Aufruf zum 1. Mai: Linksradikale Szene sagt Görli-Zaun den Kampf an

Von Andreas Rabenstein

Berlin - Sechs Wochen vor dem 1. Mai rufen linksradikale Gruppen mit den traditionellen aggressiven Tönen zur Teilnahme an der großen abendlichen Demonstration in Berlin auf.

In diesem Jahr soll die große Demo am 1. Mai direkt am Görlitzer Park vorbeiführen. (Archivbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

"Wir brechen aus und nehmen uns am Ersten Mai die Straße", heißt es in einem aktuellen Aufruf auf der Internetseite der Veranstalter.

"Mit Zehntausenden werden wir am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Manifestation der radikalen Linken zusammenkommen", heißt es weiter.

Die Demonstration mit mehr als 10.000 Teilnehmern in den vergangenen Jahren startet wieder auf dem Oranienplatz in Kreuzberg und soll durch Neukölln zum Südstern führen.

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Der Aufruf beinhaltet fast alle Themen, die die linke und linksradikale Szene umtreibt: Autobahnausbau, Klimawandel, Görlitzer Park, Polizeigesetze, Sozialstaat, Mieten, RAF sowie Krieg in der Ukraine und die Lage in Palästina.

Auf einem Plakat, das schon in der Stadt zu sehen ist, heißt es "Antifa in die Offensive", dazu ein Bild mit einem Bolzenschneider, mit dem sich Schlösser oder Zäune durchschneiden lassen. Aus Protest gegen die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks in Kreuzberg soll die Demonstration durch die Wiener Straße direkt am Park vorbeiziehen.

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Mit der nächtlichen Schließung des Parks ist die Szene nicht einverstanden.  © Britta Pedersen/dpa

Angriffe auf den zum Teil neu gebauten Zaun und die Eingangstore will man offenbar nicht ganz ausschließen: "Und dann werden wir sehen, was Stahl und Beton gegen den Widerstand von Zehntausenden so alles aushalten kann", hieß es schon im Februar. "Oder um es poetisch auszudrücken: Keine Mauer steht für immer, kein Zaun hält ewig und auch diese Ordnung ist auf Sand gebaut."

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