Coronavirus: Bundesweiter Kontrolltag zur Einhaltung der Maskenpflicht am Montag

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch Monate in Atem halten. Abstand halten und Maske tragen dürften noch die geringeren Hürden bleiben. Denn fast im gesamten Dezember heißt es nun wieder: Lockdown!

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns Hopkins Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.117.953 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Rund 791.371 Menschen sollen inzwischen genesen sein. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bereits auf insgesamt 17.693 (Stand 3. Dezember, 14 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 13,92 Millionen Infizierte und 273.847 Tote wurden bereits erfasst (Stand 3. Dezember, 14 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 64,64 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.495.919 Todesfälle (Stand 3. Dezember, 14 Uhr).

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Update, 3. Dezember, 19.20 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen knapp unter Vorwochenniveau

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.046 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp unter den 22.268 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Mit 479 neuen Todesfällen binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter außerdem den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,94 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update, 3. Dezember, 19.07 Uhr: EU-Kommission prüft Modelle für Corona-Hilfen ohne Polen und Ungarn

Im EU-Haushaltsstreit mit Polen und Ungarn prüft die EU-Kommission konkrete Modelle, um den milliardenschweren Corona-Aufbaufonds ohne die beiden Länder zu starten. Dies bestätigten EU-Kreise am Donnerstagabend in Brüssel. Der Corona-Fonds könnte demnach durch freiwillige Garantien der EU-Staaten abgesichert werden statt über den EU-Haushalt.

Polen und Ungarn blockieren das 1,8 Billionen Euro schwere Haushaltspaket für die nächsten sieben Jahre, einschließlich bis zu 750 Milliarden Euro an Hilfen gegen die Corona-Rezession. Grund ist, dass beide Länder eine neue Klausel zur Kürzung von EU-Mitteln bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen ablehnen. Sollte der EU-Gipfel nächste Woche keine Lösung bringen, droht der EU ein Nothaushalt. Der Corona-Fonds könnte nicht in Kraft treten.

Update, 3. Dezember, 18.51 Uhr: Corona-Impfung wird in Frankreich kostenlos für alle sein

In Frankreich soll die Corona-Impfung für alle Menschen kostenlos sein. "Der Beginn der Impfung ist jetzt nur noch eine Frage von Wochen", sagt Premier Jean Castex am Donnerstagabend bei der Vorstellung der nationalen Impfstrategie. Eine Million besonders gefährdete Menschen sollen bereits im Januar geimpft werden können. Das seien etwa Ältere in Pflegeheimen. Frankreich werde über rund 200 Millionen Impfdosen verfügen, was es ermögliche, 100 Millionen Menschen zu impfen, so der Premier.

Für die nationale Impfkampagne soll hauptsächlich der Immunologe Alain Fischer zuständig sein. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte schon angekündigt, dass es in Frankreich keinen Impfzwang geben werde. Castex äußerte sich auch zur derzeitigen Corona-Lage im Land. Die Situation habe sich klar verbessert, aber die Situation bleibe fragil. "Wir haben dieses Virus noch nicht besiegt", warnte er.

Laut Frankreichs Premierminister Jean Castex, soll die Corona-Impfung für die Menschen in Frankreich kostenlos sein.
Laut Frankreichs Premierminister Jean Castex, soll die Corona-Impfung für die Menschen in Frankreich kostenlos sein.  © Ludovic Marin/POOL AFP/AP/dpa

Update, 3. Dezember, 18.40 Uhr: Rekord bei Corona-Toten in Italien - fast 1000 Tote in 24 Stunden

In Italien haben die Behörden innerhalb eines Tages fast 1000 Menschen verzeichnet, die mit dem Coronavirus starben, und damit so viele wie noch nie seit dem Beginn der Pandemie. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden den Behörden in dieser Zeit 993 Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Toten liege damit bei rund 58.000.

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Corona-Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden zählten die Behörden etwas mehr als 23.000 Corona-Fälle. Das waren etwa 6000 weniger als am Donnerstag der Vorwoche. Insgesamt wurden damit bislang fast 1,665 Millionen Corona-Fälle registriert.

Mitarbeiter in Schutzkleidung stehen vor einem Krankenhaus in Italien - die Zahl der Corona-Toten steigt in dem südeuropäischen Land wieder an.
Mitarbeiter in Schutzkleidung stehen vor einem Krankenhaus in Italien - die Zahl der Corona-Toten steigt in dem südeuropäischen Land wieder an.  © Alberto Lingria/XinHua/dpa

Update, 3. Dezember, 18.20 Uhr: Zwei Drittel finden Corona-Lockerungen zu Silvester laut Umfrage falsch

Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger findet es einer Umfrage zufolge richtig, die Corona-Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten zu lockern. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-"Deutschlandtrend" im Auftrag der Tagesthemen ergeben. 53 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die geplante Lockerung an den Weihnachtstagen für eher richtig halten. 44 Prozent sagten, dies sei eher falsch. Eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen zu Silvester hingegen sehen zwei Drittel kritisch: 68 Prozent finden das eher falsch, 30 Prozent eher richtig.

Aktuell dürfen sich fast überall in Deutschland nur zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen treffen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar soll dies vorübergehend gelockert werden. Ob und wie stark, entscheidet jedes Bundesland selbst. Je nach Land können dann bis zu zehn Personen zusammenkommen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet.

Update, 3. Dezember, 17.59 Uhr: Großbritannien überschreitet Marke von 60.000 Corona-Toten

In Großbritannien hat die Zahl der offiziell registrierten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus die Marke von 60.000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in London mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden landesweit 414 neue Todesopfer gezählt.

Das Ministerium zählt inzwischen nur Todesfälle als coronabedingt, die innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Testergebnis auftreten. Die Zahlen wurden daher vor einigen Monaten stark nach unten korrigiert. Nach Zahlen der britischen Statistikbehörden starben bereits mehr als 75.000 Menschen mit oder an Covid-19. Erfasst werden dabei alle Sterbefälle, bei denen die vom Coronavirus verursachte Lungenkrankheit im Totenschein erwähnt wird.

Update, 3. Dezember, 17.41 Uhr: Guterres: Missachtung von WHO hat Corona verschlimmert

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Missachtung von Corona-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für das Ausmaß der Pandemie mitverantwortlich gemacht. Die WHO habe von Beginn an "Fakten und wissenschaftliche Orientierung" geliefert, sagte Guterres am Donnerstag zu Beginn einer zweitägigen Sondersitzung der UN-Generalversammlung. Dies hätte Grundlage für eine weltweite Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus sein können. "Leider wurden viele dieser Empfehlungen nicht befolgt." Auf welche Länder sich seine Kritik bezieht, ließ der UN-Generalsekretär offen.

Weiter sagte Guterres: "In manchen Situationen wurden Fakten zurückgewiesen und Empfehlungen ignoriert. Und wenn Länder in ihre eigenen Richtungen gehen, geht das Virus in jede Richtung." Bei der Corona-Sondersitzung werden Videobotschaften von etwa 100 Staats- und Regierungschefs erwartet, auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der abgewählte US-Präsident Donald Trump, unter dem sich die Vereinigten Staaten aus der WHO verabschiedet hatten, lässt sich vertreten.

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Missachtung von Corona-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für das Ausmaß der Pandemie mitverantwortlich gemacht.
UN-Generalsekretär António Guterres hat die Missachtung von Corona-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für das Ausmaß der Pandemie mitverantwortlich gemacht.  © Mark Garten/UN/dpa

Update, 3. Dezember, 17.25 Uhr: EU-Kommission will schnell über Corona-Impfstoff entscheiden

Die EU-Kommission will über die Zulassung eines Corona-Impfstoffes viel schneller entscheiden als üblich: binnen drei Tagen nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelagentur Ema. Normalerweise liege der Zeitraum bei 67 Tagen, erklärte eine EU-Beamtin am Donnerstag in Brüssel. Die Ema will bis spätestens 29. Dezember ihre Empfehlung zum Antrag auf eine bedingte Marktzulassung abgeben, den die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer für ihr Präparat eingereicht haben. In Großbritannien, das nicht mehr der EU angehört, ist die Zulassung bereits erfolgt.

Sollte die Behörde grünes Licht geben, kann die EU-Kommission die Vermarktung für alle Mitgliedsländer genehmigen. Die Kommission folgt in der Regel der Ema-Empfehlung. Statt der sonst üblichen 22 Tage wolle sich die Kommission nur einen Tag lang mit den EU-Ländern beraten, sagte die Beamtin weiter.

Update, 3. Dezember, 17.10 Uhr: NRW beteiligt sich an bundesweiter Kontrolle zur Maskenpflicht

NRW wird sich am kommenden Montag beim ersten bundesweiten Kontrolltag zur Maskenpflicht in Bahnen beteiligen. "Dass auch bundesweit auf Fernstrecken Schwerpunktkontrollen durchgeführt werden, ist ein wichtiger Beitrag, an die Maskenpflicht zu erinnern", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag.

Die Aktion am Montag wurde vom Bundesverkehrsministerium initiiert. In NRW wollen Bahnbetreiber, Ordnungsämter und Bundespolizei in Zügen auf ausgewählten Strecken und in mehreren Bahnhöfen kontrollieren.

Am Montag wird bundesweit ein Kontrolltag zur Einhaltung der Maskenpflicht stattfinden.
Am Montag wird bundesweit ein Kontrolltag zur Einhaltung der Maskenpflicht stattfinden.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Dezember, 16.32 Uhr: Corona-Infektionsverlauf auch bei Promis heftig - Reality-Star Kader Loth wendet sich an Fans

Reality-Star Kader Loth hat sich mit dem Coronavirus infiziert und wendet sich nun via Instagram an ihre Fans.

Mehr Informationen findet Ihr >> hier +++

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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