Jede Menge Lob für die Carolabrücken-Entwürfe

Dresden - Nach Vorstellung der vier Entwürfe für die neue Carolabrücke fallen die ersten Reaktionen aus dem Begleitgremium überwiegend positiv aus - auch aus unterschiedlichen Lagern. Kritik gibt es dennoch.

Stadtrat Stefan Engel (33, SPD).  © Norbert Neumann

"Die vier Planungsbüros haben gute Arbeit geleistet", sagt Stefan Engel (33, SPD). Man dürfe sich aber von Hochglanzbildern nicht täuschen lassen.

Die Verwaltung müsse die Pläne jetzt hinsichtlich Kosten, Bauzeit und Technologien fachlich genau unter die Lupe nehmen. Die Genossen hegen große Sympathien "für Varianten, bei denen die Straßenbahn bereits 2029 wieder über die Brücke fährt".

Es sei richtig gewesen, gleich vier Büros zu beauftragen, sagt TZ-Fraktions-Chef Holger Zastrow (57). Das Resultat seien viele gute Ideen und Inspirationen. Das sieht auch die CDU so und ist "sehr zufrieden".

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Die AfD ist "positiv überrascht", die Grünen sprechen von "spannenden Entwürfen" und freuen sich auf die nun anstehende öffentliche Debatte.

Stadträtin Susanne Krause (43, Grüne) hofft, "dass die Dresdner Stadtgesellschaft in einem größtmöglichen Konsens zu einer guten Lösung finden wird. Die vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten in den nächsten Wochen bieten dafür eine gute Grundlage". Der Radlerverein ADFC findet die Entwürfe auf den ersten Blick positiv.

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Team-Zastrow-Fraktions-Chef Holger Zastrow (57).  © Norbert Neumann
Einer der Entwürfe verbindet klassische Bögen mit moderner Ingenieurskunst.  © TSSB

Finale Entscheidung am 3. September

BSW-Fraktions-Chef Ralf Böhme (52) übt Kritik.  © 123RF/Gennadiy /Norbert Neumann

Erst ab 13. Juni will die Verwaltung wichtige Eckpunkte etwa zur Spurenanordnung, Radwegeführung oder Brückenbreite mit Beginn der fünfwöchigen Bürgerbeteiligung im Stadtforum öffentlich machen. Dann können Bürger auch für ihren Favoriten abstimmen ("carolaVOTE").

Doch genau das wirft für das BSW Fragen auf. "Die Einbeziehung der Öffentlichkeit ist ohnehin nur schöner Schein, denn Mechanismen realer Einflussnahme durch die Bevölkerung sind auf diesem Weg nicht vorgesehen", kritisiert Fraktions-Chef Ralf Böhme (52). Das binde Ressourcen und verzögere das ohnehin zeitraubende Verfahren.

Tatsächlich wird das Begleitgremium (besteht aus 26 Personen, darunter Fraktionsvertreter, auch Handelsverband, BUND, NABU, ADAC etc.), das eine Empfehlung für einen Siegerentwurf aussprechen soll, zwar über die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung informiert.

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Die finale Entscheidung obliegt aber allein dem Rat am 3. September.

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