Bardowick - Aufregung in Niedersachsen: Am Freitag musste ein ICE bei Bardowick in der Lüneburger Heide eine Vollbremsung einlegen. Der Grund: eine abgerissene Oberleitung.
Wie die Bundespolizeiinspektion Bremen mitteilte, hatte sich der Vorfall gegen 12.55 Uhr circa 500 Meter nordwestlich vom Bahnhof Bardowick auf Höhe der Straße Witwenkamp ereignet.
Der Lokführer des ICE 589, der von Hamburg nach München unterwegs war, hatte demnach erkannt, dass die Oberleitung der Bahntrasse in den Fahrbereich herunterhing. Er leitete sofort eine Vollbremsung ein.
Nach derzeitigen Erkenntnissen soll durch die Bremsung niemand der etwa 460 Reisenden verletzt worden sein. Allerdings blieb die Oberleitung auf dem Dach des ICE liegen, sodass Feuerwehr und Notfallmanager anrücken mussten.
Der Zug wurde evakuiert, eine Weiterreise der Fahrgäste soll laut der Bundespolizei durch einen Umstieg in einen Ersatz-ICE ermöglicht werden. Fünf Personen mussten laut den Beamten aufgrund von Kreislaufproblemen behandelt werden.
Für den ICE 589 wurde indes eine Abschlepplokomotive angefordert. Die Bahnstrecke ist voll gesperrt, die genauen Auswirkungen sind noch nicht bekannt. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen.