Coronavirus: Mehr als 41.000 Corona-Neuinfektionen in Frankreich

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 403.565 Infektionen bestätigt. 9928 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 305.340 als genesen gelten (Stand 22. Oktober, 22.20 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,38 Millionen Infizierte und 222.766 Tote wurden bereits erfasst (Stand 22. Oktober, 22.20 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 41,52 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.134.716 Todesfälle (Stand 22. Oktober, 22.20 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 22. Oktober, 22.25 Uhr: Neue Corona-Regeln in Österreich erst ab Sonntag

Die neuen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus treten in Österreich überraschenderweise erst am Sonntag in Kraft. 

Wie das österreichische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte, dürfen sich ab dann drinnen nur noch sechs Personen zu privaten Veranstaltungen wie Tanz- und Yogakursen oder zu Geburtstagsfeiern treffen. 

Für Feiern in der eigenen Wohnung gilt der dringende Appell, sich ebenfalls an diese Regel zu halten. Im Freien liegt die Obergrenze bei zwölf Menschen. Die Regierung hatte ursprünglich angekündigt, dass die strengeren Maßnahmen schon ab Freitag gelten werden.

Wien: Ein Mitarbeiter bereitet Speichelproben für die Analyse im Rahmen des Testverfahrens "LAMP" vor, einem neu entwickelten Corona-Testverfahren der Wiener Forschungsinstitute und der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES).
Wien: Ein Mitarbeiter bereitet Speichelproben für die Analyse im Rahmen des Testverfahrens "LAMP" vor, einem neu entwickelten Corona-Testverfahren der Wiener Forschungsinstitute und der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES).  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Für Bewohner in Seniorenheimen gilt künftig eine Maskenpflicht in den allgemein zugänglichen Bereichen, gleiches gilt für Fußgänger-Passagen. Hobby-Chöre und Kapellen dürfen auf Amateurniveau in Räumen nur maximal zu sechst zusammenkommen.

Das österreichische Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 2435 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden - ein Rekordwert für die Alpenrepublik mit ihren rund neun Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie.

Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg österreichweit auf 134,5 pro 100.000 Einwohner. Deutschland hatte am Donnerstag seine Reisewarnung auf fast ganz Österreich ausgeweitet.

Update, 22. Oktober, 22.20 Uhr: Merz will Wahlparteitag für CDU-Vorsitz trotz Corona unbedingt stattfinden lassen

Ex-Unionsfraktionschef und Bewerber um den CDU-Bundesvorsitz, Friedrich Merz (64), will den wegen der Corona-Krise auf der Kippe stehenden Wahlparteitag auf jeden Fall stattfinden lassen. 

"Wir müssen ihn stattfinden lassen, trotz Corona - und wir sollten auch nicht zulassen, dass da der Vergleich gemacht wird zwischen Volksfest, Oktoberfest und Fußballspiel", sagte Merz am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung der CDU Hamburg zum Thema "Arbeitsplätze, Klimaschutz, Europa - worauf es jetzt ankommt!". 

Parteien hätten einen Verfassungsauftrag und seien Teil einer demokratischen Ordnung. "Und Parteitage, Wahlen in politischen Parteien sind Voraussetzung dafür, dass unsere Demokratie funktioniert."

Am Montag werde die CDU-Spitze endgültig entscheiden, wie der Parteitag stattfinden könne. "Wir werden wahrscheinlich nochmal einen abgespeckteren Parteitag machen. Er ist ja ohnehin schon auf einen Tag reduziert", sagte Merz. Möglicherweise werde es dezentrale, in jedem Fall aber coronagerechte Lösungen geben. 

Friedrich Merz (64) überstand bereits selbst eine Corona-Infektion.
Friedrich Merz (64) überstand bereits selbst eine Corona-Infektion.  © Axel Heimken/dpa

"Dann wird er in einer anderen Form stattfinden als wir ihn bisher geplant haben." Merz gilt neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen (55) als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von der bisherigen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (58).

