Coronavirus: Spanien will Notstand bis 20. Juni verlängern

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen zunächst beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

Zwei Schauspieler erinnern als französische Gendarmen die Besucher an die Maskenpflicht und die anderen Hygieneregeln im Freizeitpark Belantis. Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen.
Zwei Schauspieler erinnern als französische Gendarmen die Besucher an die Maskenpflicht und die anderen Hygieneregeln im Freizeitpark Belantis. Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland kann, mit einer Schutzmaske über Mund und Nase, größtenteils aufatmen und sich an die "Neue Normalität" gewöhnen.

Unter Auflagen (Abstand halten und Gesichtsmaske tragen) können alle Geschäfte wieder öffnen. Auch jeder Schüler und jedes Vorschulkind soll vor dem Sommer noch mindestens einmal in die Schule oder Kita gehen.

Restaurants, Cafés, Hotels und Ferienwohnungen dürfen ebenfalls unter teils erheblichen Einschränkungen wieder öffnen. Jedes Bundesland legt hierfür eigene Regeln fest. Selbst Freizeitparks und Freibäder dürfen unter strengen Voraussetzungen vielerorts wieder öffnen.

Mittlerweile gibt es 183.189 bestätigte Infektionen in Deutschland. Außerdem 8530 Todesfälle und 164.908 Genesene (Stand 31. Mai, 9.30 Uhr).

Die USA haben weiterhin weltweit die meisten Fälle - über 1,7 Millionen. 103.781 Menschen sind bereits gestorben (Stand 31. Mai, 9.30 Uhr).

Weltweit gibt es über 6 Millionen bestätigte Fälle und mehr als 369.000 Todesfälle (Stand 31. Mai, 9.30 Uhr).

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Update, 31. Mai, 14.52 Uhr: Spanien will umstrittenen Corona-Notstand bis 20. Juni verlängern

Im Corona-Hotspot Spanien will die linke Regierung den umstrittenen Notstand zur Eindämmung der Pandemie bis zum 20. Juni verlängern. Er wolle beim Parlament eine letzte Verlängerung des sogenannten Alarmzustands beantragen, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag. 

Man habe "fast alles geschafft", was man sich vorgenommen habe. "Aber jetzt benötigen wir diese letzte Verlängerung, um die Arbeit zu Ende zu bringen", erklärte der Sozialist. Es werde eine "abgeschwächte Form" des Notstands sein.

Über den Antrag der Regierung wird das Parlament am Mittwoch debattieren und abstimmen. Nur im Rahmen der bereits seit dem 15. März geltenden dritthöchsten Notstandsstufe darf die Regierung in Madrid die Rechte der Bürger im ganzen Land stark einschränken. Es gelten zum Beispiel weiterhin strenge Ausgehbeschränkungen, die erst seit wenigen Wochen langsam gelockert werden.

Sánchez sicherte am Sonntag den Regionalpräsidenten bei einer Videokonferenz zu, dass in der "Phase 3", der letzten Etappe des Exitplans, die Regionen viele Kompetenzen zurückerlangen werden. Etwa die Hälfte des Landes befand sich am Wochenende in "Phase 2" der Lockerungen, die restlichen Regionen - darunter Madrid und Barcelona als Epizentren der Pandemie in Spanien - waren derweil noch in "Phase 1". 

Den Plänen zufolge werden die Spanier erst Ende Juni nach Abschluss der "Phase 3" ihre Provinz verlassen dürfen. Im Juli sollen dann die Grenzen für Touristen geöffnet werden.

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien.
Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien.  © Moncloa/Europa Press/dpa

Die strenge Anti-Corona-Politik der linken Regierung löst in Spanien immer mehr Kritik aus. Es gab mehrere Protestkundgebungen. Sánchez behauptet derweil, die strenge Anti-Corona-Politik sei für die Erfolge im Kampf gegen das Virus verantwortlich. 

Mit mehr als 27 000 Toten und rund 240 000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder. Die Zahlen werden aber seit Wochen immer besser, in den vergangenen sieben Tagen wurden insgesamt nur noch 43 neue Todesfälle verzeichnet.

Update, 31. Mai, 14.25 Uhr: Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler wohl zögern

Trotz deutschlandweiter Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist der große Ansturm von Urlaubern und Ausflüglern an Pfingsten erst einmal ausgeblieben. 

In Bayern, wo am Samstag wie auch in Baden-Württemberg zweiwöchige Schulferien begonnen haben, zog es die Menschen auch am Sonntag nur sehr zögerlich an die Seen und in die Berge.

Auf den Straßen gab es keine größeren Probleme. "Es ist ein ziemliches Aufkommen, aber es ist ruhig und flüssig", sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei Ahlhorn an der A1 in Niedersachsen. Die Bahn sprach von einem entspannten Pfingstverkehr ohne besondere Vorkommnisse. Die Züge in Deutschland seien nicht stark ausgelastet, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

Während zum Start in die Ferien am Samstag in Bayern kaum Ausflugsverkehr zu verzeichnen war, konnten sich die Betreiber von Gastronomie, Seil- und Bergbahnen sowie von Parkplätzen am Sonntag zumindest etwas mehr freuen - auch wenn bei weiß-blauem Himmel nicht von einem Ansturm die Rede sein konnte. Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern wieder touristische Übernachtungen anbieten.

Trotz deutschlandweiter Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist der große Ansturm von Urlaubern und Ausflüglern an Pfingsten erst einmal ausgeblieben.
Trotz deutschlandweiter Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist der große Ansturm von Urlaubern und Ausflüglern an Pfingsten erst einmal ausgeblieben.  © Stephan Jansen/dpa

Allgemein war für das Wochenende erwartet worden, dass die Menschen nach den wochenlangen Beschränkungen durch die Corona-Krise wieder zu den Ausflugszielen strömen werden.

Update, 31. Mai, 14.16 Uhr: Atalanta Bergamos Trainer Gasperini: Ich fürchtete den Tod

Der Trainer des italienischen Fußballclubs Atalanta Bergamo, Gian Piero Gasperini, hat in der Corona-Krise um sein Leben gebangt. Vor und nach dem Champions-League-Achtelfinale am 10. März gegen Valencia habe er sich sehr schlecht gefühlt. 

"Ich hatte kein Fieber, aber ich fühlte mich zerschlagen, als hätte ich 40 Grad", sagte Gasperini der Zeitung "Gazzetta dello Sport".

"Alle zwei Minuten fuhr ein Krankenwagen vorbei, in der Nähe gibt es ein Krankenhaus. Es schien wie im Krieg. Nachts dachte ich, was passiert mit mir? Ich kann jetzt nicht sterben, ich habe noch so viel zu tun." Später habe ein Test bestätigt, dass er sich mit Corona infiziert hatte.

Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League von Atalanta gegen den FC Valencia am 19. Februar gilt als einer der Treiber für die verheerende Ausbreitung der Krankheit in Norditalien. Bei dem italienischen Club spielt auch der deutsche Profi Robin Gosens.

Gasperini erzählte, er habe vor zehn Tagen einen Test gemacht. "Ich habe Antikörper, aber das heißt nicht, dass ich immun bin." Der Fußballclub könnte der Stadt beim Neustart helfen. "Es braucht Zeit für Spaß und Freude auf den Plätzen", sagte der Trainer. Aber die Leute aus Bergamo seien wie "Glut unter der Asche". "Langsam aber sicher wird alles wieder so sein wie vorher."

Atalantas Cheftrainer Gian Piero Gasperini.
Atalantas Cheftrainer Gian Piero Gasperini.  © Luca Bruno/AP/dpa

Update, 31. Mai 14.01 Uhr: Schiefer Turm von Pisa wieder geöffnet - "Zeichen der Hoffnung"

Nach und nach öffnen in Italien wieder die wichtigen Wahrzeichen: In der Toskana durften Besucher nach fast drei Monaten Corona-Sperre wieder den Schiefen Turm von Pisa besichtigen. 

"Es ist ein wichtiger Tag, weil wir mit der Wiedereröffnung der Gegend beim Neustart helfen", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Vorsitzenden des Verwaltungsamtes Primaziale Pisana, Pierfrancesco Pacini. Bei einem Flashmob gedachten zahlreiche Menschen an die Corona-Opfer und warben gleichzeitig für Besucher. 

Die Touristenströme seien "gleich Null", sagte Pacini. Wichtig sei aber ein "Zeichen des Vertrauens und der Hoffnung".

Am Montag öffnen in Rom wieder das Kolosseum und die Vatikanischen Museen. In Florenz folgen auch die Uffizien und die Galleria dell'Accademia mit Michelangelos David-Statue.

Update, 31. Mai, 13.18 Uhr: Söder liebäugelt mit Urlaub im Norden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann sich vorstellen, dieses Jahr in Deutschlands Norden Urlaub zu machen. 

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), und deren Amtskollege aus Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hätten ihn schon eingeladen, sagte der CSU-Chef der "Welt am Sonntag". 

