Neue Carolabrücke in Dresden: Diese Details über die Entwürfe sind bereits bekannt
Dresden - Darauf hatten die Dresdner gewartet: Am Dienstag wurden die vier Entwürfe der neuen Carolabrücke erstmals vorgestellt. Doch worauf es wirklich bei den verschiedenen Varianten ankommt - etwa die Anordnung der Autospuren, Radwegeführung, Breite oder Kosten des Neubaus - erfuhren nur wenige Köpfe des Begleitgremiums hinter verschlossenen Türen. Das Rathaus will die entscheidenden Fakten erst am 13. Juni im Stadtforum präsentieren.
Den ganzen Tag lang stellten die vier Büros ihre Entwürfe im Rathaus vor, doch für die Öffentlichkeit blieb das tabu.
Um 16 Uhr traten OB Dirk Hilbert (54, FDP) und Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) dann vor die Presse. Auch sie äußerten sich nicht zu konkreten Entwürfen, gaben aber einige Details bekannt.
Demnach hielten sich alle vier Büros an die Aufgabenstellung, präsentierten also eine Carolabrücke mit vier Autospuren und einer separaten Straßenbahntrasse.
Was die Breite betrifft, sollen alle ähnlich breit wie der Vorgänger (etwa 33 Meter) sein. Bei der Anbindung an die Elbseiten seien unterschiedliche Ansätze verfolgt worden.
Es gebe ein- bis dreizügige Varianten, zwei seien "deutlich unter dem Kostenrahmen" (rund 140 Millionen Euro) geblieben, eine sogar unter 100 Millionen Euro.
Ein Brückenentwurf sieht einen breiten Boulevard-Fußweg vor. Gebaut wird mit Beton, Stahl und Sandstein. Das Rathaus plant zudem, die Straßenbahn schon vor dem avisierten Bauende 2031 über die Elbquerung fahren zu lassen.
Ein Entwurf sieht diese Teilinbetriebnahme bereits im Herbst 2029 vor.
Stadt Dresden will Entwürfe für Carolabrücke am 13. Juni im Stadtforum zeigen
Ob sie schon einen Favoriten haben, wollten Hilbert und Kühn nicht verraten.
Der OB sei aber "sehr angetan, mit welcher Detailarbeit und Ideen man auch historische Bezüge aufgenommen hat".
Anhand der offiziell vom Rathaus präsentierten Informationen und Visualisierungen der vier Büros werden allerdings im Wesentlichen nur grundlegende architektonische Merkmale und die Wirkung auf die Stadtsilhouette und Sichtbeziehungen ersichtlich.
Nun soll es eine Vorprüfung der Verwaltung geben, wo Fachämter etwa Statik, Kostenschätzungen und Hochwasserschutz prüfen.
Transparent und "in voller Darstellung" sollen alle Entwürfe ab 13. Juni zum Start der Bürgerbeteiligung im Stadtforum präsentiert werden.
Titelfoto: Bildmontage: Ingenieurbüro GRASSL GmbH, Stefan Häßler