Ursprünglich wollte die Bundes-CDU schon im Frühjahr einen neuen Vorsitzenden wählen, musste aber schon diesen Parteitag wegen Corona verschieben. Nun steht aus demselben Grund auch der für den 4. Dezember in Stuttgart auf der Kippe.

Die Menschen im Land würden kaum verstehen, dass sich 1001 Delegierte versammelten, während wegen Corona die Beschränkungen für die Bürger verstärkt würden, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Parteiführung.

Dies gelte selbst dann, wenn die Hygienevorschriften mit dem vom Adenauerhaus ausgearbeiteten Schutz- und Warnsystem eingehalten werden könnten.

Update, 22. Oktober, 22.02 Uhr: Mehr als 41.000 Corona-Neuinfektionen an nur einem Tag in Frankreich

Frankreich hat mit 41.622 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen negativen Spitzenwert erreicht. 

Das seien rund 15.000 mehr als am Vortag, teilten die Behörden am Donnerstagabend mit. Insgesamt stieg die Zahl der Neuinfektionen auf 999.000.

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Premierminister Jean Castex hatte angekündigt, dass die bereits in Paris und anderen Metropolen geltende nächtliche Ausgangssperre auf rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes ausgedehnt wird.

Die Ausgangssperre gelte vom Samstag an dann in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Nach Angaben der Regierung haben sich in den vergangenen sieben Tagen 251 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. 

Es starben bisher mehr als 34.000 Menschen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (42) muss mit immer schlimmeren Fallzahlen kämpfen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (42) muss mit immer schlimmeren Fallzahlen kämpfen.  © Abdulmonam Eassa/POOL AFP/AP/dpa

Update, 22. Oktober, 21.50 Uhr: Slowakei beschließt Ausgangsbeschränkungen und Teil-Lockdown

In der Slowakei gelten im Kampf gegen das Coronavirus von Samstag bis inklusive 1. November wieder strenge Ausgangsbeschränkungen. 

Das gab die Regierung am Donnerstagabend nach einer mehr als elfstündigen Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabs bekannt. Im ganzen Land dürfen die Menschen mehr als eine Woche lang die eigene Wohnung nur für dringende Zwecke verlassen. 

Dazu gehören der Weg zur Arbeit, zu einem Corona-Test und zur Deckung von Grundbedürfnissen, aber auch für kleine Spaziergänge in der Natur.

Wie Wirtschaftsminister Richard Sulik erklärte, werden die Geschäfte nicht vom Staat geschlossen. Wegen der Ausgangsbeschränkungen werden aber die meisten keine Kunden haben - abgesehen etwa von Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen. 

Die Schulen werden im ganzen Land ab Montag für einen Monat nur für die ersten vier Schulstufen offenstehen. Die älteren Schüler müssen auf Online-Unterricht umsteigen.

Igor Matovic (47), Ministerpräsident der Slowakei, führt sein Land in den nächsten Lockdown.
Igor Matovic (47), Ministerpräsident der Slowakei, führt sein Land in den nächsten Lockdown.  © Olivier Hoslet/EPA Pool/AP/dpa

In vier besonders stark betroffenen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können, fast nur noch ins Testlabor gehen, auch der Weg zur Arbeit ist untersagt.

In diesen Bezirken soll schon ab Freitag die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung beginnen. An den beiden darauffolgenden Wochenenden sollen dann im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Menschen getestet werden.

Bis Freitag bestätigten die slowakischen Gesundheitsbehörden 35.330 Fälle für das 5,4 Millionen Einwohner zählende Land. Die Gesamtzahl der coronabedingten Toten liegt mit 115 niedriger als in den meisten anderen EU-Ländern, allerdings zählt die Slowakei nur Verstorbene, bei denen eine andere Todesursache ausgeschlossen wurde.

Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Slowakei binnen 14 Tagen bei 347,0 - der EU-Spitzenwert dazu lag im Nachbarland Tschechien bei 1066,3.

