: Indien öffnet Taj Mahal wieder

Indiens berühmteste Sehenswürdigkeit, das Taj Mahal, ist nach zwei Monaten Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Angesichts sinkender Infektionszahlen dürften ab Mittwoch täglich 650 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände des Marmormonuments und Unesco-Weltkulturerbes, wo an gut besuchten Tagen vor der Corona-Krise um die 25.000 gewesen seien, sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gäste müssten dabei immer Masken tragen, Abstand halten, ihre Temperatur messen sowie ihre Hände desinfizieren lassen und sie dürften keine Oberflächen berühren. Tickets müssen online erworben werden.

Agra: Touristen stehen am Wasserbecken vor dem Mausoleum Taj Mahal, das im Hintergrund zu erkennen ist.
Agra: Touristen stehen am Wasserbecken vor dem Mausoleum Taj Mahal, das im Hintergrund zu erkennen ist.  © Pawan Sharma/AP/dpa

Update, 16. Juni, 11.39 Uhr: Corona-Variante Lambda sorgt für Bedenken

Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Corona-Variante Lambda sorgt für Bedenken: Ausbreitung in Lateinamerika

Update, 16. Juni, 10.35 Uhr: Studie: Junge Menschen sind in der Pandemie müde, aber zuversichtlich

Trotz aller Belastungen in der Pandemie und der verbreiteten Corona-Müdigkeit blicken fast zwei Drittel der jungen Menschen in Europa optimistisch in die Zukunft. Die aktuelle Gefühlslage beschrieb allerdings jeder zweite Befragte eher als negativ - nämlich mit "müde", "unsicher", "genervt" oder "gestresst", wie die am Mittwoch vorgestellte Jugendstudie der TUI-Stiftung ergab.

52 Prozent sagten, ihre Lebenssituation habe sich verschlechtert, in Deutschland waren es 46 Prozent. Fast vier von zehn Menschen zwischen 16 und 26 verloren demnach in den vergangenen Monaten den Job oder verdienten weniger - in Deutschland waren es 29 Prozent, in Griechenland 58 Prozent.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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