Coronavirus: Jens Spahn hat Corona, Kabinett muss nicht in Quarantäne

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 385.591 Infektionen bestätigt. 9883 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während weitere 298.755 als genesen gelten (Stand 21. Oktober, 14.35 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,27 Millionen Infizierte und 221.083 Tote wurden bereits erfasst (Stand 21. Oktober, 14.35 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 40,86 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.126.142 Todesfälle (Stand 21. Oktober, 14.35 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 21. Oktober, 20.33 Uhr: Keine neuen Bayern-Ausfälle nach Gnabry-Infektion - Kimmich dabei

Nach dem Corona-Fall Serge Gnabry gibt es beim FC Bayern München keine neuen Ausfälle von Leistungsträgern. Nach dem positiven Test bei Gnabry waren die Münchner Stars am Mittwoch noch einmal getestet worden, danach wurde Grünes Licht für die Partie am Abend gegeben.

Trainer Hansi Flick kann am Mittwoch im ersten Gruppenspiel gegen Atlético Madrid also auf weit mehr als die mindestens 13 Spieler, einschließlich mindestens eines Torhüters, zurückgreifen, die für ein Spiel nötig wären. Das Fehlen von Leroy Sané und Tanguy Nianzou wegen Verletzungen stand schon im Vorfeld fest.

Mit dabei ist am Mittwochabend in der Münchner Arena auch Joshua Kimmich. Der Mittelfeldakteur hatte beim 4:1 der Münchner am Wochenende gegen Arminia Bielefeld in Erwartung der Geburt seines zweiten Kindes noch gefehlt. Er ist der einzige neue Akteur in der Startformation, in der im Vergleich zur Bundesliga-Partie nur Gnabry fehlt. Dieser muss das Spiel aus häuslicher Quarantäne verfolgen. Auch die Neuzugänge sind an Bord, wenngleich erstmal nur auf der Bank.

Update, 21. Oktober, 20.19 Uhr: Negativer Corona-Schnelltest bei Familienministerin Giffey

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) ist am späten Mittwochnachmittag negativ auf Corona getestet worden. Wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte, handelte sich um einen Schnelltest. Ein weiterer werde folgen.

Zuvor war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als erster Minister der Bundesregierung positiv getestet worden. Er hatte am Vormittag noch an der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt teilgenommen und dort am Rande auch mit Giffey gesprochen, wie Fotos zeigen.

Grund für den Test der Familienministerin sei aber vor allem die gemeinsame Pressekonferenz am vergangenen Freitag zur Lage der Kitas in der Pandemie gewesen, hieß es. Giffey hatte da sehr lange gemeinsam mit dem Gesundheitsminister auf dem Podium gesessen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert.
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert.  © Fabrizio Bensch/Reuters-Pool/dpa

Update, 21. Oktober, 20.01 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Italien

Italien hat bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Mittwoch einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten knapp 15.200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am 16. Oktober hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern erstmals seit Beginn der Pandemie im Februar die Marke von 10.000 überschritten. Außerdem wurden am Mittwoch 127 Covid-19-Tote gemeldet.

Die Dynamik der zweiten Corona-Welle sorgt in Italien zunehmend für Angst vor ernsten Engpässen in den Krankenhäusern. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte die Italiener in einer Rede im Senat in Rom auf, alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen. Es gelte einen großen Lockdown wie im Frühjahr zu vermeiden. Besonders schwer getroffene Regionen wie die Lombardei haben inzwischen begrenzte Verschärfungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen erlassen.

Insgesamt haben sich in dem Mittelmeerland bisher nachweislich fast 450.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl der bekannten Todesfälle stieg auf 36.832.

Update, 21. Oktober, 19.27 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Spanien übersteigt eine Million

Spanien hat am Mittwoch die Marke von einer Million Corona-Infektionen durchbrochen. Seit dem Beginn der Pandemie seien 1.005.295 Menschen in dem Land mit 47 Millionen Einwohnern positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das waren 16.973 mehr als am Vortag, ein neuer Tagesrekord. 

Die Zahl von mehr als einer Million Infektionen ist der höchste Wert aller westeuropäischen Länder und weltweit Platz sechs. Nur die USA, Indien, Brasilien, Russland und Argentinien haben noch mehr Infizierte gemeldet. Die Zahl der mit Corona gestorbenen Menschen sei seit dem Vortag um 156 auf nun 34.366 gestiegen.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde mit gut 178 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit 51,3. Unterdessen wurden immer mehr Gemeinden, Städte und ganze Regionen mehr oder weniger abgeschottet oder haben dies für die nächsten Tage angekündigt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Davon seien 7,6 Millionen Menschen betroffen, berichtete das staatliche Fernsehen RTVE.

Die Regionalregierungen von Navarra und der Weinregion La Rioja im Norden des Landes ordneten sogar eine weitgehende Absperrung des gesamten Gebietes für zwei Wochen an. In ganz Spanien gebe es insgesamt fast 2000 Kommunen mit mehr als 16 Millionen Einwohnern, in denen nach einem Überblick von RTVE Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet wurden.

In der Hauptstadt Madrid mit immer noch hohen Corona-Zahlen und umliegenden Städten endet hingegen am Freitag die von der Zentralregierung gegen den Willen der Regionalregierung angeordnete zweiwöchige Abriegelung. Die Stadt erwägt danach die Abriegelung einzelner besonders betroffener Stadtgebiete sowie eine nächtliche Ausgangssperre. Diese Möglichkeit wurde auch für ganz Spanien diskutiert. Allerdings müsste das Parlament dafür der Ausrufung des Notstandes zustimmen, was als unwahrscheinlich galt.

Spanien hat europaweit die meisten Corona-Infizierten.
Spanien hat europaweit die meisten Corona-Infizierten.  © Lars Ter Meulen/EUROPA PRESS/dpa

Update, 21. Oktober, 19.05 Uhr: Merkel wünscht Spahn nach Corona-Infektion rasche Genesung

Kanzlerin Angela Merkel hat dem mit dem Coronavirus infizierten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) alles Gute und einen schnelle Genesung gewünscht. 

Spahn habe die Kanzlerin am Nachmittag persönlich von seiner Infektion informiert, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend in Berlin. 

Spahn, Schlüsselfigur im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland, hat sich als erster Bundesminister mit dem Virus angesteckt. Am Vormittag hatte er noch an der wöchentlichen Kabinettssitzung teilgenommen.

Update, 21. Oktober, 18.41 Uhr: Baden-Württemberg überschreitet Corona-Warnstufe - Wert bei 53,4

 In Baden-Württemberg ist der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen landesweit überschritten.

Wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, liegt der Wert für den Südwesten bei 53,4. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

Update, 21. Oktober, 18.36 Uhr: Lauterbach: Corona-Quarantäne für Kabinettsmitglieder nicht nötig

Nach dem positiven Corona-Test bei Minister Jens Spahn (CDU) hält SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine Quarantäne für die übrigen Kabinettsmitglieder nicht für erforderlich. 

"Die strengen Schutzvorkehrungen werden ja gewahrt. Und: Die Leute sind systemrelevant. Die Minister müssen mit Maske weiter arbeiten", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post» (Donnerstag). Er forderte aber: "Es ist an der Zeit, dass die Kabinettsmitglieder regelmäßig auf Corona getestet werden." Regelmäßig bedeute eine Testung möglichst alle zwei bis drei Tage.

Gesundheitsminister Spahn wurde am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Coronavirus getestet. Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt an der Kabinettssitzung teilnahm.

Karl Lauterbach ist Bundestagsabgeordneter und Gesundheitsexperte der SPD.
Karl Lauterbach ist Bundestagsabgeordneter und Gesundheitsexperte der SPD.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. Oktober, 18.12 Uhr: Landkreis Altenkirchen verschärft Corona-Regeln

Wegen deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen verschärft der Landkreis Altenkirchen im Westerwald die Regeln für einen Teil der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld. Geplant sei unter anderem eine Maskenpflicht an Schulen auch im Unterricht sowie eine Reduzierung der Höchstzahl von Personen bei Zusammenkünften im Freien und in geschlossenen Räumen, teilte der Kreis am Mittwoch mit.

Am Mittwoch waren nach Angaben des Kreises (Stand 17.00 Uhr) dort insgesamt 151 Menschen akut mit dem Corona-Virus infiziert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - lag bei 115. Die neuen Regeln sollen am Samstag (24. Oktober) in Kraft treten und bis zum 8. November gelten.

Nach Angaben eines Sprechers der Kreisverwaltung gilt eine Hochzeit als Ausbruchsherd. Sie hatte am zweiten Oktoberwochenende in einer evangelisch-baptistischen Gemeinde in Altenkirchen mit mindestens 250 Gästen stattgefunden. Im Moment sei noch unklar, ob die Feierlichkeiten über mehrere Tage gingen, erklärte Sprecher Andreas Schultheis. Es gebe zudem Hinweise, dass einige Gäste nicht auf der Teilnehmerliste standen. Mehr als 100 der Hochzeitsgäste seien mittlerweile positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes recherchierten derzeit nach weiteren möglichen Infizierten.

Update, 21. Oktober, 18.05 Uhr: Hakimi positiv auf Corona getestet: Ex-BVB-Profi fehlt gegen Gladbach

Inter Mailands Abwehrspieler Achraf Hakimi ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der italienische Clubs wenige Stunden vor dem Champions-League-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) mitteilte, darf der ehemalige Profi von Borussia Dortmund daher am Abend nicht eingesetzt werden.

Der letzte Corona-Test im Rahmen der UEFA-Vorgaben sei bei dem 21 Jahre alten marokkanischen Nationalspieler überraschend positiv ausgefallen, der Spieler zeige aber keine Symptome einer Erkrankung. Nähere Angaben machte Inter nicht.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es bei Inter mehrere Corona-Fälle gegeben, das Derby gegen die AC Mailand (1:2) stand am Wochenende auf der Kippe. Seit seinem Wechsel nach Mailand bestritt Hakimi vier Pflichtspiele. Gegen Gladbach wurde er in der Startelf erwartet.

Update, 21. Oktober, 18.01 Uhr: Sportler aus Corona-Risikogebieten dürfen zu Wettkämpfen in MV

Sportler aus deutschen Corona-Risikogebieten dürfen weiterhin an Wettkämpfen und Spielen in Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen. Das hat die für den Sport zuständige Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Mittwoch in Schwerin mit Verweis auf die neue Corona-Landesverordnung mitgeteilt.

Auch Trainer, Betreuer, medizinisches Personal sowie das Schieds- und Kampfgericht könnten ohne Negativ-Tests und Quarantäne einreisen. "Damit besteht rechtzeitig vor dem Wochenende Sicherheit für die Vereine und Organisatoren", erklärte sie. Der Sportbetrieb vor allem auch im überregionalen Amateursport sei somit gewährleistet.

Voraussetzung für einen Wettkampf oder ein Spiel seien in jedem Fall Hygienekonzepte, die mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt sein müssten.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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