Update, 22. Oktober, 21.11 Uhr: Söder sieht Deutschland bei Corona vor Weichenstellung

Nach dem Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) zu Vorsicht und Disziplin gemahnt. 

"Ich glaube, das wird jetzt eine spannende Zeit für uns alle werden. Es wird schon eine wichtige Weichenstellung sein", sagte der CSU-Chef am Donnerstag in der Sendung ZDF spezial. 

"Es muss uns gelingen, diese Welle zu brechen. (...) Und wenn wir jetzt ein bisschen mehr tun, dann werden wir hinterher weniger Folgen haben."

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hatte zuvor erstmals den Wert von 10.000 überschritten. 

Söder kommentierte: "Es ist genau das eingetreten, wie schon vor Wochen prognostiziert, dass mit Leichtsinn und mit mangelnder Vorsicht leider eine entsprechend höhere Zahl an Infektionen stehen kann." Darum müssten die jetzt eingeleiteten Maßnahmen überall konsequent umgesetzt werden.

Söder forderte, es brauche jetzt auch Geduld - "die gleiche Mentalität, die wir im Frühjahr hatten: das Mitmachen, Vorsicht, Disziplin und Rücksichtnahme". 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU).
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU).  © Peter Kneffel/dpa

"Wir haben einmal schon einer solchen Welle sehr erfolgreich getrotzt." Mit Geduld und Rücksichtnahme sei es durchaus machbar, die Situation zu meistern "und dass wir eben kein Schließen von Grenzen haben, kein Schließen von Schulen und Kitas haben". "Aber es hängt sehr viel von jedem Einzelnen ab."

Angesprochen auf Kritik an seinem Vorstoß, für Bayern eine neue "dunkelrote" Warnstufe für Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einzuführen, kritisierte Söder: "Wir haben zu viele, die im Moment nur sagen, was sie nicht möchten, und zu wenige, die mithelfen, etwas zu erreichen."

Das sei leider seit Wochen das Problem. "Wir reden uns das Problem klein oder schön, jeder hat irgendeine Ausrede, findet irgendein Schlupfloch, jeder findet für sich eine Möglichkeit zu sagen: Mich betrifft's doch nicht. Anstatt dass wir jetzt alle mal gemeinsam an einem Strang ziehen."

Update, 22. Oktober, 20.27 Uhr: Infektionsrekord in Portugal - Regierung verhängt regionalen Lockdown

In Portugal hat es erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr als 3000 Neuinfektion gegeben. 

Binnen 24 Stunden seien 3270 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag in Lissabon mit. Damit wurde der bisherige, am vorigen Freitag registrierte Höchstwert (2608) gleich um 662 Fälle übertroffen.

Für die drei am schlimmsten betroffenen Bezirke Felgueiras, Lousada und Paços de Ferreira im Norden des Landes beschloss die Regierung für zunächst eine Woche einschneidende Maßnahmen. 

Die rund 150.000 betroffenen Menschen dürfen ab Mitternacht (1.00 MESZ am Freitag) das Haus nur noch mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. In diesen Bezirken, die unweit der Metropole Porto liegen, müssen zudem alle Läden bereits um 22 Uhr schließen.

Immer mehr Corona-Tests fallen auch in Portugal positiv aus.
Immer mehr Corona-Tests fallen auch in Portugal positiv aus.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa beschloss außerdem, dass alle gut 10,3 Millionen Bürger Portugals zwischen dem 30. Oktober und dem 3. November den eigenen Wohnbezirk nicht verlassen dürfen.

Damit wolle man zu Allerheiligen und Allerseelen den für gewöhnlich sehr lebhaften Reiseverkehr eindämmen, hieß es. Am 2. November werde es einen offiziellen Tag der Trauer in Gedenken an die Opfer von Covid-19 geben.

In dem lange Zeit vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommenen Land wurden bereits fast 110.000 Infektionen verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 starben, kletterte am Donnerstag um 16 auf 2245. Nach den jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich in Portugal binnen 14 Tagen 243,4 je 100.000 Einwohner mit dem Virus an.

