Coronavirus: USA wollen Impfung zur Voraussetzung für Einreise machen

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,79 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.736 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.661.200 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 19,4 (Vortag: 18,5).

Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz steigt auf fast 30
Coronavirus Coronavirus in Berlin: Corona-Inzidenz steigt auf fast 30

Weltweit gibt es mehr als 200,2 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,26 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 5. August, 6.50 Uhr).

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Update, 5. August, 9.13 Uhr: Britische Schulen stellen Regierung vernichtendes Corona-Zeugnis aus

Britische Schulleiter haben ihrer Regierung einer Umfrage zufolge für die ersten Monate der Pandemie ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt.

Von knapp 300 Befragten gaben mehr als 70 Prozent der Leitenden an, es habe "zu viel Input und zu viele Informationen" gegeben, wie aus einer Analyse im British Educational Research Journal hervorgeht.

Die Umfrage von Forschern der Universität Cambridge und des University College London bezieht sich auf die ersten drei Monate der Pandemie im vergangenen Jahr, in der die Schulen zuerst geschlossen waren und dann teilweise wieder ihren Betrieb aufnahmen.

Update, 5. August, 9.11 Uhr: Landessozialminister für Veränderungen bei der Impfkommission

Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (60, Grüne) schlägt eine Änderung am System der ehrenamtlich arbeitenden Ständigen Impfkommission (Stiko) vor.

"Ich hätte gerne ein Bundesgesundheitsamt mit breiter wissenschaftlicher Expertise. Und ich hätte gerne eine engere europäische Verzahnung. Da darf es keine Konkurrenzunternehmen mehr geben. Ich würde das nach der Bundestagswahl, wenn man mich fragt, auch in Koalitionsverhandlungen einbringen", sagte Lucha in der Badischen Zeitung (Donnerstag).

Manfred Lucha (60, Grüne), Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg.
Manfred Lucha (60, Grüne), Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 5. August, 9.08 Uhr: Ministerin: Corona-Regeln an Belastung des Gesundheitssystems ausrichten

Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens (53) ist dafür, bei neuen bundesweiten Corona-Regelungen stärker die Belastung des Gesundheitssystems zu berücksichtigen.

Die Maßstäbe des vergangenen Jahres und dieses Frühjahrs könnten "bei einer stark gestiegenen Impfquote gerade in den besonders gefährdeten Altersgruppen nicht mehr die Antwort für den kommenden Herbst sein", sagte die SPD-Politikerin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Donnerstag).

Darauf habe auch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hingewiesen.

Daniela Behrens (53, SPD), Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Niedersachsen.
Daniela Behrens (53, SPD), Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Niedersachsen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 5. August, 6.49 Uhr: Kinoverband fordert Abschaffung der Testpflicht

Einen Monat nach Öffnung vieler Kinos drängt die Branche auf veränderte Regelungen.

In einem Brief appellieren mehrere Verbände an Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) und die Länderchefs.

"Wir müssen in Anbetracht der fortschreitenden Impfkampagne neue Regeln zum Umgang mit dem Virus finden", heißt es in dem Schreiben, das unter anderem vom HDF Kino und Verleihverbänden getragen wird.

"Wir benötigen bundesweit einheitliche Verordnungen - ohne eine 3G-Regel", heißt es in dem Schreiben. 3G bedeutet, dass Besucherinnen und Besucher Zutritt haben, wenn sie negativ auf das Coronavirus getestet, genesen oder geimpft sind.

Das gilt etwa nach wie vor bei Kinobesuchen in Berlin, die Regelungen sind regional unterschiedlich.

Eine Mitarbeiterin verteilt in einem Kinosaal, der als Wartebereich dient, in einem Corona-Schnelltest-Zentrum im Filmtheater Schauburg die Testergebnisse. Das Kino bietet in seinem Foyer einen Antigen-Schnelltest an.
Eine Mitarbeiterin verteilt in einem Kinosaal, der als Wartebereich dient, in einem Corona-Schnelltest-Zentrum im Filmtheater Schauburg die Testergebnisse. Das Kino bietet in seinem Foyer einen Antigen-Schnelltest an.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. August, 4.37 Uhr: Organisatoren melden 31 neue Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

Die Zahl der Corona-Infektionen im Umfeld der Olympischen Spiele ist erneut angestiegen.

Die Organisatoren meldeten am Donnerstag 31 neue Fälle. Das ist ein Tageshöchstwert seit Beginn der Erfassung am 1. Juli.

Betroffen ist auch ein Athlet oder eine Athletin. Namen werden in den täglichen Mitteilungen nicht genannt.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Spiele stieg auf 358. Der Höchstwert war am Mittwoch mit 29 Infektionen erreicht worden.

Update, 5. August, 4.24 Uhr: RKI registriert 3539 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 19,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über vier Wochen an.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen lag sie bei 19,4 - am Vortag hatte der Wert 18,5 betragen, am Donnerstag der Vorwoche 16,0.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3539 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3142 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 26 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.780.985 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.661.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.730.

Update, 5. August, 4 Uhr: Nur 16 Prozent sehen Schulen besser für Corona-Krise gewappnet

Nur wenige Bürger sehen die Schulen nach den Sommerferien besser gegen die Herausforderungen der Corona-Krise gewappnet als zum Schulstart vor einem Jahr.

Optimistisch zeigten sich in einer YouGov-Befragung lediglich 16 Prozent, während 14 Prozent sogar der Meinung waren, die Schulen seien diesmal schlechter vorbereitet.

Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) meinten, die Schulen seien gleich gut oder schlecht auf das nächste Schuljahr im Zeichen der Pandemie eingestellt. Keine Angabe machten 16 Prozent.

Befragt wurden nur Erwachsene ab 18 Jahren, also nicht die Schülerinnen und Schüler selbst.

Nur wenige Bürger sehen die Schulen nach den Sommerferien besser gegen die Herausforderungen der Corona-Krise gewappnet.
Nur wenige Bürger sehen die Schulen nach den Sommerferien besser gegen die Herausforderungen der Corona-Krise gewappnet.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 5. August, 2.50 Uhr: Chinesischer Pharmakonzern Sinovac baut Impfstoff-Fabrik in Chile

Der chinesische Pharmakonzern Sinovac will in einer neuen Fabrik in Chile Impfstoffe gegen das Coronavirus herstellen.

Neben dem Bau der Fertigungsanlage im Großraum Santiago de Chile sei ein Forschungszentrum in Antofagasta im Norden des Landes geplant, teilte das chilenische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

"Heute ist ein wichtiger Tag für Chile, weil wir die Produktion von Impfstoffen wieder aufnehmen werden", sagte Gesundheitsminister Enrique Paris (72).

Das südamerikanische Land hatte die Herstellung von Impfstoffen zwar bereits 1867 begonnen, sie vor etwa 20 Jahren aber mit der Schließung des Instituts für öffentliche Gesundheit eingestellt.

Update, 5. August, 6.35 Uhr: USA wollen Impfung zur Voraussetzung für Einreise machen

Die US-Regierung will Medienberichten zufolge künftig von fast allen einreisenden Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen.

Mit der Einführung dieses Systems sollten dann auch die aktuellen Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa und anderen Staaten aufgehoben werden, wie unter anderem die New York Times am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf Kreise des Weißen Hauses berichtete.

Für die Einführung der Nachweispflicht gibt es demnach noch keinen konkreten Zeitplan.

Die US-Regierung will Medienberichten zufolge künftig von fast allen einreisenden Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen.
Die US-Regierung will Medienberichten zufolge künftig von fast allen einreisenden Ausländern den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung verlangen.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 5. August, 0.06 Uhr: Diskussion über Auslaufen der Pandemischen Notlage

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (63) hat sich dafür ausgesprochen, den Ende September auslaufenden Status einer Pandemie-Notlage zu verlängern.

"Das wird sein müssen, wenn man mich fragt", sagte Scholz am Mittwochabend in der Veranstaltungsreihe RND vor Ort des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Kiel.

Anders sieht das dagegen der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel (65, CDU). "Wir brauchen wieder mehr Mut zur Normalität", sagte er dem RND (Donnerstag).

"Da derzeit und auch wohl zukünftig die Grundlage - also eine drohende Überlastung unseres Gesundheitssystems - nicht gegeben ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, die pandemische Lage im September auslaufen zu lassen."

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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