"Es wäre doch spannend, mit Daniel Günther durch das Watt zu wandern." Auf jeden Fall will Söder in Deutschland Urlaub machen, natürlich auch in Bayern. "Aber ich kann mir gut vorstellen, auch mal nach Norden an die Küste zu fahren", sagte er.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Armin Weigel/dpa

Update, 31. Mai, 12.54 Uhr: Kompletter Programmcode der Corona-Warn-App veröffentlicht

Die Entwickler der Corona-Warn-App des Bundes haben den kompletten Programmcode der mit Spannung erwarteten Anwendung offengelegt. 

"Über Pfingsten haben wir alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwickler-Plattform GitHub publiziert", erklärten Sprecher der Deutschen Telekom und der SAP AG. Damit seien alle Codes der vollständigen App für die Experten-Community einsehbar.

Update, 31. Mai, 12.35 Uhr: Vor Corona-Lockerungen: Russland überschreitet Marke von 400 000

In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten kurz vor geplanten größeren Lockerungen auf über 400 000 gestiegen. Die amtliche Statistik wies am Sonntag 9268 neue Fälle aus. Die Gesamtzahl stieg damit auf 405 843, darunter nach offiziellen Angaben 4693 Todesfälle. 

Ungeachtet massiv steigender Zahlen beginnt an diesem Montag in Russland eine größere Lockerungswelle. Erstmals seit mehr als zwei Monaten Ausgangssperre sind in Moskau - Europas größter Stadt - wieder Spaziergänge an einzelnen Tagen und Frühsport im Freien erlaubt. Verschärft wird allerdings der Maskenzwang.

Mund- und Nasenschutz sind dann nicht mehr nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln Pflicht, sondern auch auf der Straße. In der russischen Hauptstadt werden erstmals wieder Geschäfte und Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe wie Reparaturwerkstätten und Reinigungen unter strengen Hygienevorschriften geöffnet. 

Dadurch können 300 000 Menschen wieder zur Arbeit. Friseure und Gaststätten bleiben geschlossen.

Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln sind weiter nur mit einem von der Stadt ausgegebenen elektronischen Passierschein erlaubt. Zudem ist das Tragen von Handschuhen vorgeschrieben. Auch in vielen anderen Teilen Russlands sind massive Lockerungen geplant.

Wladimir Putin (l), Präsident von Russland.
Wladimir Putin (l), Präsident von Russland.  © Alexei Druzhinin/POOL SPUTNIK KREMLIN/AP/dpa

Kremlchef Wladimir Putin hatte trotz immer neuer Höchststände bei den Todes- und Infektionszahlen erklärt, dass sich die Lage stabilisiert habe. Vor allem der Druck seitens der Wirtschaft war groß, Produktion und Handel wieder zuzulassen.

Russland steckte schon vor der Pandemie in einer Wirtschaftskrise. Die Kritik an der russischen Politik im Kampf gegen Corona nimmt zu. In sozialen Netzwerken beklagen Bürger millionenfach ein Durcheinander an Regelungen und Chaos bei der Verhängung von Strafen wegen Verstößen gegen Vorschriften.

Update, 31. Mai, 12.26 Uhr: Neuanstieg von Corona-Infektionen: Netanjahu mahnt Israelis

Angesichts eines Neuanstiegs von Corona-Infektionen in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Bürger des Landes zu mehr Disziplin gemahnt. 

Zum Auftakt einer Kabinettssitzung in Jerusalem sagte Netanjahu am Sonntag: "Es gibt in den letzten Tagen einen Anstieg der Erkrankungen, begleitet von einer Aufweichung der Disziplin."

Als neue Infektionsherde in Israel zeichnen sich vor allem Schulen ab. Nach Angaben des Bildungsministeriums sind bereits 17 Kindergärten und Schulen wegen Corona-Neuerkrankungen wieder geschlossen worden. Die meisten neuen Fälle gab es an einem Jerusalemer Gymnasium, wo mehr als 100 Lehrer und Schüler erkrankt sind. Nach Medienberichten hatte dort ein einzelner "Superspreader" die anderen infiziert.

"Es besteht kein Zweifel, dass es einen Anstieg gibt im Vergleich zu dem, was wir in den letzten Wochen gesehen haben", sagte Netanjahu. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden." Man müsse nun feststellen, ob es einen echten Trendwechsel gebe. 

