Coronavirus: Mehr als 50.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemiebeginn

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.108.895 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.797.648 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 50.876 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 24,63 Millionen Infizierte und 410.102 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 97,49 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.089.455 Todesfälle (alle Angaben Stand 22. Januar, 7 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 22. Januar, 9.55 Uhr: Saarländischer Ministerpräsident zu Corona-Mutante: Wir haben nur wenige Wochen Zeit

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat eindringlich vor der in Großbritannien schon weit verbreiteten Coronavirus-Mutation gewarnt.

"Wir sehen jetzt, dass die neue Corona-Variante sich auch bei uns in zwei oder drei Wochen sprunghaft verbreiten könnte", sagte er am Freitag im Landtag.

Man habe "also nur wenige Wochen Zeit", um die Zahl der Neuinfektionen auf ein Niveau zu drücken, von dem aus auch die neue, ansteckendere Mutante namens B.1.1.7 wirkungsvoll in Grenzen gehalten werden kann.

"Wir können jetzt nicht abwarten, um erst mal zu sehen, ob sich B.1.1.7 denn bei uns tatsächlich so aggressiv ausbreitet wie in Irland oder Großbritannien", sagte Hans. "Wenn wir einmal so weit sind, dass wir dies festgestellt haben, ist es bereits zu spät."

Update, 22. Januar, 9.40 Uhr: Heil für Corona-Zuschuss und Maskengutscheine für Bedürftige

Bundessozialminister Hubertus Heil hat sich für eine zusätzliche Unterstützung für Bedürftige in der Corona-Krise ausgesprochen.

Es sei richtig, jetzt zügig einen Zuschuss zur Verfügung zu stellen, sagte der SPD-Politiker der Rheinischen Post (Samstag) mit Blick auf zusätzlich entstandene Belastungen etwa für Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose oder Menschen mit Behinderung durch die Schließung von Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen.

"Auch die Versorgung von Grundsicherungsempfängern mit FFP2- und OP-Masken muss gesichert werden."

Update, 22. Januar, 9.36 Uhr: Deutlich weniger Verkehrsunfälle durch Corona-Einschränkungen

Die Corona-Pandemie hat die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr deutlich sinken lassen.

Von Januar bis November erfasste die Polizei 2,1 Millionen Straßenverkehrsunfälle, 15,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte.

Die Entwicklung sei auf das geringere Verkehrsaufkommen infolge der Corona-Einschränkungen zurückzuführen, erklärten die Statistiker.

Ein Sicherungsanhänger mit einer elektronischen Warnung vor einem Unfall auf der Autobahn.
Ein Sicherungsanhänger mit einer elektronischen Warnung vor einem Unfall auf der Autobahn.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. Januar, 9.01 Uhr: Zentrale Gedenkfeier für Opfer der Corona-Pandemie nach Ostern

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will nach Ostern in Berlin eine zentrale Gedenkfeier für die Toten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Deutschland ausrichten.

Gemeinsam mit den anderen Verfassungsorganen wolle er damit "ein Zeichen setzen, dass wir als Gesellschaft gemeinsam trauern, dass wir die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen", teilte das Bundespräsidialamt am Freitag in Berlin mit.

Um bis dahin ein Zeichen des gemeinsamen Gedenkens zu setzen, rief Steinmeier zugleich alle Bürger zu einer Aktion "#lichtfenster" auf. Er ermunterte sie, vom Freitag an ein Licht in ihre Fenster zu stellen und auch ein Bild davon mit dem Hashtag #lichtfenster in den sozialen Medien zu teilen.

Update, 22. Januar, 8.49 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident zu Corona-Maßnahmen: Bund hat bald alle Register gezogen

Der Bund hat nach Meinung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die Grenzen seiner Möglichkeiten bei den Corona-Maßnahmen bald erreicht.

"Es gibt eine überschaubare Zahl an Instrumenten, mit denen wir die Pandemie bekämpfen können. Und im Prinzip haben wir bald alle Register gezogen", sagte er im Interview mit dem Spiegel.

Bis auf einen totalen Shutdown gäbe es nicht mehr viele Maßnahmen, die noch verfügt werden könnten. Ein Herunterfahren der Wirtschaft und ein Schließen der Grenzen lehne er ab. Eine Abschottung Deutschlands sieht er als kein mögliches Mittel.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und amtierender Bundesratspräsident, ist der Meinung: Der Bund hat die Grenzen seiner Möglichkeiten bei den Corona-Maßnahmen bald erreicht.
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und amtierender Bundesratspräsident, ist der Meinung: Der Bund hat die Grenzen seiner Möglichkeiten bei den Corona-Maßnahmen bald erreicht.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 22. Januar, 8.39 Uhr: Berliner Bezirksparlament bricht Sitzung wegen Corona-Falls ab

Wegen der Corona-Infektion eines Abgeordneten ist eine Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg abgebrochen worden.

"Es ist eine außerordentliche Situation eingetreten dergestalt, dass ein Bezirksverordneter positiv auf Covid-19 getestet wurde", sagte BVV-Vorsteher Rainer Bosse bei der Zusammenkunft am Donnerstagabend laut einem bei Youtube hochgeladenem Video.

"Das zwingt uns an dieser Stelle zum Abbruch der Tagung."

Update, 22. Januar, 8.02 Uhr: Giffey möchte Corona-Tests auch in der Kinderbetreuung ausweiten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert für eine Ausweitung von Corona-Tests auch in der Kinderbetreuung.

"Ich glaube, es ist jetzt sehr wichtig, so lange das Impfen noch nicht möglich ist, die Tests auszuweiten", sagte sie im ARD-Morgenmagazin am Freitag. Derzeit gebe es in der Kinderbetreuung vor allem freiwillige Tests.

Nach der aktuellen Corona-Kita-Studie seien etwa 20 Prozent der Erzieher coronabedingt nicht am Kind. "Das ist eine hohe Zahl", bemerkte Giffey. Sie seien krank oder in Quarantäne.

Franziska Giffey (42, SPD), Bundesfamilienministerin, äußert sich am Rande der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag bei einem Pressestatement zur Ausweitung des Kinderkrankengeldes.
Franziska Giffey (42, SPD), Bundesfamilienministerin, äußert sich am Rande der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag bei einem Pressestatement zur Ausweitung des Kinderkrankengeldes.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 22. Januar, 7.46 Uhr: Politischer Aschermittwoch der CSU dieses Jahr digital

Die traditionelle Kundgebung der CSU zum politischen Aschermittwoch soll in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie digital stattfinden.

"Statt den gefühlt 10.000 Gästen in der Dreiländerhalle wird der Politische Aschermittwoch unter strengen Hygienemaßnahmen als Studioproduktion realisiert", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der Passauer Neuen Presse (PNP/Freitagsausgabe).

"Der größte Stammtisch der Welt mit 10.000 Teilnehmern, er findet diesmal virtuell statt."

In Passau selbst sollen nur Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder und Blume selbst sein.

Markus Söder (54, r, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, und Markus Blume (45), CSU-Generalsekretär, stehen beim virtuellen Parteitag in der CSU-Landesleitung in einem TV-Studio.
Markus Söder (54, r, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, und Markus Blume (45), CSU-Generalsekretär, stehen beim virtuellen Parteitag in der CSU-Landesleitung in einem TV-Studio.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Update, 22. Januar, 7.42 Uhr: Ölpreise geben nach - Corona-Lage belastet

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel nachgegeben.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 55,45 US-Dollar. Das waren 65 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 68 Cent auf 52,45 Dollar.

Update, 22. Januar, 6 Uhr: Sterberisiko durch Corona bei Älteren mehr als verdoppelt

Corona ist für ältere Menschen besonders gefährlich.

Genauer hat das nun ein Mathematiker analysiert: Mit zunehmenden Alter steigt nicht nur das Risiko binnen eines Jahres zu sterben - bei Corona-Infizierten über 60 Jahren ist es demnach sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Gesunden im selben Alter.

Und nicht nur das: Ab 60 Jahren wird für Infizierte der Abstand zwischen dem Risiko, an Corona zu sterben, und dem allgemeinen Altersrisiko, das auch für Gesunde gilt, zunehmend schneller immer größer.

Titelfoto: Michael Evers/dpa

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