Coronavirus: Stillen nach der Impfung: Bundesministerium gibt Entwarnung

Deutschland/Welt - In Deutschland stagnieren die Corona-Zahlen derzeit. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,19 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 93.393 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund vier Millionen an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 61,4 (Vortag: 60,6).

Coronavirus im Norden: Probleme bei Lieferung von Schnelltests für Kitas
Coronavirus Coronavirus im Norden: Probleme bei Lieferung von Schnelltests für Kitas

Weltweit gibt es mehr als 231,5 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,7 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 26. September, 7 Uhr).

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Update, 26. September, 21 Uhr: Stillen nach der Impfung? Bundesministerium gibt Entwarnung

Frauen können ihre Neugeborenen auch nach der Corona-Impfung bedenkenlos stillen. Das teilte das Bundesministerium für Gesundheit mit.

Bei den mRNA-Impfstoffen konnten laut neuesten Studien keine Rückstände in der Muttermilch nachgewiesen werden.

Update, 26. September, 16.48 Uhr: Corona-Impfskeptiker überraschen bei Wahl in Oberösterreich

Überraschung bei den Landtagswahlen am Sonntag in Oberösterreich: Die Corona-Impfskeptiker der Liste Menschen-Freiheit-Grundrechte (MFG) schaffen es bei ihrem ersten Antreten problemlos in den Landtag.

Nach ersten Hochrechnungen kommen sie auf rund sieben Prozent der Stimmen. Die Hürde liegt bei vier.

Update, 26. September, 16.03 Uhr: BVB-Studie: Pandemie schadet Popularität des Fußballs

Die Corona-Pandemie hat dem Stellenwert des Fußballs geschadet. Das ist das Ergebnis einer vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Universität.

Einer Umfrage unter 28.000 BVB-Fans zufolge hatten knapp über 80 Prozent der Befragten den Stellenwert des Fußballs in ihrem Leben vor der Pandemie mit "hoch" bewertet. Bezogen auf den Stellenwert des BVB in ihrem Leben waren es sogar 90 Prozent.

Unter dem Eindruck der Pandemie lagen diese beiden Werte im Frühjahr allerdings nur noch bei 50 und 60 Prozent.

Update, 26. September, 11.40 Uhr: Hacker behindern Start von Corona-Pass in Niederlanden

Der Start des Corona-Passes in den Niederlanden zum Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines negativen Tests ist durch Hackerangriffe behindert worden.

Dadurch war es am Samstagabend zeitweise nur schwer oder mit Verzögerungen möglich, den erforderlichen QR-Code herunterzuladen.

Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag am Sonntag mit. Die Angriffe, die Serverkapazitäten blockieren, seien aber abgewehrt worden.

Der Corona-Pass muss in den Niederlanden seit Samstag von Menschen ab 13 Jahren vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur oder Sport vorgezeigt werden.

Hacker haben in den Niederlanden versucht, den Start des Corona-Pass zu verhindern.
Hacker haben in den Niederlanden versucht, den Start des Corona-Pass zu verhindern.  © 123rf/ towfiqu

Update, 26. September, 11 Uhr: Software im Impfzentrum Rosenheim ausgefallen - Bayernweites Problem?

Im Rosenheimer Impfzentrum ist am Sonntag das Computerprogramm ausgefallen.

Wie die Stadt mitteilte, soll das aber nur die Spitze eines Eisberges sein. "Im gesamten Freistaat" sei die Software ausgefallen, "in allen Impfzentren", hieß es am Sonntag in einer Pressemitteilung.

Eine Bestätigung des bayerischen Gesundheitsministeriums für einen bayernweiten Ausfall gab es zunächst aber nicht. "Der Betrieb läuft weiter, allerdings nur analog", teilte die Stadt Rosenheim mit. "Alles muss händisch vorgenommen werden. Das bedeutet, dass im Impfablauf mit Wartezeiten zu rechnen ist."

Update, 26. September, 10.20 Uhr: Ausschreitungen bei Demo in Mailand - Dritte Impfdosis für Ü80

Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen ist es am Samstag in Mailand zu Ausschreitungen gekommen.

Von den mehreren Tausend Protestierenden, die gegen Impfungen und gegen den umfangreich vorgeschriebenen "Grünen Pass" auf die Straße gingen, gerieten mehrere mit Polizisten und Carabinieri aneinander.

Die Ordnungskräfte schafften es - durch den Einsatz von Schlagstöcken - die Teilnehmer der nicht offiziell angemeldeten Demo vom Domplatz fernzuhalten, bis sich dort eine Wahlkampfveranstaltung der Partei Fratelli d'Italia mit der Spitzenkandidatin Giorgia Meloni auflöste.

Nach Medienberichten wurden einige Demonstranten leicht verletzt.

In anderen Städten wie Rom oder Triest wurde ebenfalls gegen die Maßnahmen der Regierung protestiert. Auch in der Hauptstadt wurden Polizisten attackiert; wie in Mailand wurden Anzeigen ausgestellt.

Ministerpräsident Mario Draghi hatte zuletzt den «Grünen Pass» umfangreich ausgeweitet: Ab 15. Oktober muss jeder Beschäftigte im öffentlichen Bereich und der privaten Wirtschaft einen Nachweis vorlegen, dass er geimpft, genesen oder getestet ist; Tests sind mehr kostenlos.

Ohne den "Green Pass" darf dann niemand zur Arbeit gehen.

Mit der Maßnahmen will die Politik die Impfkampagne weiter antreiben. Bis zum Wochenende waren rund 83 Prozent der Italiener über zwölf Jahren mindestens einmal geimpft, mehr als 77 Prozent hatten den vollen Impfzyklus gemacht.

Die Covid-Expertengruppe der Regierung beschloss zudem, eine dritte Impfdosis künftig allen Menschen über 80 Jahren und den Bewohnern von Pflegeheimen anzubieten. Bislang konnten nur Menschen mit schwachem Immunsystem eine dritte Impfung erhalten.

Update, 26. September, 10.11 Uhr: Ende der Corona-Regeln in Norwegen: Partys und Schlägereien

Mit zahlreichen Partys haben die Menschen in Norwegen das Ende der Corona-Regeln gefeiert. Nachtclubs und Kneipen waren voll, vielerorts herrschte ausgelassene Stimmung.

In Warteschlangen vor Discos und Bars wurden Lieder gesungen. In der Stadt Trondheim mussten mehrere Menschen versorgt werden, die beim langen Anstehen ohnmächtig wurden.

Aus mehreren Städten wurden allerdings auch Schlägereien, Verletzte und Festnahmen gemeldet, wie der öffentlich-rechtliche Sender NRK am Sonntag berichtete.

"Es gab viele Ordnungswidrigkeiten, Gewaltausbrüche und Kämpfe", sagte Rune Hekkelstrand von der Polizei in Oslo.

Mehrere Menschen seien wegen Waffenbesitzes festgenommen worden, einige wurden zum Teil schwer verletzt.

In der Stadt Tønsberg südlich der Hauptstadt kam es an der Hafenmole zu einer Massenschlägerei, in der südwestlichen Region Agder wurden insgesamt zwölf Menschen wegen Krawallen festgenommen.

Norwegen hat am Samstagnachmittag die allermeisten Corona-Maßnahmen aufgehoben.

Update, 26. September, 10 Uhr: Union-Chef: 3G-Regel "vollkommen in Ordnung"

Union Berlins Präsident Dirk Zingler hält weiterhin auch die Zulassung von Getesteten in Fußballstadien für richtig.

"Insbesondere an der frischen Luft halten wir das für vollkommen in Ordnung", sagte der Clubchef des Bundesligisten am Sonntag im TV-Sender Bild.

Das Mittel des Testens habe sich in der Corona-Zeit bewährt. "Das ist ein gutes, stabiles Mittel, das sollten wir nicht wegnehmen", sagte Zingler.

Zuvor hatte der Berliner Senat beschlossen, dass künftig in etlichen Bereichen Betreiber selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Veranstaltungen wie bisher Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder unter Wegfall etwa der Maskenpflicht und mit mehr Teilnehmern nur noch Geimpften und Genesenen (2G).

Union-Chef Zingler bezeichnete die Berliner Corona-Verordnung als «die schlechteste» aller Bundesländer und hält unter diesen Bedingungen die 2G-Option für "nicht umsetzbar".

Zwar sei das Impfen ein sehr wichtiges Mittel zur Bewältigung der Pandemie, viele Menschen könnten sich aber nicht impfen lassen, sagte Zingler. Zudem könne man die Menschen nicht mit Verboten oder Druck von einer Impfung überzeugen.

Berlin: Dirk Zingler, Präsident des Fußball Bundesligisten 1. FC Union Berlin, spricht in der Pressekonferenz.
Berlin: Dirk Zingler, Präsident des Fußball Bundesligisten 1. FC Union Berlin, spricht in der Pressekonferenz.  © Andreas Gora/dpa

Update, 26. September, 7 Uhr: Meghan und Harry werben bei Konzert für Impfgerechtigkeit

Herzogin Meghan (40) und Prinz Harry (37) haben beim Global-Citizen-Konzert im New Yorker Central Park für Impfgerechtigkeit geworben.

Die gegenwärtige Situation der Bevorzugung wohlhabender Länder bei Corona-Vakzinen sei eine "Menschenrechtskrise", sagte Harry am Samstag vor Zehntausenden Zuschauern.

"Meine Frau und ich glauben, dass die Art und Weise, wie man geboren wurde, nicht darüber entscheiden darf, dass man überlebt".

Harry kritisierte dabei vor allem die geltenden Patentrechte, die Produzenten in ärmeren Ländern davon abhalten, erfolgreiche Impfstoffe selbst herzustellen.

"Und wenn wir dies zurecht als humanitäre Krise betrachten, sollte die Kontrolle über einen Impfstoff, der Leben retten kann, nicht nur in den Händen der wenigen Glücklichen liegen", fügte Meghan bei dem herzlichen Empfang vor der Menge in New York hinzu.

Während in den reichsten Ländern der Welt Vakzine gegen Corona mittlerweile reichlich vorhanden sind, sind in Afrika bislang erst etwa drei Prozent der Menschen geimpft.

USA, New York: Prinz Harry (l), Herzog von Sussex, und seine Frau Meghan, Herzogin von Sussex, sprechen beim Global Citizen Live Event im Central Park.
USA, New York: Prinz Harry (l), Herzog von Sussex, und seine Frau Meghan, Herzogin von Sussex, sprechen beim Global Citizen Live Event im Central Park.  © Evan Agostini/Invision via AP/dpa

Update, 26. September, 4 Uhr: RKI registriert 7774 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 61,4

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag kaum Dynamik gegeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100-000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 61,4 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 60,6 gelegen, vor einer Woche bei 70,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7774 Corona-Neuinfektionen.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7337 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.196.378 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,58 an, ein Rückgang um 0,3 im Vergleich zum Vorwochenwert.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.958.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.393.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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