In einigen europäischen Ländern liegt dieser Wert derweil deutlich höher - allen voran die Tschechische Republik, die auf 1066,3 kommt. In Deutschland lag diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 98,7.

Update, 22. Oktober, 20.15 Uhr: SPD in Rheinland-Pfalz verschiebt wegen Corona Landesparteitag

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen verschiebt die rheinland-pfälzische SPD ihren ursprünglich für den 31. Oktober geplanten ordentlichen Landesparteitag aufs nächste Jahr. 

"Gerne hätten wir unseren Landesparteitag wie geplant Ende Oktober in Mainz abgehalten", teilte SPD-Generalsekretär Daniel Stich nach dem Beschluss des Landesvorstands am Donnerstagabend mit. 

Doch mit Blick auf die aktuelle Pandemieentwicklung und die Einstufung der Landeshauptstadt als Risikogebiet sei es nicht möglich, den Parteitag mit Vorstandswahlen wie geplant abzuhalten. 

Der Nachholtermin soll voraussichtlich im Frühjahr sein.

SPD-Generalsekretär Daniel Stich (Archivbild).
SPD-Generalsekretär Daniel Stich (Archivbild).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 22. Oktober, 20.12 Uhr: Österreich stellt Corona-Ampel für 21 weitere Bezirke auf Rot

Österreich stellt seine Corona-Ampel für zahlreiche Bezirke und Regionen angesichts der sich ausweitenden Corona-Pandemie auf Rot. 

Betroffen sind unter anderem bei Touristen beliebte Gegenden wie Zell am See oder St. Johann im Pongau, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Donnerstag berichtete. 

Im Bundesland Tirol wurde auch der Bezirk Landeck rot eingestuft - in diesem Bezirk liegt der Wintersportort Ischgl, der im März zu einem Corona-Hotspot wurde. Bisher stand die österreichische Corona-Ampel in vier Bezirken auf Rot, darunter Hallein in Salzburg und die Stadt Innsbruck.

Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Mit ihrer Hilfe wird die Infektionslage jede Woche neu bewertet und auf einer Karte farblich dargestellt - in der Regel für jeden Bezirk, entsprechend etwa den deutschen Landkreisen, sowie für das Bundesland Wien. 

Die Farben reichen von Grün (Risiko: niedrig) über Gelb (mittel) und Orange (hoch) bis Rot (sehr hoch). Kriterien sind Fallzahlen der vergangenen sieben Tage, Nachverfolgbarkeit der Ansteckungen, Auslastung der Krankenhausbetten und Gesamtzahl an Tests. 

Außerdem wird berücksichtigt, ob eine Region viele Touristen oder Pendler hat.

Ein Spender mit Desinfektionsflüssigkeit und ein Hinweisschild zur Maskenpflicht sind im Kassenbereich einer Seilbahn angebracht. Die Zahl der Corona-Fälle in Österreich steigt weiter an.
Ein Spender mit Desinfektionsflüssigkeit und ein Hinweisschild zur Maskenpflicht sind im Kassenbereich einer Seilbahn angebracht. Die Zahl der Corona-Fälle in Österreich steigt weiter an.  © Barbara Gindl/APA/dpa

Update, 22. Oktober, 20.08 Uhr: Klagen gegen "Lockdown" im Berchtesgadener Land

Gastronomen und andere Betroffene gehen gerichtlich gegen die strengen Corona-Maßnahmen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land vor. Beim Verwaltungsgericht München gingen mehrere Klagen und Eilanträge ein.

Unter anderen wendet sich ein Gastronom im Eilverfahren gegen die Schließung seines Betriebes, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstagabend sagte. 

Ein weiterer Gastronomiebetrieb will erreichen, dass er entgegen der Allgemeinverfügung des Landratsamtes auch nach 20.00 Uhr Speisen zum Abholen oder zur Lieferung anbieten kann. In einem Eilverfahren will eine Schülerin aus Berchtesgaden erreichen, dass sie ihr Gymnasium in Traunstein besuchen kann.

Wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mussten Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter am Dienstag ihre Gäste mit Ausnahme von Geschäftsreisenden nach Hause schicken. Die Gastronomie bleibt geschlossen. 

Das Landratsamt hatte eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist im Landkreis vorerst bis zum 2. November nur noch mit triftigem Grund erlaubt.

Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt wegen extrem gestiegener Corona-Zahlen nun für zwei Wochen ein weitreichender "Lockdown".
Im Landkreis Berchtesgadener Land gilt wegen extrem gestiegener Corona-Zahlen nun für zwei Wochen ein weitreichender "Lockdown".  © Lino Mirgeler/dpa

Update, 22. Oktober, 20.04 Uhr: Neueste Forschungen: So stecken wir uns wirklich mit dem Coronavirus an

Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) steckt sich ein Großteil der Menschen in Deutschland im privaten Umfeld mit dem Coronavirus an. Mehr Infos >> HIER

RKI-Präsident Lothar Wieler (59).
RKI-Präsident Lothar Wieler (59).  © Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

Update, 22. Oktober, 19.06 Uhr: VfL Osnabrück nach Quarantäne wieder im Training

Mit Spaß und Elan hat der VfL Osnabrück am Donnerstag das Mannschaftstraining nach einer zweiwöchigen Quarantäne von 18 Fußballprofis wieder aufgenommen. 

"Es war eine große Freude heute, dass alle sich wieder sehen konnten und Fußballspielen durften", sagte Trainer Marco Grote am Donnerstag und Sportdirektor Benjamin Schmedes bestätigte: "Es war eine sehr gelöste Stimmung." Nach einer kurzen Vorbereitung treten die Niedersachsen am Sonntag um 13:30 Uhr beim 1. FC Heidenheim an.

Zwei Spieler des Zweitligisten waren Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet worden. Etwa zwei Drittel des Kaders mussten daraufhin in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne. 

"Wir sind sehr, sehr froh, dass die Zeit hinter uns liegt", sagte Schmedes. Das Heimspiel gegen Darmstadt 98 wurde vom vergangenen Sonntag auf den kommenden Mittwoch verschoben.

VfL Osnabrücks Trainer Marco Grote (48).
VfL Osnabrücks Trainer Marco Grote (48).  © Axel Heimken/dpa

Update, 22. Oktober, 18.28 Uhr: EU weitet Corona-Einreisebeschränkungen auf Kanada und Tunesien aus

Die EU-Staaten weiten die in der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder auf Kanada, Georgien und Tunesien aus. 

Für die drei Länder soll keine Ausnahme mehr der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen gelten, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstag mitteilte. Singapur hingegen wurde zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wieder möglich sind.

Somit dürfen künftig nur noch Menschen aus acht Ländern normal in die EU einreisen: Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea, Thailand und Uruguay. 

Es sind die ersten Änderungen der Liste seit rund zweieinhalb Monaten.

Das Plenum des Europäischen Parlaments.
Das Plenum des Europäischen Parlaments.  © Olivier Matthys/AP/dpa

Update, 22. Oktober, 18.25 Uhr: Bahnmesse Innotrans nochmals verschoben - jetzt auf 2022

Die internationale Bahntechnikmesse Innotrans in Berlin wird wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben. 

Ursprünglich sollte sie im September stattfinden, dann wurde sie auf April 2021 verschoben - und ist nun für den 20. bis 23. September 2022 terminiert, wie die Messe Berlin am Donnerstag mitteilte. 

"Ausschlaggebend waren letztlich die fehlende Planungssicherheit und die Prognose der Entwicklung der Pandemie in den nächsten Monaten", sagte Messe-Geschäftsführer Christian Göke.

Titelfoto: Abdulmonam Eassa/POOL AFP/AP/dpa

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