"Wir werden in den nächsten Tagen unsere Schritte abwägen, und wenn notwendig werden wir die Politik dementsprechend ändern." Netanjahu appellierte an die Israelis, weiter Masken zu tragen, einen Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten und die Hygieneregeln einzuhalten.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu.
Der israelische Premier Benjamin Netanjahu.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 31. Mai, 12.17 Uhr: Papst: Müssen Chance aus Corona-Krise nutzen

Papst Franziskus hat in der Corona-Pandemie einen Neuanfang für ein gerechteres Leben gefordert. Narzissmus, Pessimismus und Selbstmitleid seien Gefahren, diese Chance zu verspielen. 

"Schlimmer als die gegenwärtige Krise wäre nur, wenn wir die Chance, die sie birgt, ungenutzt verstreichen ließen und uns in uns selbst verschlössen", sagte der Pontifex am Sonntag bei der Pfingstmesse im Petersdom in Rom.

In der Pandemie sei der "Rückzug auf die eigenen Bedürfnisse, die Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer, das Nichteingestehen der eigenen Fehler und Schwächen" besonders schlimm. Die Menschen müssten sich aus der "Lähmung des Egoismus" befreien.

Franziskus hat in der Corona-Krise immer wieder eine Besinnung auf mehr Gerechtigkeit gefordert. Auch warnte er davor, dass viele Menschen in der Krise in die Armut rutschen würden.

Papst Franziskus hat in der Corona-Pandemie einen Neuanfang für ein gerechteres Leben gefordert.
Papst Franziskus hat in der Corona-Pandemie einen Neuanfang für ein gerechteres Leben gefordert.  © Alessandra Tarantino/AP/dpa

Update, 31. Mai, 11.17 Uhr: Coronavirus nach 24 Stunden auf Karton nachgewiesen: Kann man sich beim Lesen einer Zeitung infizieren?

Eine Zeitung, die beim Bäcker ausliegt, geht durch viele Hände. Vor dem Auftreten des Coronavirus war das kein Problem. Aber jetzt? Kann ich mich beim Lesen über das Papier infizieren? Ein Faktencheck.

BEHAUPTUNG: Druckerzeugnisse wie Bücher, Zeitschriften und Zeitungen übertragen das Coronavirus.

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Eine Frau liest eine Zeitung am Frühstückstisch. Eine Zeitung, die beim Bäcker ausliegt, geht durch viele Hände. Vor dem Auftreten des Coronavirus war das kein Problem. Aber jetzt? Kann ich mich beim Lesen über das Papier infizieren?
Eine Frau liest eine Zeitung am Frühstückstisch. Eine Zeitung, die beim Bäcker ausliegt, geht durch viele Hände. Vor dem Auftreten des Coronavirus war das kein Problem. Aber jetzt? Kann ich mich beim Lesen über das Papier infizieren?  © Fabian Strauch/dpa

Update, 31. Mai, 11.05 Uhr: Röttgen spricht von der schwersten Krise der EU-Geschichte

Der Vorsitzende des Auswärtigen Bundestagsausschusses, Norbert Röttgen, sieht die Europäische Union in der Corona-Krise in der "schwersten Krise ihrer Geschichte". 

Die Pandemie verstärke die "noch nicht völlig überwundenen Folgen der Eurokrise wieder" und könnte zudem zu einer "neuen Quelle der Migration" werden, sagte Röttgen "Zeit Online". Er hoffe aber auf einen positiven Effekt: "Wenn wir uns rational und solidarisch verhalten und so die Krise meistern, wird sie uns zusammenschweißen."

Röttgen ist auch einer der Bewerber um den CDU-Parteivorsitz, über den auf einem Parteitag im Dezember entschieden wird. Er verteidigte die Position Deutschlands und Frankreichs sowie der EU-Kommission, besonders Corona-betroffene Staaten auch mit direkten Zuschüssen statt Krediten zu unterstützen. In seiner Partei gibt es Kritik daran. 

"Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass das große Problem von Italien und Spanien zu viele Kredite sind", erklärte Röttgen. Würden beide sich nun "nach Jahren der Austerität von den anderen Europäern im Stich gelassen" fühlen, "wären wir dem Scheitern der EU ganz nah".

Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.
Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Röttgen distanzierte sich von seinem Mitbewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, der Italien vorgeworfen hatte zu versuchen, "im Windschatten von Corona zu unbegrenzten Refinanzierungsmöglichkeiten für seinen Staatshaushalt zu kommen". "Das war eine unglückliche Äußerung", sagte Röttgen. 

"Unsere DNA ist Europa. Wenn wir uns nicht mehr so verstehen würden, dann wären wir nicht mehr die CDU, wie sie gegründet wurde."

Titelfoto: Moncloa/Europa Press/dpa

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