Ärger um den Schilder-Wald an der Carolabrücke
Dresden - 16 Monate nach Einsturz der Carolabrücke ist die Verkehrsführung insbesondere auf der Neustädter Seite noch von haufenweise Warnbaken geprägt, kritisiert Team Zastrow (TZ) und fordert das Rathaus zum Handeln auf.
Das sehe nicht nur "räudig" aus, sondern sei auch für Ortsfremde unübersichtlich und irritierend, verursache zudem Gefahrensituationen, ärgert sich TZ-Fraktionschef Holger Zastrow (56).
Er fordert die Verwaltung auf, die provisorische Verkehrsführung und Kennzeichnung der Verkehrswege im Brückenumfeld (etwa Antonstraße, Carolaplatz und Rathenauplatz) unverzüglich zu entfernen und durch eine kostengünstigere Neuregelung zu ersetzen - bis die neue Brücke fertig wird.
"Beispielsweise könnte man statt der Baken an der Radweg-Umleitungsstrecke Köpckestraße eine normale Radspur markieren. Pinsel schwingen kann Baubürgermeister Stephan Kühn sonst ja auch recht schnell", so Zastrow mit Blick auf frühere Verkehrsversuche.
Er meint, das würde der Stadt sogar noch Geld sparen. Denn auch die Nutzung der Warnbaken koste Geld, kritisiert Zastrow.
Das bestätigt auch Kühn. Er sei bestrebt, die Interimslösung nachhaltig zu ersetzen. Was den Radweg betrifft, brauche man aber eine verkehrsplanerisch sinnvolle Lösung, die über den Warnbaken-Abschnitt hinausgehe.
Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig
