Coronavirus: Laut Spahn genügt mit Antikörpertest eine Impfung

Deutschland/Welt - In Deutschland stagnieren die Corona-Zahlen derzeit. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,1 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 92.886 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit knapp 3,9 Millionen an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 74,7 (Vortag: 76,3).

Coronavirus in Hamburg: Neue Corona-Verordnung: Masken auf privaten Feiern und im Wahllokal
Coronavirus Coronavirus in Hamburg: Neue Corona-Verordnung: Masken auf privaten Feiern und im Wahllokal

Weltweit gibt es mehr als 227,4 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen rund 4,7 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 17. September, 22.30 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 17. September, 21.13 Uhr: Spahn: Mit Antikörpertest genügt Corona-Infizierten eine Impfung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will Bürgern nach einer unbemerkten Corona-Infektion ermöglichen, dass ein Antikörpertest und eine Impfung bereits als Nachweis für einen vollständigen Impfschutz ausreichen.

"Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken", sagte der Politiker der Bild-Zeitung. "Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen."

Die Impfverordnungen müssten dafür nicht angepasst werden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die neue Regel solle in Kürze auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts bekannt gegeben werden.

Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 17. September, 21.12 Uhr: Corona-Regeln bei Reisen nach England werden für Geimpfte vereinfacht

Die britische Regierung hat die Corona-Regeln für Geimpfte bei Reisen nach England gelockert.

Wer vollständig geimpft ist, muss demnach vom 4. Oktober an bei der Einreise in den größten britischen Landesteil keinen Nachweis über einen negativen Test mehr vorlegen.

Auch der bislang notwendige PCR-Test am zweiten Tag nach der Ankunft soll ab Ende Oktober durch einen Antigen-Test ersetzt werden können, teilte Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag mit.

Die britische Regierung hat die Corona-Regeln für Geimpfte bei Reisen nach England gelockert.
Die britische Regierung hat die Corona-Regeln für Geimpfte bei Reisen nach England gelockert.  © Frank Augstein/AP/dpa

Update, 17. September, 20 Uhr: Discos in Belgien dürfen wieder öffnen - Masken fallen zum Teil

In Belgien wird bald wieder getanzt: Nach monatelanger Zwangspause in der Corona-Krise dürfen die Discos am 1. Oktober wieder öffnen.

Voraussetzung sei, dass die Clubs mit dem sogenannten Covid-Ticket arbeiten, sagte Regierungschef Alexander De Croo (45) am Freitag nach Regierungsberatungen. Die Feiernden müssen also geimpft, getestet oder genesen sein.

Auch die Masken sollen in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern zum Oktober fallen - zumindest zum Teil. Grundsätzlich müsse der Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und der Gastronomie nicht mehr getragen werden, sagte De Croo. In Pflegeeinrichtungen, im öffentlichen Nahverkehr oder beim Friseur gelte die Pflicht weiter.

Update, 17. September, 19.30 Uhr: Positive Corona-Tests: Bayern-Basketballer verzichten auf Turnier

Die Basketballer des FC Bayern verzichten wegen positiver Corona-Tests im Team und im Umfeld der Mannschaft auf die Teilnahme an einem Turnier in Bayreuth.

Bei engmaschigen internen Tests hatte es positive Ergebnisse gegeben, wie die Münchner am Freitagabend mitteilten.

Als Vorsichtsmaßnahme und um weitere Tests durchführen zu können, nehme der Pokalsieger nicht wie geplant an dem Turnier am Wochenende teil.

Update, 17. September, 17.10 Uhr: Nena sagt 2022-Tour ab - Kritik an Corona-Auflagen

Popsängerin Nena hat ihre für das kommende Jahr geplante Konzert-Tour abgesagt.

Mehr Informationen dazu findet Ihr hier: Nena sagt komplette Tour ab: "Ich mache da nicht mit!"

Nena (61) hat genug!
Nena (61) hat genug!  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. September, 16.35 Uhr: Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht

Wegen eines falschen Etiketts sind in Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen 840 abgelaufene Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreicht worden.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: "Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht".

Wegen eines falschen Etiketts sind insgesamt 840 abgelaufene Dosen des Impfstoffs von Moderna verabreicht worden.
Wegen eines falschen Etiketts sind insgesamt 840 abgelaufene Dosen des Impfstoffs von Moderna verabreicht worden.  © Oliver Berg/dpa

Update, 17. September, 16.30 Uhr: Viele Kinder in Österreich wegen Corona von Schule abgemeldet

In Österreich hat sich die Zahl der Schulabmeldungen angesichts der Corona-Pandemie verdreifacht.

Insgesamt 7515 Kinder bis zum neunten Schuljahr sind im neuen Schuljahr in häuslichem Unterricht, wie aus Zahlen des Bildungsministeriums hervorgeht. Im Vorjahr waren es rund 2600.

In Österreich gilt keine Schul-, sondern lediglich eine Unterrichtspflicht. Ein Hausunterricht kann nur untersagt werden, wenn mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die Gleichwertigkeit des Unterrichtes nicht gegeben ist.

Update, 17. September, 15.15 Uhr: Stiko rät Schwangeren und Stillenden zur Corona-Impfung

Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich der Ständigen Impfkommission (Stiko) zufolge grundsätzlich gegen Corona impfen lassen.

Nach einem sogenannten Stellungnahmeverfahren hat das Robert Koch-Institut am Freitag die endgültige Empfehlung veröffentlicht.

Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich der Stiko zufolge grundsätzlich gegen Corona impfen lassen.
Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich der Stiko zufolge grundsätzlich gegen Corona impfen lassen.  © 123rf/satawatk

Update, 17. September, 15.14 Uhr: Arbeitgeberpräsident kann sich Impfprämie vorstellen

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen.

Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche sagte Dulger zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: "Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. Und ja: Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen - alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren."

Update, 17. September, 15.12 Uhr: Biontech-Gründerpaar erhält Ehrendoktorwürde in Köln

Die Gründer des Unternehmens Biontech, Özlem Türeci (54) und Ugur Sahin (56), sind mit der Ehrendoktorwürde der Uni Köln ausgezeichnet worden.

Das Forscherpaar trug sich am Freitag zudem in das Goldene Buch der Stadt ein, die eine besondere Bedeutung für sie hat.

"Selbstverständlich sehen wir das als eine Ehrung für unsere wissenschaftliche Arbeit", sagte Sahin bei der Feierstunde. "Wir sehen es aber auch als Möglichkeit, uns an diese wunderschöne Zeit, die wir in Köln gehabt haben, zu erinnern."

Ugur Sahin (l, 56) und Özlem Türeci (54) tragen sich in das Goldene Buch der Stadt ein und die Universität Köln verleiht die Ehrendoktorwürde.
Ugur Sahin (l, 56) und Özlem Türeci (54) tragen sich in das Goldene Buch der Stadt ein und die Universität Köln verleiht die Ehrendoktorwürde.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 17. September, 14.22 Uhr: Wales führt Nachweispflicht für Nachtclubs ein

Nachtschwärmer im britischen Landesteil Wales müssen künftig vor Betreten von Nachtclubs und größeren Events einen Corona-Impf- oder Testnachweis vorlegen.

Das teilte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am Freitag mit. Angesichts hoher Fallzahlen in dem Landesteil mit rund 3,1 Millionen Einwohnern rief der Labour-Politiker die Menschen auch dazu auf, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Regel tritt vom 11. Oktober an in Kraft und gilt für alle Erwachsenen. "Das letzte was wir wollen, sind weitere Lockdowns, und dass Geschäfte ihre Türen wieder schließen müssen", sagte Drakeford der Mitteilung zufolge.

Deswegen müssten nun kleine, aber bedeutungsvolle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Für Besuche in walisischen Clubs muss man demnächst Corona-Impf- oder Testnachweis vorlegen.
Für Besuche in walisischen Clubs muss man demnächst Corona-Impf- oder Testnachweis vorlegen.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 17. September, 13.34 Uhr: Israels Sanitätstruppe betreut Corona-Kranke zu Hause

Um die Krankenhäuser in der Corona-Krise zu entlasten, betreut die Sanitätstruppe der israelischen Armee seit dieser Woche Corona-Infizierte zu Hause.

Dutzende Teams aus Arzt, Krankenpfleger und Fahrer würden zunächst 250 Kranke täglich besuchen, teilte die Armee am Freitag mit. Die Operation "Hand in Hand" könne bei Bedarf aber noch ausgebaut werden.

In Israel wurden zuletzt mehrfach mehr als 10.000 neue Corona-Fälle pro Tag registriert - die höchsten Zahlen seit Beginn der Pandemie.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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