Dresden - Wie soll die neue Brücke aussehen, wie viele Fahrbahnen soll sie haben, wie breit darf sie (nicht) werden - das wurde monatelang teils sehr emotional diskutiert. Bis zuletzt standen sich die beiden großen Polit-Lager, insbesondere beim Kampf um die Anzahl der Autospuren, unversöhnlich gegenüber.
Nun sind die Entwürfe draußen, wenn auch die entscheidenden Details bislang nur wenigen Köpfen verraten wurden. Umso erstaunlicher, dass es aus den gegenüberstehenden Lagern inhaltlich (bislang) wenig zu meckern gibt.
Nach den Befürchtungen des Mitte-Rechts-Lagers, die Büros würden im Sinne des grünen Baubürgermeisters quasi teils mit weniger als den vier im Rat beschlossenen Autospuren planen, hat sich die Aufregung jetzt gelegt - das ist gut und lässt hoffen, den weiteren Weg bis zum Brücken-Neubau sachlich zu bewältigen.
Zwar ist mir schleierhaft, wieso die Verwaltung erst in gut zwei Wochen alle Entwürfe offenlegen will. Aber sei's drum: Mit den Ergebnissen - Stand jetzt - ist die Basis gelegt und lässt sich gut arbeiten.
Das ist auch zwingend notwendig, um den Zeitplan und damit das avisierte Bau-Ende 2031 einzuhalten.
Fachgremium, Begleitgremium, Bürgerbeteiligung (inklusive vieler Schulklassen) mit Abstimmung - es stehen noch viele Formate an, bis im September ein Entwurf auf den Weg gebracht werden soll.