Coronavirus: Jeder fünfte Jugendliche mit erster Impfung

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,77 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.663 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.653.300 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 16,9 (Vortag: 16,5).

Stylistin weigert sich, gegen Corona geimpfte Menschen zu frisieren
Coronavirus Stylistin weigert sich, gegen Corona geimpfte Menschen zu frisieren

Weltweit gibt es mehr als 197,32 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,2 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 31. Juli, 7.25 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 31. Juli, 18.23 Uhr: Scholz: Kostenpflicht für Corona-Tests rechtzeitig ankündigen

Eine mögliche Kostenpflicht für Corona-Tests sollte nach Ansicht von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz frühzeitig angekündigt werden.

"Ich bin dafür, dass wir da durchaus großzügig sind, also den Zeitraum rechtzeitig und lange vorher festlegen, aber dass man weiß, das kommt", sagte der Bundesfinanzminister bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern.

Er sprach sich erneut dafür aus, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für diejenigen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können, nicht mehr zahlt.

Das gelte nicht etwa für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und auch nicht für junge Menschen, für die die Impfung derzeit nicht empfohlen wird.

"Aber für alle anderen muss dann irgendwann in ein paar Wochen gelten, dass sie die Tests dann selber bezahlen müssen", sagte er.

Update, 31. Juli, 17.42 Uhr: 5000 Menschen demonstrieren in der Schweiz gegen Corona-Maßnahmen

In der Schweiz haben am Samstag mehrere tausend Menschen gegen die Einschränkungen in der Corona-Pandemie und gegen die Impfkampagne demonstriert.

Laut Polizei versammelten sich in Luzern rund 5000 Demonstranten. Ein Beamter sei im Laufe der Kundgebung angegriffen und verletzt worden, hieß es.

Zwei Personen seien vorübergehend festgenommen worden. Die Demonstranten kritisierten, dass die Corona-Politik die Freiheit unnötig und viel zu stark einschränke. "Freiheit ist systemrelevant", lautete eines der Transparente.

Schweiz, Luzern: Demonstranten versammeln sich zu einer Kundgebung des sogenannten "Aktionsbündnis der Urkantone" gegen die Corona-Maßnahmen des Bundes.
Schweiz, Luzern: Demonstranten versammeln sich zu einer Kundgebung des sogenannten "Aktionsbündnis der Urkantone" gegen die Corona-Maßnahmen des Bundes.  © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Update, 31. Juli, 17.13 Uhr: Wieder Großdemonstrationen gegen Corona-Regeln in Frankreich

Erneut hat es in Frankreich Massenproteste gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln gegeben.

Es ist bereits das dritte Wochenende in Folge, dass viele Menschen gegen eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung der Corona-Nachweispflicht protestieren.

Die Behörden rechneten für Samstagnachmittag mit etwa 160.000 Demonstrierenden im ganzen Land, wie französische Medien mit Verweis auf Polizeikreise berichteten. Auch am vergangenen Samstag waren so viele Menschen auf die Straßen gegangen.

Update, 31. Juli, 16 Uhr: Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern verschärft Corona-Regeln

Im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land bleibt die Corona-Inzidenz hoch.

Von Montag an gelten deshalb wieder strengere Regeln. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts und des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) lag der Wert am Samstag bei 60,4.

Damit ist der oberbayerische Landkreis auch bundesweiter Spitzenreiter.

Auf der Homepage des Landratsamts kündigte die Behörde an, dass von Montag an wieder in vielen Bereichen eine Testpflicht gilt - so zum Beispiel in der Gastronomie oder bei kulturellen Veranstaltungen.

Davon ausgenommen seien vollständig Geimpfte und Genesene.

Zudem greifen strengere Kontaktbeschränkungen: Es dürfen sich nur noch maximal zehn Menschen aus dem eigenen und zwei weiteren Haushalten treffen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Wenn in drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem bayerischen Kreis oder einer kreisfreien Stadt die Inzidenz höher als 50 liegt, gelten am übernächsten Tag strengere Regeln.

Update, 31. Juli, 13.25 Uhr: Scholz für Verlängerung von Corona-Hilfen mindestens bis Jahresende

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (63, SPD) plädiert für eine Verlängerung der Corona-Hilfen mindestens bis zum Jahresende.

"Niemand soll kurz vor der Rettung ins Straucheln geraten", sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen seien bis zum 30. September befristet.

"Ich will beides bis zum Jahresende verlängern. Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen."

Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen.
Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 31. Juli, 13.23 Uhr: Verstoß gegen Corona-Regeln: Zwei georgische Judoka ausgeschlossen

Wegen Verstoßes gegen die strengen Corona-Schutzregeln in Japan sind zwei Judoka aus Georgien von den Olympischen Spielen in Tokio ausgeschlossen worden.

Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag.

Demnach habe ein Sprecher des Nationalen Olympischen Komitees für Georgien gesagt, dass die Sportler das Athletendorf für eine Stadtbesichtigung verlassen und damit gegen das Covid-19-Protokoll verstoßen hatten.

Update: 31. Juli, 13.19 Uhr: Frankreich rüstet sich für erneute Corona-Massenproteste

Das dritte Wochenende in Folge werden in Frankreich Großdemonstrationen gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln erwartet.

Die Behörden rechnen für Samstagnachmittag erneut mit etwa 160.000 Demonstrierenden im ganzen Land, wie französische Medien mit Verweis auf Polizeikreise berichteten.

Bereits am vergangenen Samstag waren in Frankreich so viele Menschen auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung des sogenannten Gesundheitspasses kund zu tun.

Demonstranten nehmen auf der "Droits de l'homme"-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung geforderten obligatorischen Impfass teil.
Demonstranten nehmen auf der "Droits de l'homme"-Esplanade am Trocadero-Platz an einem Protest gegen die Impfpflicht für bestimmte Arbeitszweige und den von der Regierung geforderten obligatorischen Impfass teil.  © Rafael Yaghobzadeh/AP/dpa

Update, 31. Juli, 11.45 Uhr: Jeder fünfte Jugendliche mit erster Corona-Impfung

Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland zwischen 12 und 17 Jahren hat mittlerweile eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

Das twitterte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag. In absoluten Zahlen sind es 900.000.

Update, 31. Juli, 11.44 Uhr: Corona-Neuinfektionen in den USA deutlich gestiegen

Die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen ist in den USA deutlich gestiegen.

Die Behörden meldeten für Freitag 194.608 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MESZ) hervorging. Eine Woche zuvor waren es 118.797.

Auch die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 532 auf 891.

Update, 31. Juli, 11.02 Uhr: Kulturrat: Neue Corona-Verordnung erleichtert Einreise für Künstler

Die neue, von Sonntag an geltende Corona-Einreiseverordnung bringt nach Darstellung des Deutschen Kulturrats Verbesserungen für Künstlerinnen und Künstler mit sich.

So werde die Einreise aus Hochrisikogebieten erleichtert. Dafür sei eine Ausnahme von der Quarantäne festgelegt worden für nicht vollständig geimpfte Personen, "die zur künstlerischen Berufsausübung auf der Grundlage vertraglicher Verpflichtungen an künstlerischen oder kulturellen Produktions- oder Präsentationsprozessen teilnehmen".

Titelfoto: Helmut Fricke/DPA/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: